hiphoplexikon

A - von A&R bis AV8 :

A&R: Abkürzung für "Artist & Repertoire". Der redaktionelle Teil einer Plattenfirma, der sich um Trendforschung, eingeschickte Demos und die Auswahl der Interpreten kümmert.

AB's: Siehe Absolute Beginner.



ABB Records: Hiphop-Label, 1997 von Beni B. gegründet. Gibt seinen Künstlern große gestalterische Freiheiten und hebt sich dadurch von der Masse an Lables in USA ab. Beni B. produziert eine Hiphop-Show bei KALX Radio in Berkeley, Kalifornien und gehört zu den Begründern der Bay Area Hiphop Coalition.



Above The Law: Ende der 80er Jahre von Lay Law gegründete Gangsterrap-Gruppe aus Los Angeles. Mitglieder: Total K. Oss Seidom Seen (Anthony Steward), DJ-Go Mack/ Duke of Watts (Arthur Goodman), DJ-KMG/Doctor No (Kevin Dully) und MC Cold 187 (Gregory Hutchinson), Produzent und MC. Ihre erste LP "Living Like Hustlers" wurde zu den fünf besten Westcoast-Alben ernannt. Die 1990 veröffentlichte Maxi "Murder Rap" hielt sich über viele Wochen auf Platz l der Billboard-HipHop-Charts. 1991 erschien "Vocally Pimpin'" LP's: Livin' Like Hust-lers (1990); Vocally Pimpin' (EP 1991); Black Mafia Life (1992); Uncle Sams Course (1994); Time Will Reveal (1996); Legends (1998).



Absolute Beginners: HipHop-Gruppe aus Hamburg. Mitglieder: Eißfeld, Mardie, Dennis, DJ Mad. Zu Beginn schrieben sie ihre Texte noch in Englisch, dann aber schnell in Deutsch. 1993 hatten sie ihr Debut mit dem Stück "Keine" auf dem "Kill The Nation With A Groove"-Sampler (Buback-Tonträger). Der Song wurde durch die vielen Jam-Auftritte der AB's schnell bekannt und bekam Hit-Status. 1994 veröffentlichten sie dann die EP "Gotting", im Jahre 1996 die LP "Flashnism" und 1998 die LP "Bambule". Mittlerweile hat sich ihr Name auf "Beginners" verkürzt.



Acid Jazz: Aus England stammender Instumental-Musik-StilI. Mischung aus Jazz und Hiphop-Beats, einer der zahlreichen Vorläufer von Bigbeat und während der 90er Jahre auch in vielen Hiphop-Clubs zu hören.



Act: engl.: Akt. Synonym verwendete Bezeichnung für Band, Gruppe, MC, DJ, Interpret.



Add Lips: Synonym für "Second Vocals" und Back Ups, d.h. Einspielen einer zusätzlichen Tonspur mit Hintergrund-Vocals um dem Song mehr Volumen zu geben und interessanter zu machen.



Advanced Chemistry: HipHop-Gruppe aus Heidelberg. Mitglieder: Torch (Frederik Hahn); Linguist; Toni der Koch, Gee (Gonzales Maldo-Nado); DJ Mike MD. Eine der ersten deutschen Hiphop-Gruppen, gegründet Ende der 80er Jahre. Ursprünglich beim MZEE-Label, später dann Gründung eines eigenen Labels mit Namen 360 Grad. Torch ist einer der Urväter der German Zulu Nation und war lange im öffentlichen Raum als Writer tätig, malt auch heute noch und begann schon Mitte der 80er zu rappen, außerdem ist er Einigen aus der Anfangszeit von VIVA (Deutscher Musik-TV Sender) noch durch seine bissig kritische Moderation einer Hiphop-Sendung bekannt. Toni L. (der Koch) ist ebenfalls seit den frühen 80ern aktiver Hiphopper und begann 1985 zu rappen. AC ist eine der auf Jams sehr beliebten und häufig zu sehenden Bands, die es verstehen das Publikum mit purem Hiphop zu begeistern. Einem breiterem Publikum wurden sie bekannt durch die 1992/93 erschienene 12" "Fremd im eigenen Land" (MZEE). Weiterhin erschienen: 1993 Maxi "Operation Artikel 13", 1994 die 12" "Dir fehlt der Funk" und die 1995 produzierte Doppel-LP "Advanced Chemistry". Toni L. Und Torch veröffentlichten zudem mehrere Solo-Tracks, z.B. die Toni der Koch LP "Der Pate". Gee trat Mitte der 90er ebenso wie DJ Mike MD aus der Gruppe aus.



Aerosol-Art: Umfassender Begriff für Kunstform (hauptsächlich Graffiti), die "aus der (Sprüh-)Dose" kommt. Häufig von kommerziell arbeitenden Graffiti-Künstlern verwendete Bezeichnung.



Aerosol-Magazin: Belgisches Mural-Art-Magazin, 1978 - 1986. Gründervater des Magazins war Roger Avau, der somit eindeutig zu den Pionieren der Graffiti-Magazin-Szene gehört.



Aerosoul-Magazin: Schweizer Graffiti-Magazin, erscheint seit 1990 in unregelmäßigen Abständen. Bekannt auch durch seinen Mailorder-Service.



Afficial Nast: USAmerikanisches Plattenlabel, gegründet von der Onyx-Crew.



Afrika Bambaataa: (Lance Kahyan Aasim), geb. 17.06.1957 in der New Yorker Bronx (USA). Bis Mitte der 70er Jahre Mitglied der Streetgang Black Spades (NY), die er wegen des gewaltsamen Tod seines besten Freunds verließ. Bambaataa sammelte schon während dieser Zeit Vinyl und konzentrierte sich von da an darauf, Platten aufzulegen. 1976 entstand die legendäre "Zulu Nation" aus der von Africa Islam und ihm gegründeten "Bronx River Organisation". In den folgenden Jahren machte er sich einen großen Namen durch die von ihm organisierten Parties, Battles und Jams bei denen er auch viele der heutigen "Hiphop-Stars" wie Grandmaster Flash, Kool DJ Red Alert oder der Fab Five Crew kennenlernte. Seinen Durchbruch im internationalen Geschäft gelang ihm zweifellos durch seine sensationelle Veröffentlichung gemeinsam mit der "Soul Sonic Force", mit dem Namen "Planet Rock"(1982). Das von ihm, John Robie und Arthur Baker produzierte Stück verkaufte sich über 250000 mal und ist heute einer der Kult-Klassiker des Hiphop und Electrofunks. Auch seine weiteren Veröffentlichungen gelten als Klassiker, wie beispielsweise "Looking For The Perfect Beat", "Renegades Of Funk" (1983) und "Funk You". Auf dem von Tommy Boy veröffentlichten Album "Planet Rock" (1986) finden sie sich wieder. Bambaataa gilt spätestens seit dieser Zeit als der "Grandfather", der Inbegriff des Hiphop. Durch seine weltweiten Auftritte gemeinsam mit Soul Sonic Force, Time Zone oder den Jazzy Five gelang es ihm, Hiphop auch in nicht-amerikanischen Ländern populär zu machen. Schon damals hatte die Zulu Nation in den Staaten an die 100000 Mitglieder, heute sind es weltweit einige mehr. Zusammen mit James Brown nahm Afrika Bambaataa 1984 den Song "Unity" auf, in dem erstmals klassischer Jazz mit HipHop verbunden wurde. Ebenfalls 1984 erscheint die Single "World Destruction", auf der er gemeinsam mit John Lydon (Sex Pistols) zu hören ist. 1985 erschien die LP "Funk You", dann auch weitere Singles und das zweite Album "Beware (The Funk Is Everywere )". Bambaataa ist auch Ende der 90er noch aktiv und veranstaltet Jams, zu denen zu erscheinen einem jeden Hiphopper eine Ehre ist.



Afrika Islam: DJ und Produzent aus USA. Ursprüglich New Yorker Gang-Mitglied und Mitbegründer der "Zulu Nation". Mitglied der "Rock Steady Crew" und ständiger DJ bei Parties von Afrika Bambaata, seit Ende der 80er Produzent des Rappers Ice T. und der Mitglieder von "Rhyme Syndicate", wie z.B. Donald D. Seit Anfang der 90er Jahre ist er zudem als House- und Techno-DJ weltweit bekannt. Hatte unter anderem mehrere Auftritte gemeinsam mit West(falia) Bam(baataa) in deutschen Clubs und bei großen Techno-Veranstaltungen. Auffällig ist sein "200 Platten in 10 Minuten"-Mixing-Stil.



Afrocentricity: siehe Afrozentrismus



Afrozentrismus: Bezeichnung für die Theorie, daß der Ursprung allen Lebens in Afrika liegt. Eine gerne genanntes Argument für die "Back to Africa"-Bewegung in den USA, die einen schwarzen Staat für alle Afros auf dem afrikanischen Kontinent propagiert. Anhänger dieser Theorie sind unter anderem Public Enemy, der X-Clan, Ice Cube und KRS One. Sie fordern eine Rückbesinnung der Afroamerikaner auf ihre Herkunft und die afrikanische Kultur.



Airbrush: Bezeichnung für Technik und Gerät zum Versprühen von Farbe via Druckluft. Eignet sich für kleinere Arbeiten und feine Lackierungen. Häufig verwendet von Writern für die Erstellung von "Backpieces"(Writing auf der Rückseite einer Jacke), T-Shirts und Leinwänden.



Airforce Crew: Breakdance-Crew aus Los Angeles (USA). Mitglieder: Orko, und Ceser. Gingen aus den Shake City Rockers hervor und sind seit Anfang der 80er Jahre aktiv. Besonders hervorgetan hat sich Ceser durch die Wiederbelebung des Radiotrons (Trainingsort und Hangout Spot für Bboys und Flygirls) an der Westküste der USA.



Airplanes: Begriff aus dem Breakdance für Windmills mit gespreizten und zur Seite ausgestreckten Armen.



Airtrack: Begriff aus dem Breakdance. Bezeichnet die Drehung auf dem Kopf ohne Bodenkontakt der Hände.



ÄI-TIEM: HipHop-Gruppe aus Köln. Mitglieder: Hans Solo, Rapper; Def Benski, Rapper; Lord Fader, DJ. Erste Veröffentlichung "Alles Absicht" (1992), erschienen im Eigenvertrieb. 1993 die 12" "Kein Kommentar" und die 1995 erschienene Doppel-LP "Wenn hier einer schießt, dann bin ich das". Def Benski ist auch bei zahlreichen Veröffentlichungen anderer Interpreten dabei und beteiligt sich weiterhin an diversen Projekten.



Aleksey: Rapper aus Braunschweig. Siehe Rap Nation.



Alkaholiks, Tha: HipHop-Gruppe aus Los Angeles (USA). Mitglieder: E-Swift (Eric Brooks), J-Ro (James Robinson), Tash (Rico Smith). Debutalbum "2l And Over" (1993), dann 1995 das Album "Coast 2 Coast" mit der Hit-Single-Auskopplung "Damn". 1997 die LP "Likwidation", die durch ihre Abwechslungsreichheit überzeugte. Neben ihrer Liebe zu Hiphop favorisieren sie vor allen Dingen hochprozentige Getränke.



All City: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen Writer, dessen Werke im gesamten Stadtbild zu sehen sind



AL Magazin: italienisches HipHop-Magazin.



Al Rakhun: Siehe Da Germ.



Alte Schule: 1. deutsche Bezeichnung für Oldschool
2. Titel eines Hiphop-Samplers, erschienen 1995 bei MZEE



Amok: Writer aus Berin. Einer der bekanntesten Writer aus Berlin und seit 1985 aktiv. Mitglied der Crews: SOS, GSG, TMH und 156. Amok galt zu Beginn der 90er in Berlin als King, und ist auch heute als einer der "ganz Großen des Writing" in Berlin zu bezeichnen und hat viel zum Aufbau der Writing-Kultur beigetragen. Er setzte sich 1992 zum Bedauern der Commuinity offiziell zur Ruhe.



Anarchist Academy: Deutsche HipHop-Gruppe, gegründet 1992. Fällt insbesondere durch ihr großes politisches Engagement auf. Sie versteht Hiphop als Medium für gesellschaftspolitische Fragestellungen und Kritik und kooperiert mit diversen Punk- und Hardcoregruppierungen.



A-One: Writer aus New York (USA). Seit Ende der 60er aktiv und einer der ersten Tagger, gemeinsam mit Taki 183 und Junior 161.



Apollo Bistro: Veranstaltungsort im englischen Manchester, machte sich seinen guten Namen als Pilgerort für Bboys und Flygirls durch die dort veranstalteten Breakdance-Battles.



Applejacks: Begriff aus dem Breakdance für einen wesentlichen Move zur Herausforderung eines anderen Breakers zum Battle. Dabei steht der Breaker auf beiden Beinen, läßt sich nach hinten auf die Handflächen fallen und streckt ein Bein in die Luft, springt zurück auf ein Bein und wiederholt diesen Bewegungsablauf.



Armand van Helden: DJ und Produzent aus Boston (USA), in New York City seßhaft. Der mit HipHop aufgewachsene Van Helden beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre mit House-Musik und ist eine internationale Größe in der Techno-Szene. Als 1997 Techno zu seiner ersten Talfahrt antrat, besann er sich auf seine Roots und veröffentlichte mehrere Bigbeat-Singles und das "Sample Slaya"-Album auf AV8 Records.



Arrested Development: Alternative HipHop-Band aus Atlanta in Georgia (USA). Mitglieder: Speech (Todd Thomas), Gründer/Produzent/MC; Headliner (Tim Barnwell), DJ; Montsho Eshe (Temeica Gaither), Tän-zer; Dionne Farris, Sängerin; Rasa Don (Donald Jones), Schlagzeuger/MC; Baba Oj, Spiritueller Ratgeber und Aerle Taree (Taree Jones), Cousin von Speech: Tänzer/MC/Poet/Stylist. Debutalbum "3 Years, 5 Months, and 2 Days in the Life Of..." (1992). Ihr Musikstil ist sehr facettenreich und brachte Rap einem viel größeren Publikum nahe als es bis dato der Fall war. Ihre 1993 erschienen Single "Revolution" wurde ein Welt-Hit und ist auch in Spike Lee's Film "Malcom X" zu hören. Sie unterstützen ebenfalls die afrozentistische Bewegung in den USA. 1994 veröffentlichten sie ihr zweites Album "Zingalamaduni" mit etwas weniger Erfolg und lösten sich 1995 auf.



Arrows: Begriff aus dem Writing; Bezeichnung für Pfeile.



Arthur Baker: Produzent aus New York City (USA).



Artifacts: HipHop-Gruppe aus Newark, New Jersey (USA). Mitglieder sind: Tarne One, El Da Sensai und DJ Kaos. Ihr 1994 veröffentlichtes Debutalbum "Between a Rock and a Hard Place" sorgte unter den Hiphoppern für Aufregung. Vor allem der Track "Wrong Side Of Da Tracks" fand bei ihnen Anklang, da er an die Writer-Vergangenheit der beiden MC's anspielt und so Graffiti nach langer Zeit wieder ins Rampenlicht gerückt wurde. 1996 Single "Art Of Da Tracks", 1997 Veröffentlichung der LP "That's Them".



ASCAP: Abkürzung für American Society Of Composers, Authors And Publishers, der ersten amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft zum Schutze der Künstler und deren Werke (ähnlich der deutschen GEMA).



Atlantic Records: Plattenfirma aus den USA, 1948 gegründet von Ahmet Ertegun als Label für Jazz, Funk und Soul. 1967 von Warner Bros. gekauft. Die Firma wird oft als Wegbereiter schwarzer Unterhaltung bezeichnet und nahm schon viele Hiphop-Gruppen unter Vertrag.



A Tribe Called Quest: HipHop-Gruppe aus NY-Qeens (USA). Mitglieder: Ali Shahed Muhamed, Phife Dowg (Malik Tayior) und Q-Tip (Jonathan Davis). Die Gruppe gründeten sie 1988 als sie noch zur Higschool gingen. Stark beeinflußt wurden sie vor allem durch die Jungle Brothers, die zu Ihrem Bekanntenkreis gehören. Ihre Debut-Scheibe "Discription Of A Fool" erschien 1989 auf Jive Records. Weitere Alben: "People's Instictive Travels On The Paths Of Rhythm" (1990), "The Low and Theory" (1991), "Midnight Marauders" (1993), "Beats, Rhymes and Life" (1997), "The Love Movement" (1998).



ATTF: Magazin aus dem Umfeld von Anarchist Academy, setzt sich auch verstärkt mit politischen Themen auseinander.



Attitude: (engl.: "Standpunkt") Synomym für Einstellung.



Auflegen: von "Platten auflegen". Deutsche Bezeichnung für DJing



AV8: Independent HipHop-Label aus New York-Manhattan (USA), wurde gegründet Mitte der 90er Jahre. Bekannte Produzenten bei AV8 waren z.B. der Crooklyn Clan und Armand Van Helden. Das Label ist bekannt für Singleveröffentlichungen im Underground-Hiphop.

B - von Babu bis Buyaka :

Babu: Begriff aus dem Writing für Bahnbulle, also einem Bundesgrenzschutzbeamten oder Wachschützer.

Background: Writing-Bezeichnung für den (gesprühten) Hintergrund eines Graffiti.

Background-Clouds: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für im Hintergrund verwendete Designs in Blasen- oder Wolkenform.

Backgrounding: Begriff aus dem Writing. Ein Graffiti wird zum Hintergrund eines neuen Pieces.

Backjumps: l. Begriff aus der Writer-Sprache, für das Besprühen eines Zuges, der im Bahnhof hält, von der Rückseite aus. 2. Name eines seit 1994 erscheinenden Graffiti-Magazins aus Berlin, herausgegeben von Adrian Nabi. Zu dem zweisprachig (deutsch/englisch) erscheinenden Magazin sind unter gleichem Namen diverse Videos erhältlich.

Backpiece: Auf Jacken aufgemalte oder aufgenähte Graffiti auf Leinwand-stoff. Bis Anfang der 90er Jahre unter Writern in Deutschland sehr beliebt.

Backspin: l. DJ-Technik bei der die Platte mit hoher Geschwindigkeit zurückgedreht wird. Diese oft auch als Rewind bezeichnete Technik wird vor allem als Übergang zu einem neuen Lied eigesetzt, wenn ein softes Fading nicht gewünscht wird. 2. Name eines HipHop-Magazins aus Hamburg, das deutschlandweit erscheint.

Backstage: (engl.: hinter der Bühne) Aufenthaltsräume für die Künstler, die dem Publikum nicht frei zugänglich sind.

Bad: (engl.: schlecht) l. Slang für "gut" oder "geil". 2. ehem. Musik-Magazin, das zu Beginn der 90er Jahre eine der wichtigsten Informationsquellen für deutsche Hiphopper war.

Bad Boy Entertainment: Record Label, gegründet 1993 von Sean Combs (Puff Daddy). Bad Boy Entertainment ist eines der erfolgreichsten Plattenlabel der 90er Jahre.

Bag up: Slangausdruck für "von der Polizei erwischt werden" und als Synonym für Geschlechtsverkehr.

Bahamadia: (Antonia Reed). Weiblicher MC und Produzentin aus Philadelphia, Pennsylvania (USA). Schon mit 14 Jahren war Bahama-dia als DJ auf Parties tätig und machte sich dann Anfang der 90er Jahre in und um Philadelphia einen Namen als MC. 1993 hatte sie regionalen Erfolg mit dem Stück "Funk Vibe". 1995 hatte sie einen Gast-Part auf Guru's Album "Jazzmatazz Vol.2", 1996 veröffentlichte sie ihre erste Maxi mit dem Titel "Uknowhowwedo" auf Chrysalis Records. 1995 brachte sie dann ihr Debutalbum "Kollage" auf den Markt.

Bananas: l. Bezeichnung für bestimmte Tonabnehmersysteme (hergestellt von Tonar und Stanton), die aufgrund ihrer Form und Farbe Bananas genannt werden. 2. Bezeichnung der Writer für die gelben Regionalzüge in den Niederlanden.

Bando: Writer aus London, der seit 1982 in Paris lebt. Seine ersten Graffitis machte er 1979 in New York. In Paris sprühte er bei der TCA (The Chrome Angles) und lernte dort unter anderem Mode 2 kennen. Außerdem gehört er der CTK (Crime Time Kids) an. Bando hatte in den späten Achtzigern einen großen Einfluß auf andere Writer, besonders in Amsterdam, aber auch in Deutschland (München, Düsseldorf etc.).

Barrels: Begriff aus dem Breakdance für Windmills, bei denen man die Arme vor seinem Rumpf hat.

Bassdrum: Die Bassdrum ist eines der wichtigsten Instrumente in einem HipHop-Stück, denn sie macht den tiefen, dump-fen Schlag des Beats aus.

Bassline: Die Basslinie (deutsch: Basslauf) ist ein wichtiges Element eines HipHop-Stückes. Es ist eine wiederkehrende Folge von tiefen Tönen, die dem Stück einen satten und voluminösen Klang gibt. Oft hat sie auch einen unterbewußt "antreibenden" Effekt.

Bates: Writer aus Kopenhagen, der seit 1984 aktiv ist.

Battle: (englisch: Schlacht). Gemeint ist damit das friedliche Kräftemessen zwischen Hiphoppern, sei es auf der Bühne zwischen zwei DJ's oder MC's, oder auf der Wand (dem Zug) zwischen verschiedenen Writern, oder das besonders eindrucksvolle Bboy-Battle, zu dem sich die Breaker treffen. Das Battle gehört zu den Grundlagen des Hiphop und ist sehr beliebt, da es den Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich in ihren Hiphop-Disziplinen untereinander zu messen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Einen Ursprung dafür stellt das südamerikanische Capoeira dar, eine Kampfsportart der Sklaven, bei der während des Trainings kein Körperkontakt erlaubt war, um ein Eingreifen ihrer weißen Unterdrücker zu verhindern, denen Capoeira als Tanz erklärt wurde. Dieser Sport wird noch heute auf der ganzen Welt praktiziert und hat einige Ähnlichkeiten zum Breakdance. Die Battle-Kultur ist eine Form des gewaltlosen Streits, die dazu beigetragen hat, daß in den 70er Jahren die Gangs immer mehr Mitglieder verloren und daß darüber hinaus immer mehr neue Styles und Skills entwickelt wurden. Auch heute hilft diese Hiphop-Eigenart jungen Menschen aus allen sozialen Verhältnissen dabei, nicht illegal und kriminell zu werden, sondern bei evt. Streitigkeiten ein friedliches Battle auszutragen und den Besseren auch den Gewinner sein zu lassen.

Battle Of The Year: Alljährlich stattfindender internationaler Breakdance-Wettbewerb in Deutschland. Seinen Ursprung hat die Veranstaltung in Hannover, wo die Jay Force Crew 1989 eine Hiphop-Jam veranstaltete. Anlässlich dessen knüpften sie Kontakt zu Breakdance-Crews wie JBK und das Battle Squad, woraufhin in den nächsten Jahren Hiphop-Festivals und Bboy-Battles veranstaltet wurden. Mittlerweile wird das ganze von der From Here To Fame GmbH organisiert und durchgeführt und es gibt Vormeisterschaften wie z.B. das Battle Of The South oder das Battle Of The East. Ohne die Unterstützung der Community und dem Engagement von Hiphoppern wie Spaiche, der gemeinsam mit Thomas Hergenröther den inhaltlichen Teil konzipiert, wäre ein Event dieser Art und Größe wohl kaum am Leben zu erhalten, zumal die "Sell Out"-Rufe innerhalb der Hiphop-Szene aufgrund der starken Expansion und der damit verbundenen Kommerzialisierung der Veranstaltung nicht verstummen.

Battlemixer: (deutsch: Wettkampfmischpult). Der Battlemixer ist eine sehr kom-pakte und auf das Wesentliche beschränkte Form des Mischpults. Er beinhaltet oft nur zwei oder drei Kanäle und immer einen Crossfader. Ein wesentlicher Vorteil dieser speziellen Mixer-Art ist der geringe Platzbedarf, der ein näheres Zusammenstellen der Plattenspieler ermöglicht und damit dem DJ eine höhere Aktions-Geschwindigkeit unter extremen Battle-Bedingungen ermöglicht.

Battle Rock: (auch Brooklyn Rock und Up Rock). Begriff aus dem Breakdance, siehe auch: Up Rock.

Battle Squad: Breakdance-Crew aus Deutschland. Mitglieder: Swift, Storm, Emilio und Speedy. Swift und Storm kennen sich seit Mitte der 80er Jahre und zählen zu den bekanntesten Bboys in Deutschland.

Bay Area: Siehe Westcoast.

Bay Area Hip-Hop Coalition: (USAmerikanische) Organisation zur Aufklärung der breiten Öffentlichkeit über die Hiphop-Kultur und zur Verbreitung der Grundlagen des Hiphop. Gegründet von Benny B., Hiphop-DJ und Chef des ABB Labels.

BBC: (Bad Boys Crew) Writercrew aus Paris (F). Mitglieder: Ash aus Madrid; Jay One aus Guadaloupe und Skki. Gegründet wurde die Gruppe 1983. Seit den frühen 90ern ist sie auch in Berlin aktiv, wo insbesondere Jay One einigen Einfluß auf die Writerszene hatte.

B-Boy: Bezeichnung für einen Breakdancer, die angeblich von Kool DJ Herc stammt. In den 80er wurde dieser Begriff auch für alle Hiphopper allgemein verwendet.

B-Boying: Anderes Wort für Breakdance. Siehe B-Boy.

B-Boy-Character: Begriff aus dem Writing. Damit ist die künstlerische Darstellung eines Bboys gemeint. Wird oft auch für Motive von anderen Hiphop-Figuren verwendet.

BDP: Siehe Boogie Down Productions.

Beastie Boys: HipHop-Crossover-Band aus Brooklyn, New York (USA). Mitglieder sind: King Adrock (Adam Horrowitz), Mike D (Mike Diamond), MCA (AdamYauch), DJ Double R (Rick Rubin) 1983-1984, DJ Hurricane (Wendell Fite) seit 1984 und Money Mark (Keyboarder). 1981 von Mike D. und MCA gegründet. Zunächst eher eine Punk/Crossoverformation, 1982 veröffentlichen sie ihre 7" EP "Polly Wog Stew" und die Maxi "Cooky Puss" (1983). Nachdem sich Rick Rubin (DJ Double R) in ihre Band aufnahmen, zeigte sich jedoch schnell ihr Fable für Hiphop. Durch Rick's Beziehungen als Mitbegründer des Def Jam Labels verhalf er den Beasties zu einem Plattenvertrag. Auch Def Jam wurde immer populärer und bald trennte sich Rick Rubin von den BB und wurde durch DJ Hurricane ersetzt. 1984 erschien in dieser Formation die Maxi "Rock Hard" und ein Jahr später waren sie Vorgruppe der Madonna Tour "Like A Virgin". 1986 veröffentlichten sie dann ihr weltweit bekanntes Album "Licenced To Ill", aus dem bis heute so gut wie alle Songs als Single-Auskopplungen auf den Markt kamen und einige gecovered wurden, wie z.B. "Fight For Your Right To Party" oder "No Sleep Till Broklyn". Vor allem durch ihre Bühnenshow eregten sie die Gemüter auf der ganzen Welt. Gogo-Girls tanzten halb nackt in Käfigen, riesige Phallus-Symbole und tonnenweise Dosenbier gehörten ebenso dazu, wie ihr pöbelhaftes Auftreten. Durch die wirklich gute Promotion des Def Jam Labels und ihre "Skandale" wurden sie so weltweit bekannt. Über 5.000.000 verkaufte Exemplare machten "Licenced To Ill" zu eienm der bestverkauftesten Platten im Jahre 1986. Im darauf folgenden Jahr gingen sie mit Run DMC auf Welttournee und waren von da an nicht mehr aus der Hiphop-Bewegung wegzudenken. Obwohl sie weiß waren und nicht aus ärmlichen Verhältnissen stammten, stieg ihre Akzeptanz innerhalb der Hiphop-Bewegung ständig. Nach der Tournee verstritten sie sich mit Def Jam und setzten sich zunächst in New York (USA) zur Ruhe. 1988 erschien ihr Album "Paul's Boutique" bei Capitol Records. Interessant ist, daß auf dieser Veröffentlichung die musikalische Mutation der Beastie Boys von den "weißen Schreihälsen" zu den "weissen Jungs mit Funk" sehr gut zu hören ist. Die A-Seite greift ihren bisherigen Stil auf, auf der B-Seite sind schon deutlich die "neuen" Beasties zu hören, mit viel Funk und ruhigeren Parts. Schon bald darauf gründeten sie das Grandroyal Label und brachten 1992 das Album "Check Your Head" auf den Markt. Danach gingen sie abermals auf Tour und MCA begann sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen, was für eine wesentlich entschärfte Bühnenshow sorgte und in den folgenden Jahren Videos und Songs stark beeinflußte. 1994 erschien dann ihr "Ill Comunication"-Album, das nicht zuletzt wegen des von Spike Jonze inszenierten "Sabotage"-Videos alle Rekorde brach. Ebenfalls 94 veröffentlichten sie das Album "Some Old Bullshit", das die älteren Stücke der BB enthielt und eher als Hardcore-Album zu bezeichnen ist. Auch die 1996 erschienene EP "Aglio E Oglio" ist sehr Gitarrenlastig und in der Öffentlichkeit wenig bekannt. MCA trat in diesem Jahr zum tibetischen Buddhismus über und Mike D. konzentrierte sich verstärkt auf seine Clubwear-Firma X-Large und das Grandroyal Label. Die Beasties begannen 1997 dann mit den Aufnahmen zu ihrem 1998 erschienen Album "Hello Nasty", das nun mit weniger Gitarren und dafür mit mehr Dub und Soundeffekten zu einem großen Verkaufsschlager avancierte. Ihre Musikvideos erfreuen sich sehr großer Beliebtheit, "Intergalactic" lief schon Wochen vor Erscheinen der Platte auf allen großen Musiksendern rund um die Uhr. Ebenfalls zu dieser Zeit entstand auch die Internet Domäne der Beastie Boys, auf der seither des öfteren exklusiv neue Remixe und Stücke der Band im MP3- oder Real-Audio-Format erscheinen, meist verbunden mit Benefiz-Events für die Befreiung Tibets.

Beasty Boys Magazin: Graffiti-Magazin aus Hamburg.

Beat: (sich regelmäßig wiederholender) Schlag. Der Beat ist das tragende Element eines HipHop-Stückes. Er besteht aus der Bassdrum, der Snare, die den (4/4-)Takt angibt, meist in Verbindung mit einer Highhat.

Beatbox: l. Auch Human Beatbox, ist das Erzeugen von Beats einzig und allein mit Lippen, Zunge, Stimme und Rachen unter Zuhilfename der ein- bzw. ausgeatmeten Luft. 2. Oft gebräuchliche Bezeichnung für einen Drumcomputer der analoge Rythmus-Elemente erzeugt, die man durch Programmieren zu einem Beat zusammenfügt.

Beat Juggling: Begriff aus dem DJing. Durch rythmisches Vorwärtsscratchen mit einer Bassdrum oder Snare erzeugter Beat. Um das Zurückdrehen der Platte nicht zu hören, benutzt der DJ den Crossfader des Mischpults zum Ausblenden, und beim Vorwärtsdrehen zum Einblenden der Sounds.

BeatJunkies: DJ Crew aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Gegründet zu Beginn der 90er Jahre von J-Roc aus Los Angeles und Curse. Sie wurden durch zahlreiche Mixtapes wie z.B. "Worldwide Mix Tape" und ihre Auftritte bei DJ-Battles bekannt. Mitglieder sind: J-Roc, Curse, DJ Rhettmatic, Melo D2, Symphonie 2 und Babu. Sie sind Bekannte der Invisibel Scratch Picklz, deren Mitglied D-Styles ehemals zu ihnen gehörte.

Beatminerz, Da: HipHop-Produzenten-Crew aus New York-Brooklyn (USA). Mitglieder: DJ Evil Dee (Eward Dewgarde), Mr. Walt (Walter Dewgarde), Baby Paul (Paul Hendricks), E-Swift (E. Brooks) und Buckshot Da BDI MC (Kanyata Blake).

Beatnuts: HipHop-Musik Produzententeam und Rapper aus New York-Queens (USA). Mitglieder sind: Psycho Les (Lester Frenandez), Produzent und MC: (Junkyard) Juju (Jerry Tineo), Produzent und MC: (Kool Ass) Fashion (Berntony Smalls), MC, seit 1995 Solo unter dem Namen AI Tariq. Angeblich entdeckten die Jungle Brothers sie Ende der 80er Jahre und liessen sich unbestätigten Gerüchten zufolge den Hit "Straight Outta Jungle" von ihnen produzieren. Stilistisch gesehen sind die Beatnuts-Produktionen sehr basslastig und funky, so die Stücke für Interpreten wie Monie Love, Chi Ali, MC Lyte, Naughty By Nature und Ice T. 1993 erschien die erste eigene EP mit dem Titel "Intoxicated Demons", im darauf folgenden Jahr das Album "Beatnuts" (Relativity Records). 1997 erschien dann ihre zweite LP mit dem Titel "Stone Crazy", die wegen ihrer gewaltverherrlichenden und sexistischen Texte in den USA für viel Unmut sorgte, trotzdem aber durch seine fetten Beats und Sounds überzeugen konnte.

Beats and Lyrics: Gelegentlich verwendete Bezeichnung für HipHop-Musik

Beatschmidt: Breaker aus Dessau, einer der Pioniere des Breakdance in der DDR.

Beatstreet: USAmerikanischer Spielfilm aus den frühen 80ern, der die New Yorker Hiphop-Bewegung inhaltlich aufgreift. Sorgte durch Fernsehausstrahlungen in Deutschland, vor allem in der DDR (dort wurde er als "Abschreckung" gezeigt) für ein Anrollen der ersten Hiphop-Welle.

Bebop: Mitte der 40er Jahre von Dizzy Gillespie kreiiertes Wort als Bezeichnung für die schnelle und hektische Form des Jazz. Bekannte Bebop-Interpreten sind beispielsweise Monk, Charlie Parker und Kenny Clarke.

Beginner: Siehe Absolute Beginner.

Bellymills: Begriff aus dem Breakdance. Ähnlich einer Windmill, nur sich auf dem Bauch, nicht auf Kopf oder Hand drehend.

Belmont Park: Parkanlage in New York, wichtiger Austragungsort für Breakdance-Battles während der 70er und 80er Jahre.

Belton: Farbspray-Marke, hergestellt von der Peter Kwasny AG. Sehr beliebt unter Sprühern, wegen ihrer hohen Deckkraft, der geringen Lautstärke beim Sprühen und des satten und breiten Sprüstrahls (insbesondere unter Verwendung sog. Fatcaps). Chromsilber und Hitzerot aus dem Hause Kwasny waren lange Zeit die angesagtesten Farben, da sie auch auf dreckigen und korrosierten Flächen optimal decken.

Bench: Begriff aus dem Writing, Siehe Writercorner

Berlin: Deutschlands Haupstadt ist eine der "Spätzünder" was Graffiti in Europa angeht. Bis Ende der 80er Jahre blieb das Stadtbild weitgehend verschont, Graffitis entstanden hauptsächlich auf der Mauer. Der ostteil der Stadt war in Ermangelung guter Sprühdosen sogut wie graffitifrei. Das änderte sich rapide mit der Öffnung der Grenze. Seitdem ist Berlin weltweit bekannt für seine Streetbombings, Trains und Pieces an den Lines. Durch große Hall of Fames wie z.B. der Mauerpark und die Eastsidegallery entwickelte sich zudem ein große und qualitativ hochwertige Legal-Szene. Immer mehr Hiphop-Läden eröffneten und die SWAT-Posse entstand. Namen wie Spaiche, Kai Eikermann, TDB (Tod Durch Breakdance), Wedding B-Boys, Funky Grossangriff und Flying Steps sind heute in ganz Deutschland ein Begriff. Zu den derzeit aktivsten Vertretern der Berliner Rap-Musik gehören unter anderem: Muckemob, Razzia, Kool Savas mit seinen Projekten MOR und Berlin Maskulin, The Harlekinz, Mikrofonkontrolle, The Specialists, Gauner und die Köpenicker KHS.

Bertelsmann Music Group: (BMG) Bertelsmann ist einer der weltweit größten Medienkonzerne. Die Bertelsmann Musikgruppe hält große Anteile an Firmen wie z.B. RCA, MCA Records, Arista, Bad Boy Entertainment, Jive/Zomba Records, La Face Records, Loud Records etc.

BFM: Writercrew aus Berlin. Mitglieder sind Hopsa, Kadeh, Fist, Gel, Kamel, Karoy, Wise.

Bgirl: Das weibliche Äquivalent zum Bboy. Auch Flygirl genannt.

BGS: Siehe Bundesgrenzschutz.

Bhudda: Begriff aus dem Breakdance, gemeint ist ein Move ähnlich dem Ufo, wobei sich jedoch die Knie zwischen den Armen befinden und keinen Bodenkontakt haben.

Bifi: Begriff aus dem Writing, ursprünglich aus Berlin, meint einen Angestellten der Bahn.

Big Apple: Synonym für New York City

Big Beat: 1. Mitte der 90er aus Triphop entstandener Musikstil, der Hiphop sehr ähnelt, jedoch meist ohne Raps und Scratches auskommt. 2. Hiphop und Swingbeat-Label von Atlantic Records. Bekannte Interpreten bei Big Beat sind z.B. Mad Skillz oder die Artifacts.

Big Daddy Kane: (Antonio Hardy),Rapper aus NY-Brooklyn (USA). Seit Anfang der 80er als DJ aktiv und enger Bekannter von Biz Markie. Schrieb die Texte für Biz Markie und Roxane Shante und begleitete Roxane als DJ. Erst 1987 veröffentlichte er seine eigene Single "Raw" bei Cold Chillin Records. 1988 dedutierte er dann mit dem Album "Long Live The Kane". Weitere Veröffentlichungen: 1989 LP "It's A Big Daddy Thing", 1990 LP "Taste Of Chocolate", 1991 LP "Prince Of Darkness", 1993 LP "Looks Like A Job For..." und 1994 "Daddy's Home" (MCA Records). Mehrer Tracks zu Spielfilmen wie "Juice" und "Posse".

Biggie Smalls: Siehe Notorious B.I.G.

Bild: Begriff aus dem Writing , Anderes Wort für Piece.

Bill: slang für (100-)Dollar Banknote.

Billboard: International wichtiges Musikmagazin. Bekannt wurde das 1985 zum erstenmal erschienene Magazin durch die wöchentliche Liste der Musik-Bestseller - HOT 100 genannt. Heute ist es eine der einflußreichsten Zeitschriften der Musikbranche, ein Artikel im Billboard kann durchaus über das up oder down eines Interpreten entscheiden. Darüber hinaus bietet Billboard diverse Fortbildungslehrgänge und Dienstleistungen für Musiker und Angestelte der Musikindustrie an.

Billboard Charts: HOT 100, allwöchentliche Auflistung der bestverkauftesten Tonträger im Billboard-Magazin.

Bio: l. Writer aus New York, der seit 1980 aktiv ist. 2. Abkürzung für Biografie.

Bisaz: Writer aus Berlin, Mitglied der Crews SOS und GHS, aktiv seit Ende der 80er Jahre. Bekannt geworden durch sein enormes Trainbombing.

Bitch: Amerikanisches Schimpfwort, sinngemäß Schlampe. Wird in der Rapmusik häufig als abwertende Bezeichnung für Personen verwendet, die sich und die Kultur verkaufen, wird manchmal auch als generell frauenfeindlich zu verstehende Bezeichnung benutzt.

Biten: Begriff aus dem Writing, auch Kupfern oder Abkupfern genannt. Gemeint ist das einfache Kopieren von Styles oder Moves. Ebenso gegräuchlich in Rap, Breakdance und DJing, wobei es hier für das kopieren von Texten, bestimmten Bewegungen oder Techniken steht.

Biz Markie: (Marcel Hall), MC aus New York (USA). Ist seit Anfang der 80er MC, DJ und der Beatbox mächtig (The Human Beatbox). Bekannt wurde er hauptsächlich durch seinen Eintritt in die Juice Crew und seinem Gastrap in Roxanne Shante's Song "Def Fresh Crew". 1986 brachte er die EP "Make The Music With Your Mouth Biz", produziert von Marley Marl auf den Markt. Sein erstes Album "Goin' Off" erschien 1988. Bereits 1989 kam die zweite LP mit dem Titel "The Biz Never Sleeps" heraus. Es wurde genau wie die ebenfalls 89 erschienen Single "Just A Friend" mit Platin ausgezeichnet. 1991 erscheint das Album "I Need A Haircut" auf dem sich das Lied "Alone Again" befindet. Markie hatte hierfür den Teil eines Stücks von Gillbert O' Sullivan gesampelt und wurde vor Gericht schuldig gesprochen, Kopierrechte verletzt zu haben. Warner Bros. mußte daraufhin alle Kopien vom Markt nehmen. Etwas später wurde die LP (ohne "Alone Again") neu aufgelegt.

Black Book: Begriff aus dem Writing. Gemeint ist ein Buch, das die Arbeiten eines Writers dokumentiert. Fotos, Skizzen, Zeichnungen befreundeter Maler und manchmal auch Zeitungsartikel werden in ihm gesammelt. Ist im Zuge polizeilicher Ermittlungen oft Hauptindiz für eine vermeintlich illegale Aktivität, jedoch vor Gericht in der Regel unbedeutend.

Black Moon: Hiphop-Formation aus NY-Brooklyn. Mitglieder: Buckshot Shorty (Kenyatta Blake), The 5 Ft Accelerator und DJ Evil Dee (Eward Dewgarde). Black Moon war die erste Gruppe aus der Boot Camp Clik, die einen Plattenvertrag bekam (Nervous Records). Ihre erste Single hieß "Who Got Da Props" und darauf folgte 1993 die LP "Enta Da Stage". Zu diesem Zeitpunkt waren sie eine der beliebtesten East-Coast-Bands. 1994 lösten sich Black Moon offiziell auf. Hiernach erschienen noch die Single "Heads Ain't Redee" und eine Compilation mit B-Sides, bis dato unveröffentlichten Songs und Remix-Tracks (1996).

Black Patty Recordings: 1927 von J. Mayo Williams gegründetes Jazz-und Blues Label.

Black Sheep: HipHop-Duo aus New York City (USA). Die Mitglieder sind: Mista Lawnge (William Mc Lean) MC, Produzent und DJ sowie Dres (Andres Titus) MC und Produzent. 1991 erschien ihr Debutalbum "A Wolf In Sheeps Clothing" bei Polygram. 1994 dann ihr zweites Album "Non Friction".

Black Swan Recordings: 1921 von Dr. Harry Pace gegründete Plattenfirma für Blues und Jazz, wurde schon 1924 wieder geschlossen.

Black Watch: USAmerikanische Organisation der Black Panther Party zur Überwachung der Arbeit von Polizisten. Sollte zur Eindämmung der brutalen Übergriffe von Polizisten auf Afroamerikaner dienen.

Blade: l. Rapper aus London, der armenischer Herkunft ist. 2. Writer aus New York, seit Mitte der 70er Jahre als Trainbomber aktiv, einer der Erfinder des Western Styles. Ist auch für seine Bubble Styles bekannt.

Blahzay Blahzay: HipHop-Duo aus NY-Brooklyn (USA). Mitglieder: Outloud, MC und DJ P.F. Cuttin', DJ und Produzent. Seit Mitte der 80er aktiv und bekannt geworden durch diverse Tapeveröffentlichungen beim Tape Kingz Lable. 1996 Debutalbum "Blah Blah Blah" (Mercury Records), mit den Singleauskopplungen "Pain I Feel" und "Danger".

Blockbuster: Bezeichnung aus dem Writing. Gemeint sind große, gut lesbare Buchstaben. Meist werden Blockbuchstaben verwendet.

Blow, Kurtis: Siehe Kurtis Blow.

Blunt: l. Synonym für eine mit Marijuana gefüllte Zigarre der Marke "Phillies" 2. Synonym für ein HipHop-Stück, das manchmal auch als Joint bezeichnet wird. 3. Hiphop-Label aus New York (USA).

BMG: Siehe Bertelsmann Music Group.

BMI: Abkürzung für Broadcast Music Inc., Amerikanische Gesellschaft zum Schutze von Urheberrechten, ähnlich der Deutschen GEMA. Konkurenz der ASCAP.

Bode, Vaughn: Comic-Zeichner, dessen Motive oft von Writern verwendet wurden, insbesondere in den 80er Jahren.

Bomben: auch Bombing. Begriff aus dem Writing. Gemeint ist das schnelle und illegale besprühen von Flächen. Trainbombing bezeichnet das Sprühen auf Zügen, Streetbombing das Sprühen an besonders auffälligen und für den Writer gefährlichen Orten im innerstädtischen Bereich. Motionbombing meint das Besprühen eines Zuges, während er am Bahnhof hält. Oft steht hier Quantität im Vordergrund.

Bomber: l. Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für sehr aktiven Writer, der keine Gefahren bei der Ausübung seiner Arbeiten scheut. 2. Writer aus Frankfurt/Main, der seit 1988 aktiv ist. Mitglied der FBI (Fabulous Bomb Inability), GBF (Gummibärchenfront), SAA, GHS, TRD und NYC. Einer der in Deutschland erfolgreichsten Aerosol-Artisten. 3. Graffiti-Magazin aus Nijmegen (NL), erscheint seit 1988.

Bomb-Squad: Produzenten-Team aus New York City (USA). Mitglieder: Hank und Keith Shocklee, Eric "Vietnam" Saddler und Chuck D (Carlton Ridenauer) von Public Enemy. Produzierten Tracks für Ice Cube, Public Enemy, Leaders Of The Newschool und 7A3.

Boo, Betty: (Alison Moira Clarkson) geboren in London (GB). TopTen-Hit 1990 mit "Doin' The Do".

Boogie Down: Slang-Bezeichnung für die Bronx, ein Stadtteil von New York. Inoffizieller Geburtsort des Hiphop.

Boogie Down Productions: 1986 gegründete HipHop-Crew aus New York City (USA). Ursprüngliche Mitglieder: KRS One (Lawrence "Kriss" Parker"), DJ, MC und Produzent (der seinen Namen aus seiner Zeit als Writer behielt) und Scott La Rock (Scott Monroe Sterling) RIP, DJ und Produzent. Sie lernten sich kennen, als Scott Bewährungshelfer für KRS wurde, der wegen des Verkaufs von Marijuana verurteilt worden war. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Vorliebe für Hiphop und schufen mit ihren gemeinsamen Produktionen Meilensteine des Hiphop. Ihre erste Single erschien 1986 und hieß "Crack Attack", im selben Jahr ihr Album "Criminal Minded" (B-Boy Records). BDP fielen vor allem wegen ihres harten und minimalistischen Musik-Stils auf, verbunden mit politischen Texten. Am 26.04.1987 wurde Scott La Rock von einem Fenster aus erschossen bei dem Versuch einen Streit zwischen zwei unbekannten Personen zu schlichten. Trotz dieses schmerzlichen Verlusts machte Kriss weiter. Zunächst erschien die Doppel-LP "A Man And His Music", auf der sich sämtliche von Scott produzierte Tracks und Remixe befinden. KRS schließt einen Vertrag mit Jive Records und veröffentlichte dort alle folgenden Platten. 1988 war dies die "By All Means Necessary"-LP, die noch stark an Scott La Rock's Stil erinnert. KRS konzentrierte sich nun mehr auf seine politisch und rethorischen Fähigkeiten und bezeichnet sich selbst als Lehrer. Auf seiner 1989 erschienen LP "The Blueprint of Hiphop" zitiert er oft schwarze Führer und Denker, wie z.B. S. Carmichael (der Begünder der "Black Power"-Bewegung) und Marcus Garvey und setzt sich radikal für eine Emanzipierung der Afroamerikaner ein. BDP vergrößerte sich, neue Mitglieder waren: D-Nice (Derrick Jones), Ms. Melody (Ramona Parker), D-Square (Dwayne Sumal), Harmony (Pamela Scott), DJ Jazzy Jay (Jason Byas), Kool DJ Red Alert, Sidney Mills, Scottie Morris und KRS' Bruder DJ Kenny Parker. 1990 erschien das Album "Edutainment". Nach dem Album zerfiel die Gruppe, als Scottie Morris zusammen mit D-Nice versuchte, von KRS One die Hälfte der Rechte von BDP einzuklagen. 1992 erschien dann die LP "Sex And Violence". Hiernach erschienen Alben nur noch unter dem Namen KRS One, BDP existiert aber heute noch und versteht sich mehr als Posse, denn als Musik-Gruppe.

Boogie-Woogie: In den 20er Jahren entstandener Musik-Stil, ursprünglich als reiner Pianostil entstanden, später eher als schneller Offbeat-Blues-Stil zu beschreiben.

Boomerang: Begriff aus dem Breakdance. Hierbei sitzt der Bboy mit gespreizten und ausgestreckten Beinen auf dem Boden und bewegt seine Arme zwischen diesen. Er hebt seinen Körper an, berührt nur noch mit den Händen den Boden und beginnt sich um die eigene Achse zu drehen.

Boomy: Hiphop-Magazin aus Ostdeutschland. Erstmals 1993 erschienen. Der Name ist eine Anlehnung an "Bummi", ein Kindermagazin aus der DDR.

Boot Camp Clik: (BCC) 1993 gegründete HipHop-Verbindung von Gruppen wie Black Moon, Heltah Skeltah, Smif-N-Wessun (heute Cocoa Brovaz), Da Beatminerz, O.G.C. und Representativz. 1997 erschien unter diesem Namen die LP "For The People" (Duck Down/Priority Rec.).

Bootleg: Raubpressung. Meist werden hierfür Live-Mitschnitte verwendet. Bootlegs sind keine vom Original kopierten Platten, sondern erkennbare Sonderpressungen Dritter, die weder die Künstler noch die Plattenfirma an den Erlösen beteiligen. Begehrte Sammlerobjekte von Fans nicht mehr existierender Bands oder Interpreten.

Boo-yaa: Slangausdruck. 1. Synonym für unglaublich gut. 2. Kurzform von Boo Yaaka, dem Sound einer Shotgun. 3. Synonym für Marihuana.

Bone Thugs-N-Harmonie: HipHop-Gruppe aus Cleveland, Ohio (USA). Mitglieder: Bizzy (Charles Scruggs), Lazie (Steve Howse), Krazyie (Anthony Henderson), Flesh (Stanly Howse) und Wish (Byron MC Cane). 1993 lernten sie Eazy E. kennen, der sie zu Ruthles Records brachte. Dort veröffentlichten sie 1994 die EP "Creepin' On Ah Come Up" und 1995 ihr erstes Album mit Titel "E. 1999 Eternal", daß sich über 5.000.000 mal verkaufte. Ihre Single "Tha Crossroads" ging als die am schnellsten steigende Veröffentli-chung seit Bestehen der Pop-Charts in die Musikgeschichte ein und brach somit einen von den Beatles aufgestellten Record. 1997 erhielten sie den Grammy Award für die beste Rap Gruppe und den Soul Train Music Award für das beste Video ("Tha Crossroads").

Boston Crab: Bezeichnung aus dem Breakdance für einen Crab, bei dem die Beine weit gespreizt sind, der Körper derweil aufge-richtet ist.

Bounty Killer: (Rodney Basil Pryce), Dancehall DJ aus Jamaika. Veröffentlichte folgende Alben: "Roots, Reality & Culture" (1992), "Down In The Ghetto" (1994), "Face To Face" (1994), bis dato alle bei Jammy Records. 1995 erschien das Bootleg "No Argument" 1996 das Album "My Experience" auf TVT Records, bei dem er mit Hiphop-Größen wie z.b. Busta Rhymes, den Fugees und Jeru The Damaja.

Box, The: Großer USAmerikanischer Radiosender.

BPM: Abkürzung für "Beats per Minute", Maß für die Geschwindigkeit eines Musikstücks.

Brand Nubian: HipHop-Gruppe aus New York City (USA). Mitglieder: Grand Puba (Maxwell Dixon, der die Gruppe nach dem ersten Album 1991 verließ), Lord Jammar (Lorenzo DeChalus), Sadat X (Derrick Murphy), DJ Alamo der zusammen mit Grand Puba ging und DJ Sincere. 1991 erschien das Debütalbum "All For One" auf Elektra. Ein Jahr später erschien dann (ohne Grand Puba) die LP "In God We Trust". 1994 dann das Album "Everything Is Everything" (Elektra). 1998 kam Puba dann erneut dazu und sie brachten die LP "Foundation" auf den Markt.

Break: l. Pause in Musikstücken über mehrere Takte, mit eventuellen Rhy-thmusaussetzungen. 2. Begriff aus der Musikindustrie für den kommerzi-ellen Durchbruch einer Veröffentlichung oder eines Acts.

Breakdance: wird von den Breakern in Popping, Locking und B-Boying unterteilt. Die ersten offiziellen Fotos von Breakdancern erschie-nen 1980 in der amerikanischen Tageszeitung New York Post, nachdem Mitglieder der High Times Crew wegen "illegalen Tanzens" auf dem Washingtoner U-Bahngelände verhaftet wurden. In Deutschland seit Anfang der 80er Jahre bekannt und spätens seit der TV-Ausstrahlung von "Wild Style" im Westen und "Beat Street" im Osten populär. Eine der ersten hierzulande bekannten Crews war die Rock Steady Crew.

Breaker: Synonym für einen B-Boy, einen Breakdancer.

Broken Glass: Breaker Crew aus Manchester (GB).

Bronco: Begriff aus dem Breakdance. Hierbei springt der Bboy zunächst von seinen Füßen auf seine beiden Hände und wiederholt diesen Bewegungsablauf. Diese Bewegung erinnert an ein sich aufbäumendes Pferd, daher der Name.

Brooklyn Rock: (auch Battle Rock und Up-Rock) Begriff aus dem Breakdance, siehe Up-Rock.

Brother: (engl. Bruder), auch Bro, wird im Hiphop für Afroamerikaner benutzt, ebenso nennen sich die Mitglieder einer Posse oder Crew Brothers. In Deutschland ist auch der Begriff Brüder geläufig.

Brown, James: Musiker und Entertainer aus Gorgia (USA), geb. 1928. Seine musikalische Karriere begann, als er sich Anfang der 50er Jahre einer Gospelgruppe anschloß und wenig später Lei-ter der Famous Flames (einer schwarzen Musik und Tanz Truppe) wurde. Als begnadeter Tänzer und Sänger, der ganz nebenher auch noch zwei Instrumente beherrschte, dominierte er bald den Rest der Gruppe und lan-dete 1956 mit der Single "Please, Please, Please" einen der ersten R&B-Hits überhaupt. Die Show der Famous Flames hieß fortan "James Brown Revue". 1963 erschien das erste Album mit Namen "Live At The Apollo". Danach folgten unzählige weitere Veröffentlichungen. Brown ist eine Ikone der Afroamerikanischen Musik und seine Stimme wurde millionenfach in Hiphop-Songs gesamplet.

B-Side The Norm: Leipziger HipHop-Gruppe um Niko Schirmer, bei der auch Cora E mitwirkte. Die Band war auch auf dem Sampler Pio-niermanöver vertreten.

B., Tommy: Ostdeutscher Bboy aus Dresden. Einer der ersten Breaker in der DDR, seit den frühen 80er Jahren aktiv.

Buback-Tonträger: Hamburger Label, bekannt durch den 1993 erschienenen Sampler "Kill The Nation With A Groove"

Bubblestyle: Begriff aus dem Writing, gemeint sind simple, wie aufgeblasen wirkende Buchstaben. Phase 2 und Blade aus New York (USA) gelten als Erfinder dieses Styles. Oft werden ThrowUps in Bubblestyle gesprüht, da dieser meist ohne großen Zeitaufwand erstellt werden können (Gesetz der Kürze).

Buchstaben: Begriff aus dem Writing. Grundelement des Writing, wobei die Kunst in der Formung der Buchstaben liegt. Ramelzee (Writer aus USA) beschrieb es einmal so: "Die Befreiung der Buchstaben von der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg".

Buff: Begriff aus dem Writing; (engl. "Polierscheibe") Bezeichnung für das Entfernen von Graffitis oder der Anlagen hierfür. Oft wird auch ein Überstreichen von Grafitis (z.B. auf Zügen Dortmunds während der 90er) als Buff bezeichnet.

Buffen: Das Entfernen von Graffitis (nicht nur auf Zügen) wird buffen genannt. In New York wurde 1974 mit dem systematischen Reinigen von besprühten Zügen begonnen. Kommt ein Verkehrsverbund nicht mehr mit dem Buffen nach, so bezeichnet man das System als "gesprengt".

Bullen: Umgangssprachliche Bezeichnung für Polizisten und Bundesgrenzschutzbeamte.

Bumrush: l. Bezeichnung für das gewalttätige Eindringen in eine Veranstaltung zusammen mit einer Gruppe von Leuten, die das Ziel haben, sich das Eintrittsgeld zu sparen. 2. Wenn jemand von einer großen aufgebrachten Menge verprügelt wird, wird dies auch "to bumrush" genannt.

Bundesgrenzschutz: Deutsche Bundespolizei. Neben der Sicherung der Staatsgrenze übernimmt der Bundesgrenzschutz auch bahnpolizeiliche Aufgaben und ist damit der einzige staatliche Wachschutz für eine Aktiengesellschaft. 1999 wurde erstmals darüber diskutiert der DB diese Leistungen in Rechnung zu stellen. Ebenfalls zum BGS gehören die seit 1986 vielerorts gegründeten Sonderkommisionen zur Bekämpfung der Graffiti-Subkultur. Wegen brutaler Übergriffe auf Unschuldige und Minderjährige, sowie mangelnder Erfolge in vielen Städten bereits wieder aufgelöst (z.B. 1997 in Düsseldorf).

Bunkern: Begriff aus dem Writing. Gemeint ist das Horten oder Verstecken von Sprühdosen

Bunny Rock: Begriff aus dem Breakdance, gehört zu den Flares. Der Bboy bewegt sich hüpfend im Kreis, hierbei bleiben die beiden Beine des Tänzers gespreizt und gestreckt.

Burner: Begriff aus dem Writing. Ein besonders gutes Bild, daß auch noch Jahre später als einzigartig und/oder besonders gut angesehen wird. Ursprünglich Bezeichnung für einen sehr guten Wildstyle-Train.

Burning Moves: Breakercrew aus Niedersachsen, die zur Jay Force Posse gehört.

Business: wörtlich übersetzt Geschäft, siehe Musikindustrie

Busta Rhymes: (Tahiem Smith) Rapper aus Long Island, New York (USA). Ursprünglich Mitglied der Gruppe "Leaders Of The Newschool", seit 1993 diverse Solo-Veröffentlichungen, 1996 sein erstes Soloalbum "The Comming" (Elektra Records), das über 1.000.000 mal verkauft wurde, mit der Singleauskopplung "Woo Ha!", die zu einem hymnenartigen Hit wurde. Busta ist seitdem für seinen verrückten Rapstil weltweit bekannt. 1997 erschien seine zweite LP "When Disaster Strikes", die sich nicht minder erfolgreich verkaufte. Busta hat seitdem zahlreiche Gastauftritte bei Hiphop-Größen absolviert und wurde von vielen Rappern unereicht kopiert.

Busten: hauptsächlich im Writing verwendeter Begriff für "erwischt werden".

Buyaka: aus Jamaika stammender Ruf, der das Geräusch einer Schusswaffe imitiert.

C - von CAF bis Chyper :

CAF: Writergruppe aus Ostberlin, die 1991 von Duke und Steak gegründet wurde. Später kamen Kadeh, Birne, Quest, Roscoe, Razzia, Space, und weitere hinzu. Sind in Train- und Linebombing, sowie legal aktiv.

Can: Bezeichnung aus dem Writing. Synonym für Sprühdose.

Can 2: Writer und Breaker aus Budenheim bei Mainz, der seit 1984 aktiv ist. Mitglied der Crews TDF (The Def Stars) und VOB (Vision Of Brotherhood). Bekannt für seine Charakter, die er meist ohne Fadings (fließende Farbübergänge) schattiert.

Cannonball: Begriff aus dem Brakedance, hierbei legt der Tänzer seine Arme um die angewinkelten Beine.

Canvas: Engl. Bezeichnung für Leinwand.

Cap: l. Beriff aus dem Writing. Sprühaufsatz für Dosen, erhältlich in verschieden Größen und Strichbreiten. Der New Yorker Sprüher Superkool entdeckte zu Beginn der 70er, daß man mit verschiedenen Caps auch verschiedene Effekte erzielen konnte. So unterscheidet man zwischen Standardcap (das mit der Dose zusammen ausgelieferte Cap), Fatcap (sehr breiter Strich), Skinnycap (sehr schmaler Strich) und Softcap, oft auch Outlinecap genannt (ermöglicht eine langsamere Strichführung und feinere Fadings). In den 80er Jahren wurden Caps von anderen Sprühdosen, wie z.B. Backofenspray oder Unterbodenschutz verwendet, heute sind sie frei erhältlich. Eine besonderer Trend zu dieser Zeit waren auch die Nadelcaps, ein Standardcap in das vorne in die Düse eine Injektionsnadel gesteckt wurde um so einen unter 1cm breiten Strich sprühen zu können. 2.Writer aus New York, 1981-1987 ThrowUp-King auf der Subway, bekanntgeworden durch sein rücksichtsloses Bombing und das Crossing anderer Pieces. 3. Kürzel für Baseballcap (Baseballvereins-Mütze).

Capitol Records: 1942 gegründete Plattenfirma, die seit 1956 zu EMI gehört. Zu den größten Erfolgen der Firma gehören Acts wie Frank Sinatra (RIP), die Beach Boys, und die Beatles, aber auch Bands wie die Beastie Boys.

Capone'N'Noreaga: MC-Duo aus Queens New York City (USA), bestehend aus Capone (Kiam Holley) und Noreaga (Victor Santiago). 1997 veröffentlichten sie ihre Debutsingle "T.O.N.Y." und das Album "The War Report" (erschienen bei 25 To Life/Penalty Rec.). Produziert wurden sie von Leuten wie Lord Finesse, Marley Marl und anderen.

Cartagging: Begriff aus dem Writing. Gemeint ist das verwenden von Vans, LKWs und Lieferfahrzeugen als Untergrund für Graffiti. In New York entstanden und auch in den europäischen Metropolen wie Amsterdamm, Paris etc. sehr beliebt. PKW werden nicht besprüht (außer bei Auftragsarbeiten).

Cartel, das: Zusammenschluß deutsch-türkischer HipHop-Gruppen. Mitglieder sind: Karakan aus Nürnberg, Da Crime Posse aus Kiel, und Erci E aus Berlin. Veröffentlichten 1995 ihre LP "Cartell 95" und wurden besonders in der Türkei sehr bekannt, wo sie bei Konzerten ganze Fußballstadien füllten.

Cash Crew: HipHop-Crew aus Manchester (GB).

Cat: Writer aus Amsterdam, der seit Anfang der 80er Jahre malt und ursprünglich aus der Punkszene stammt.

Capoeira: Berührungsfreie, verbotene Kampftanzform afrobrasilianischer Sklaven zum versteckten Trainieren von Verteidigungs- und Angriffstech-niken in Begleitung von Trommeln und Gesang. Sie war bis 1930 verbo-ten und gehört zu den Wurzeln des Breakdance und der Hiphop-Musik.

CBS: Siehe Columbia.

Cemnoz: Writer aus München, der seit 1987 aktiv ist. Er ist Mitglied der Writercrews FBI und TFP. Seit 1989 malt er auch unter dem Namen Scum. Auch bekannt durch seine 3D-Styles.

Ces: Writer aus Rotterdam (NL), bekannt durch Trainbombing und Simplestyle.

Chalfant, Henry: Autor der Graffiti-Bücher "SubwayArt" (1982 mit Martha Cooper), "SpraycanArt" (1984 mit James Prigoff), sowie des Films "Stylewars". Diese Werke hatten wesentlichen Einfluß auf die Writerkultur und können neben Filmen wie "Wild Style" und "Beat Street" als Auslöser für die Entwicklung der europäischen Graffitikultur gesehen werden.

Characters: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für die figürlichen Elemente des Graffiti. Es kann hier unterschieden werden zwischen zwischen BBoy-Characters, Comic-Characters, fotorealistischen Characters und abstrakten Characters.

Checker: Begriff aus dem Writing. Jemand der für einen anderen Writer Wache hält bei illegalen Aktionen.

Chemnoz: siehe Cemnoz

Chill(en): (von to chill "kühlen") Im Slang bedeutet to chill soviel wie "cool abhängen".

Chintz: Writer aus Dortmund, der seit 1984 aktiv ist. Chintz ist wohl der Train King Deutschlands.

Chromsilber: Begriff aus dem Writing. Eine sehr beliebte Sorte unter Bombern ist das Chromsilber der Firma Belton (aus dem Hause Kwasny), da sie auf ungrundierten Wänden eine besonders hohe Deckkraft besitzt und sehr leise sprüht. Der Sprühstrahl mit Fatcap ist besonders breit, also ideal für schnelles und leises Arbeiten. Als Anfang der 90er Hitzerot aufkam, das ähnliche Eigenschaften besaß, brach eine wahre Chromsilber-Hitzerot-Welle los. Mittlerweile ist Hitzerot wegen giftiger Inhaltsstoffe vorn Markt genommen worden.

Chrysalis: 1968 von Chris Wright und dem Kunsthochschüler Terry Ellis in London gegründete Plattenfirma.

Chubb Rock: (Richard Simpson), MC aus Brooklyn, New York (USA). Nahm mit seinem zeitweiligen Partner Domino 1987 "Rock 'n' Roll Dude" und etwas später seine erste LP "And The Winner Is" (Select Records) auf. 1990 erschien die EP "Treat'em Right", gefolgt vom zweiten Album "The One". Dritte LP:"A Gotta Get Mine Yo". 1997 veröffentlichte er ebenfalls auf Select Records das Album "The Mind".

Chuck D: (Carlton Ridenhour), Rapper und Frontmann von Public Enemy aus Long Island, New York (USA). Seit 1986 produzierte er gemeinsam mit Flavor Flav, Professor Griff und Terminator X mehr als sieben Alben, erst zehn Jahre später kam es zu seiner Solo-Veröffentlichung "The Autobiography Of Mista Chuck". Er ist weltweit bekannt für seine Texte und Raps, aber auch für seine politische Haltung. Er ist Afrozentrist und setzt sich stark für die schwarze Community in den Vereinigten Staaten ein. So hielt er mehrere Vorlesungen an amerikanischen Universitäten und veröffentlichte 1998 ein Buch mit dem Titel "Rap, Race & Reality - Fight The Power", das bisher nicht in deutsch übersetzt wurde (Stand: 99.09).

City Rockers: Berliner B-Boy Crew.

Click: Auch Clique, Synonym für Gruppe.

Clinton, George: Funk-Musiker und P-Funk Erfinder aus North Carolina (USA). Seit Mitte der 60er Jahre aktiv und bekannt geworden durch zahlreiche Tourneen zusammen mit Parlament und anderen Funk-Bands, sowie seiner Mitgliedschaft bei "Funkadelic". Clinton's Musik ist berühmt für ihre Beats, Grooves und Vocal-Arrangements und wurde häufig gesamplet, geloopt, nachgespielt und kopiert, gerade in den 90er Jahren. Clinton wird in der Hiphop-Community ikonenhaft verehrt und absolviert heute noch Auftritte, gemeinsam mit seinen alten Musikerkollegen ("The P-Funk-Allstars").

Clouds: (engl.: Wolken) Begriff aus dem Writing. Bezeichnet blasen- oder wolkenartige Backround-Designs. Erstmals von Phase 2 verwendet.

Club: Hiphop hat die Clubkultur entscheidend beeinflusst. Der erste HipHop-Club in New York war das Negril in Manhattan.

Club of Rome: Writercrew aus München, die es, nicht zuletzt wegen ihrer strikten Verhaltensregeln, bis heute geschafft hat, unbekannt zu bleiben und deren Mitglieder vor allem noch nie gefasst wurden. Bekannt wurden sie durch ihre Wholecars. Ende der 80er, als viele Writer in München mit dem Sprühen aufhörten, brachten sie das Writing wieder in Gang.

CMD: Zusammenschluß von Writern in Berlin, später auch über die Stadtgrenzen hinaus.

CMP: Writer aus Naevestaedt (Dänemark), seit 1986 aktiv. CMP ist der Herausgeber des Graffiti-Magazines "Fantazie".

Cocoa Brovas (auch Cocoa Brothaz und Cocoa Brovas): Siehe Smith-N-Wessun.

Coco 144: Oldschool-Writer aus NYC (USA), seit Ende der 60er Jahre aktiv und bekannter Tagger.

Coconut: Ein Hispanic, der nicht zu seiner Hautfarbe steht, wird als Coconut bezeichnet.

COD X: HipHop-Musikgruppe aus Frankfurt, gegründet 1989. Debut mit der 12" Maxi "Let The Rhythm Move You" (1992 auf S.Y.A.Rec.) in englischer Sprache. Als sie dann zu Ruff'n'Raw wechselten, fingen sie auch an, deutsche Texte zu schreiben. Nach ihrem Wechsel zu Ruff'n'Raw Records (1993) erschienen die deutschsprachigen 12" Maxis "Komplex" und "Getto", sowie die EP "Wissen ist Macht".

Cold Chillin' Records: HipHop-Label aus den USA.

Cold Crush Brothers: Amerikanische Hiphop-Band, die schon in den 70ern sehr erfolgreich war und heute noch Auftritt.

Collins, Bootsy: Funk-Bassist aus den USA. Ende der 60er Jahre begann er mit Auftritten als Bassist in James Brown Shows, wo er jedoch kaum auffiel. Anfang der 70er wurde er Mitglied der legendären Band "Parliament" von George Clinton und gilt somit als Miterfinder des P-Funk. Ende der 70er gründete er die "Bootsy's Rubberband". Collins ist eine der Vater-Figuren des Hiphop, 1997 erschien zudem das Album "Fresh Outta 'P' University" (WEA), auf dem MC's wie Ono ( Walkin'Large), MC Lyte, sowie Thomas D und Smudo ( Fantastische Vier) Gastauftritte haben..

Colors: 1988 entstandener Spielfilm von Dennis Hopper über Gang Konflikte in den USA. Auf dem Soundtrack geben sich Ice-T und Afrika Islam (Titelsong "Colors"), 7A3, M.C. Shan, Roxanne Shaté, Marley Marl, Kool G. Rap und Big Daddy Kane ein Stelldichein. Wird häufig als "Initialzündung" für deutsche Wannabe-Gangs genannt und kam wegen seiner Darstellung der Hiphopkultur schon häufig ins Kreuzfeuer der Kritik.

Columbia: (Sony-Music) USAmerikanischer Medien-Konzern. Wurde 1987 an Sony verkauft.

Combinations: Begriff aus dem Breakdance, Bezeichnung für die Verbindung verschiedener Powermoves.

Comics: Oft als Vorlage für Charakter verwendet, am bekanntesten sind die Figuren von Vaughn Bodé, die bis in die 90er Jahre kopiert wurden. Wechselwirkend kommt es auch zu Einflüssen von Graffiti in die Comic-Szene, da viele der Charakter-Spezialisten zu Comiczeichnern werden.

Comic-Style: Begriff aus dem Writing. Stilrichtung, die Mitte der 70er Jahre in NYC entstand. Bekannteste Vertreter: Riff 170 und Worm

Common (Sense): (Lonnie Rashied Lynn), MC aus South Side Chicago, Illinois (USA). Erste LP "Can I Borrow A Dollar?" (1992 auf Relativity Records). 1994 die zweite LP "Ressurection". An den Aufnahmen zu seinem dritten Album "One Day It'll All Make Sense" (1997) beteiligten sich viele Musiker wie Q-Tip (A Tribe Called Quest), Lauryn Hill (Fugees), Cee-Lo Green vom Goodie Mob, De La Soul, Erykah Badu und sein Vater, der schon auf dem vorherigen Album zu hören war. Auffällig ist auch seien Vorliebe für Live-Musiker bei seinen Auftritten.

Connections: (engl.: Verbindungen) Bezeichnung für gute Beziehungen oder Kontakte, die man zu einer Person oder Gruppe hat.

Contest: (engl.: Wettkarnpf) Bezeichnung für Wettbewerb unter Hiphoppern.

Coolio: (Artis Leon Ivey, Jr.) 1963 geborener Rapper aus Compton, Los Angeles (USA). Schon mit 15 Jahren aktiv und erst seit 1993 unter Plattenvertrag (bei Tommy Boy). Erstes Debut mit der Single "Fantastic Voyage" (1994) und der LP "It Takes A Thief". Dann sein Riesen-Hit "Gangsta's Paradise" auf dem Soundtrack zu "Dangerous Minds" (1995), durch den Coolio zum Popstar avancierte. 1995 erschien dann auch ein ganzes Album mit dem Titel "Gangsta's Paradise", daß sich über 4 Millionen mal verkaufte. Gemeinsam mit seiner Frau und Managerin Josepha Salinas gründete er eine eigene Managementfirma namens Crowbar und eröffnete ein Tonstudio für Nachwuchs-Interpreten. 1997 erschien sein drittes Album "My Soul".

Cooper, Martha: Sie veröffentlichte 1982 zusammen mit Henry Chalfant das vielbeachtete Buch "Subway Art". Sie ist Ethnologin, Bildjournalistin und Graffiti-Forscherin.

Cope II: Writer aus New York (USA), aktiv seit 1978. Seinen ersten Train malte er 1981. Weitere Namen von ihm sind KD und God.

Copics: auch Copic Marker, Grafikerstift für bunte Reinentwürfe. Häufig von Writern für ihre Skizzen und Scetchbooks verwendet.

Cora E.: (C. Macco). Seit Ende der 80er Jahre aktiv als MC. Bekannt insbesondere durch ihre zahlreichen Jam-Auftritte. Zunächst rappte sie in Englisch, seit Beginn der 90er dann in Deutsch. Gemeinsam mit Mathias Arfmann und DJ Marius No.1 brachte sie 1992 ihre Tracks "Könnt Ihr Mich Hörn" und "Ich Geh' Ins Ziel" auf Buback-Tonträger auf den Markt. Ebenso auf dem "Kill The Nation With A Groove"-Sampler vertreten. Sie ist Mitglied der La Familia und arbeitet eng zusammen mit den Stieber Twins aus Heidelberg. Ihre Debut-LP erschien auf BMG und hat den Titel "Corage". Cora E. zählt zu den Hiphop-Frauen der ersten Stunde und ist ein fester Teil der deutschen Hiphop-Kultur.

Corner: Begriff aus dem Writing, siehe Writercorner

Correct (Grindstone)-Records: Name eines HipHop-Labels.

Covern: Begriff aus dem Musikbusiness, der das selbstinterpretierte Nachspielen und Neuproduzieren von Songs anderer Musiker bezeichnet.

Cowboy 69: Writer aus München, seit 1983 aktiv. Mitglied der ABC-Crew, der auch Show und Dare aus Basel angehören. Ist besonders für die aufwendige Ausarbeitung seiner Styles und Character bekannt.

Crab: Begriff aus dem Breakdance, ähnlich dem Turtle, jedoch bleiben hier die Beine in Froschstellung.

Crabwalk: Begriff aus dem Breakdance, hier läuft der Tänzer in Crab Haltung herum.

Crazy Kings: Graffiti-Magazin aus New Jersey (USA), befaßt sich hauptsächlich mit New Yorker Writing.

Crazy Legs: 1. Begriff aus dem Breakdance für Airswipes, daß sind mehrere, hintereinander ausgeführte Swipes. 2. Einer der weltweit bekantesten USAmerikanischen Breaker, der durch Rockwell zum Bboying kam und festes Mitglied der Rocksteady-Crew ist.

Crew: Synonym für "Gruppe", auch Posse genannt.

Crib: Slang, sinngemäß Bude, Höhle oder Hütte.

Crickets: Begriff aus dem Breakdance. Crickets bezeichnen Drehungen, die in ihrer Art und Ausführung den Handglides sehr ähnlich sind. Im Unterschied zu diesen Moves wird jedoch das Körpergewicht des Tänzers temporär auf die eine Hand am Boden verlagert, während die andere Hand den Boden in keiner Form berührt. Bei guter Ausführung erwecken Crickets den Eindruck einer kontinuierlichen Drehbewegung.

Crossen: (von: to cross), Begriff aus dem Writing, steht für das "Durchstreichen" von Graffitis. Im Gegensatz zum Going Over wird hierbei das Graffiti nicht komplett übersprüht, sondern bleibt sichtbar. In Dortmund, Düsseldorf, Berlin und anderen Städten wird von Polizei-Beamten berichtet (meißt von der SOKO), die die Bilder von Writern crossten.

Crossfader: Begriff aus dem DJing. Von Grandmaster Flash entwickeltes Bauteil an einem Mixer, der das manuelle Ein- und Ausblenden der verschieden Signale, sowie den schnellen Wechsel der Kanäle ermöglicht.

Cross Over: Ursprüngliche Handelsbezeichnung für Country-Pop in den 50er Jahren. Bezeichnet heute jede Musik, die stilistische Teile verschiedener Musikrichtungen miteinander vermischt.

Crowd: (engl.: Masse, Menge) hier: Publikum

CRU: 1. Begriff aus dem Writing. In Deutschland häufig gebrauchtes Synonym für Crew. 2. HipHop-Band aus der New Yorker Bronx (USA), auch bekannt als "The Rhythm Blunt Crew". Mitglieder: Chadeeo, Yogi und The Mighty Ha. Debutalburn "Da Dirty Thirty"(1997 auf Def Jam/Violator Records).

Cut: Hiphop-Magazin aus Hamburg.

Cutten: (von engl.: schneiden). DJ-Technik, eine Form des Übergangs von einem Stück bzw. Beat zum nächsten, wobei hier im wahrsten Sinne des Wortes der alte Beat abgeschnitten und im Takt durch einen Neuen ersetzt wird. Oft wird dies auch nur mit markanten Liedfragmenten gemacht, wobei sich der DJ darauf konzentriert diese Fragmente möglichst kurz zu halten und sie trotzdem zu einem Rhythmus zusammenzufügen.

Cypress Hill: HipHop-Gruppe und bekennende Marijuana-Konsumenten aus Los Angeles, Californien (USA). Mitglieder: DJ Muggs (Lawrence Muggerud), B Real (Louis Freese), Sen Dog (Senen Reyes). 1986 gegründet, zunächst unter dem Namen "DVX", dann nach dem Ausstieg von Mellow Man Ace unter "Cypress Hill". Sie debutierten 1992 mit ihrer LP "Cypress Hill" (Ruffhouse/Columbia Records), deren Songs "How Could I Just Kill A Man" und "The Phunky Feel One" für Furore sorgten. 1993 erschien das Album "Black Sunday", 1995 das Album "Ill Temples Of Boom". 1996 verließ Sen Dog die Band und 1997 produzierte Muggs die "Soul Assassins". B-Real stieg bei Psycho Realm ein und veröffentlichte die LP "Psycho Realm".

Cypher: 1. Bezeichnet eine Runde von HipHoppern. 2. Begriff aus dem Writing, Synonym für Writer.

D - von Da Brat bis Dupri,Jermaine :

Da Brat: (Shawntae Harris) Rapperin aus Chicago, Illinois (USA). Als Da Brat 1992 einen MC-Contest, der von Ed Lover moderiert wurde gewann, wurde Jermaine Dupri auf sie aufmerksam. Zunächst absolvierte sie einen Gastauftritt bei Kriss Kross, auf deren "Da Bomb"-Album, 1994 erschien dann ihr Debut "Funkdafield" (Columbia Records). 1996 veröffentlichte sie ihre zweite Scheibe, "Anuthatantrum". Da Brat gründete die Management-Firma "Thowin' Tantrums" und ist Darstellerin in der Fernsehserie "Full Court Press".

Da Germ: (René Swain) aka Al Rakhun, Rapper und DJ. Seit 1984 aktiver Hiphopper. 1992 auf dem "Krauts With Attitude"-Sampler vertreten und im gleichen Jahr Veröffentlichung des "Zyon"-Albums unter dem Namen Zyon. Hiernach längerer USA-Aufenthalt. 1994 dann die "Days Of Resuraction"-LP, 1995 die LP "Lost it" und die Doppel-LP "Flashism" ,sowie diverse Singles. Da Germ nutzte seine guten Beziehungen in New York, lebt und arbeitet heute im "Big Apple".

Daim: Writer aus Hamburg, seit 1989 aktiv. 1992 unter dem Namen "Caza" bekannt, Mitglied der TCD-Crew (Trash Can Design). Gilt als einer der Meister des Fotorealismus und der 3D-Styles. Eine seiner Spezialitäten sind seine Style-Plastiken.

Dane: Berliner Oldschoolwriter, seit 1988 aktiv.

Dare: Writer aus Basel (CH), seit 1986 aktiv. Mitglied der Crews TWS, RPM und ABC.

DAS Efx: MC-Duo aus New York-Brooklyn (USA). Mitglieder: Skoob (Willie Hines) und Dray(z) (Andre Weston). Wurden bei einem Contest im Jahre 1989 von EPMD entdeckt. 1992 landeten sie einen Hit mit "They Want EFX" und ihrem Debut-Album "Dead Serious" (East West Records). 1993 veröffentlichten sie ihr "Straight Up Sewacide"-Album und trennten sich von EPMD, die bis dato ihre Produzenten waren. 1995 erschien ihr Album "Hold It Down", mit der Auskopplung "No Digidi".

DAT (Digital Audio Tape): Magnetband-Speichermedium, das Musik digital speichert. Wird von Musikern gerne bei Auftritten zum Abspielen ihrer Instrumentals verwendet. Wird heute oft Anstelle der alten analogen Masterbänder benutzt.

Daze: Writer aus New York, der seit 1978 aktiv ist.

DDR: Siehe Die Deutsche Reimachse.

Dead Presidents: Synonym für Geld. Entstand aus der Tatsache, daß auf den Dollar-Noten die Köpfe der (verstorbenen) Prasidenten abgebildet sind.

Death Row Records: Plattenlabel aus Los Angeles, Kalifornien (USA). 1992 gegründet von Dr. Dre und Suge Knight. Erste Veröffentlichung "The Chronic" von Dr. Dre, die sich über drei Millionen mal verkaufte. Mitte der 90er Jahre galt Death Row als das erfolgreicheste Label der USA. Sein Gangster-Image wurde dem Label zum Verhängnis, denn nachdem Tupac und Notorious B.I.G. in den Jahren 96 und 97 ermordet wurden, wendete sich das Blatt. Dr. Dre verließ das Label und gründete "Aftermath Entertainment", Snoop Doggy Dog brachte noch eine LP bei Death Row auf den Markt und verabschiedete sich ebenfalls. Death Row existiert noch heute, wenngleich auch mit weniger Erfolg.

Decks: Begriff aus dem DJing, auch Turntables genannt, Synonym für Plattenspieler.

Dedication: (engl.: Widmung) Bezeichnung für eine Widmung. Im Graffiti häufig neben oder unter einem Piece zu finden. Im Musik-Bereich auf Plattencovern oder als Text im Lied.

Def: (Slang) abgeleitet von "death", sinngemäß "geil" oder "sehr gut".

Def American Records: USAmerikanische Label, gegründet 1988 von Rick Rubin (ex-Def Jam Records). Ist bekannt geworden durch Interpreten wie den Geto Boys, Sir Mix-A-Lot, Slayer und den Red Hot Chilli Peppers. Rubin gilt als einer der schärfsten Zensur-Gegner Amerikas. Seit 1993 firmiert DAR unter dem Namen American Records.

Def Jam (SONY/CBS): Legendäres Hiphop-Label aus den USA. 1984 gegründet von Russel Simmons und Rick Rubin. Erste Veröffentlichungen auf Def Jam "I Need A Beat" von LL Cool J und "Rock Hard" von den Beastie Boys. Def Jam's Vertragspartnerliste liest sich wie die Top-Ten der 80er Hiphop-Interpreten. Zu ihnen gehören unter anderem Public Enemy, Beastie Boys, Run DMC, Original Concept, 3rd Bass, LL Cool J und Slick Rick. Der Film "Krush Groove" dokumentiert die Gründerjahre der Firma. Trotz der Trennung von Rick Rubin ist Def Jam heute noch aktiv.

Def Squad: Vereinigung von Eric Sermon, Keith Murrey und Redman. 1998 erschien die gemeinsame LP mit dem Namen "EI Nino" auf Def Jam.

Dekontaminol: Reinigungsmittel für Graffiti-Entfernung.

Del Tha Funky Homosapien: (Teren Delvon Jones), Cousin von Ice Cube und Mitglied bei den Hieroglyphics. Bekannt wurde er vor allem durch die 12" "Misdoblina" (1991) von der LP "I Wish My Brother George Was Here" (1991 auf Electra). 1994 erschien die EP "No Need For Alarm".

De La Soul: HipHop-Musikgruppe aus Amityville, New York (USA). Mitglieder: Posdnous (Kelvin Mercer), Mase (Vincent L. Mason Jr.) und Trugoy the Dove (David Jude Joliceur). 1989 veröffentlichten sie ihre von Prince Paul produzierte Debut-LP "3 Feet High And Rising" (Tommy Boy). De La Soul galten zu diesem Zeitpunkt als die Wegbereiter des modernen Hiphop. 1991 brachten sie dann ihr Konzeptalbum "De La Soul Is Dead" auf den Markt. 1993 folgte die LP "Buhloone Mindstate" und 1996 die vierte LP-Veröffentlichung "Stakes Is High". Zu ihrem Umfeld gehören Gruppen wie z.B. A Tribe Called Quest und die Jungle Brothers.

Delinquent Habits: HipHop-Gruppe aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Mitglieder: O.G. Style, Kemo und Ives. Hit-Single "Tres Delinquentes (1996 auf Loud/RCA Records), daraufhin erschien das Debutalbum "Delinquent Habits" (1996). 1997 veröffentlichten sie die LP "Here Come The Horns" (1997), auf der sie unter anderem von Mellow Man Ace und Sen Dog von Cypress Hill unterstützt wurden. Auffällig sind die von ihnen verwendeten Latein-Amerikanischen Sounds und Samples.

Delta: Writer aus Amsterdam. Seit 1983 aktiv, auch unter dem Namen "Mess" bekannt. Weltweit berühmt geworden durch seine 3D-Styles, die er auch plastisch umsetzt. Gilt als einer der stylegeistigen Väter von Daim, Hesh und anderen.

Demo: Siehe Demotape.

Demotape: Bezeichnung für eine zu Promotion-Zwecken produzierten Audio-Kassette.

Depot: Begriff aus dem Writing. Meint den Abstellbahnhof von Zügen.

Derek B.: Oldschool-Rapper aus Großbritannien. 1989 debutierte er mit seiner vielbeachteten LP "Bullets From A Gun".

Derezon: DJ und ehemaliger Writer aus Berlin, Mitbegründer der Funky Drummer Productions. Gilt als einer der einflußtreichsten DJ's Berlins. Arbeitete neben anderen Projekten mit den Hypadelics und Islamic Force zusammen.

Dero: Writer aus NewYork (USA), seit 1981 aktiv. Mitglied der Writercrews TFA, TC5, FC, NYC und IBM.

Designs: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für die Schmuckelemente eines Graffiti. Oft stehen auch bestimmte Desings für einen bestimmten Style.

Destroyen: wörtlich "Zerstören". Begriff aus dem Writing, meint die Zerstörung einer optischen Einheit (z.B. einer S-Bahn), wird als Kraftausdruck für aggressives Bombing verwendet.

DEZ: Writer aus New York, der seit den 70ern aktiv ist.

Diamond D.: (Joe Kirkland), HipHop-Produzent und MC aus der Bronx, NYC (USA). Mitglied der Diggin In The Crates Crew. 1993 veröffentlichte er seine erste LP "Stunts, Blunts And HipHop". Sein zweites Album "Hatred, Passion And Infedelity"erschien 1997. Hauptsächlich ist er bekannt als Produzent für Interpreten wie Rakim, Tha Alkoholics, Fugees, The Pharcyde, Brand Nubian, u.a.

Die Deutsche Reimachse: Name eines deutschen HipHop-Projektes aus dem Jahre 1993 zur Unterstützung der Deutschen Aidshilfe unter der Federführung von Rap Nation Records. Hier wirkten Gruppen wie Die Reimbanditen, Die Fantastischen Vier und Fresh Familee mit.

Digable Planets: HipHop-Band aus Washington D.C. (USA). Mitglieder: Doodlebug (Craig Irving), Butterfly (Ishmael Butler) und Ladybug (Mary Ann Vierra). Auf Pendulum Records erschien 1993 ihre erste Single "Rebirth Of Slick (Cool Like That)" und ihr Debutalbum "Reachin' (A New Refutation Of Time And Space)". Ihre Musik ist eine Verschmelzung von Hiphop und Jazz, oft benutzen sie Live-Instrumente. 1994 erschienen ihre zweite LP "Blowout Comb".

Diggin' In The Crates: Projekt von Diamond D., Fat Joe, Show & AG und OC.

Digital Underground: HipHop-Gruppe aus Oakland, Kalifornien (USA). Mitglieder: Shock G (Gregory E. Jacobs), Humpty Hump (Gregory E. Jacobs), Chopmaster J., (Jimi Dight), DJ Fuze (David Elliot), Schmoovy Schmoov (Earl Cook), Money B (Ron Brooks), Dirty-Red (Michael Boston) und Tupac (Tupac Amaru Shakur). Zusammen mit Chopmaster J. gründete Shock G. 1987 Digital Underground, zu zweit veröffentlichten sie die Single "Underwater Rhymes". Noch bevor die Gruppe 1989 bei Tommy Boy Records einen Plattenvertrag unterschrieb, kamen die restlichen Mitglieder hinzu. Dank der legendären Single "Humpty Dance" (Platz 11 der Popcharts) verkaufte sich ihr Debutalbum "Sex Packets" sehr gut. Shock G. Gilt als einer der Initiatoren des G-Funk. 1991 erschien "This Is An EP Release", gefolgt von der zweiten LP "Sons Of The P". 1993 veröffentlichten sie das Album "Body Hat Syndrome", dann "FutureRhythm"(1996) und "Who Got The Gravy?"(1998). Beide erschienen auf Critique/Radical Records.

Ding Dong: Begriff aus dem Writing; Bezeichnung für eine Baureihe der New Yorker Subway, die wegen ihrer Klingel so genannt wird. Diese Züge sind leicht zu buffen und werden daher in der Regel nur mit Tags und Throw Ups besprüht.

Disco Three: Siehe Fatboys.

Disposable Heroes Of Hiphoprisy: HipHop-Gruppe aus San Francisco, Kalifornien (USA). Siehe Franti, Michael.

Dissen: (Abgeleitet von disrespect) Slang-Ausdruck für das Nicht-Respektieren, Angreifen oder Schlechtmachen eines anderen Menschen.

DJ: Abk. für Discjockey. Englischen Bezeichnung für "Plattenaufleger". Im Hiphop durch verschieden Techniken wie z.B. das Scratchen und Cutten weiterentwickelt und gleichwertig zu anderen Musikern (MC's etc.) zu sehen.

DJAX/ DJAX UP Records: Niederländische Plattenfirma, gegründet von Saskia "Ms. Djax" Slegers. Mit der LP "No Energies" von 24K brachte sie die erste Rap-Veröffentlichung der Niederlande auf den Markt. Es folgte das Album "Mind Over Matter"der Dope Posse, einer elfköpfigen, in englischer Sprache rappenden Gruppe aus Hollands Süden. DTF,einer der Mitglieder der Dope Posse brachte auf DJAX auch eine Solo-LP heraus, die von Dope Posse DJ Oh Jay produziert wurde und diverse Mitglieder der Stammgruppe featurte. Die LP "Hard To Handle" des Rappers KAY-LC wurde der nächste Erfolg des Labels. Im April des Jahres 1992 organisierte Saskia Slegers die Veröffentlichung einer weiteren LP der Gruppe 24K. Sie nahm auch die Osdorp-Posse (Def P und DJ Seda) unter Vertrag. Seit Mitte der Neunziger ist DJAX vor allem für Produktionen im House/Techno-Bereich bekannt.

DJ-Bags: Spezielle Taschen für den Transport von Schallplatten.

DJ Evil Dee: (Eward Dewgarde) HipHop DJ und Produzent aus Brooklyn, New York (USA). Früher Mitglied der Gruppe Black Moon. Heute ein Produzent aus dem Team der Beatminerz. Gehört zur Boot Camp Clik und produzierte Tracks für die Originoo Gunn Clappaz, Smif-N-Wessun etc.

DJ Double R: Pseudonym von Rick Rubin, der als DJ in den frühen 80er Jahren mit den Beastie Boys zusammenarbeitete.

DJ Honda: Produzent und DJ aus Hokaido, Japan. Wurde Zweiter bei dem "DJ-Battle for the World Supremecy" 1992. 1996 veröffentlichte er sein Debutalbum "DJ Honda" (Relativity Records) auf dem HipHop Stars wie Gang Starr, Beatnuts, Common, Grand Puba, Biz Markie und viele andere mitwirkten. Lebt heute in New York und ist auf vielen Parties und Hiphop-Veranstaltungen (zum Beispiel auf ITF DJ Battles als Juror) präsent. 1998 entstand die zweite LP "H II" auf der MC's wie Keith Murray, Rawcotiks, Beatnuts, Fat Lip von Pharcyde, Mos Def und andere vertreten sind.

DJing: Siehe DJ.

DJ Jezzy Jeff & The Fresh Prince: (Jeff Towens & Will Smith) Rap-Gruppe aus Philadelphia, Pennsylvania (USA). 1986 veröffentlichten sie die Single "Girls in The World Are Nothing But Trouble" (mit dem Sample der Titelmelodie der Fernsehserie "Bezaubernde Jeanie"). Es folgten die Alben "Rock The House" (1987) und "He's The DJ-I'm The Rapper (1988)", das den Top 20 Hit "Parents just don't Understand" enthielt. DJ Jeazzy Jeff gilt als Inovateur der "Transform"-Technik. Weitere LP's "And In This Corner ... " (1989), "Homebase" (1990) und "Code Red" (1993). Für ihre Hitsingle "Summertime" erhielten sie 1991 einen Grammy in der Kategorie "Best Rap Performance By A Duo Or Group". 1990 begann die Schauspielkarriere von Will Smith mit der Hauptrolle in "Fresh Prince Of Bel Air". Unvergessen auch sein Auftritt in "Men In Black" und "Public Enemy". Angeblich möchte Smith für den Präsidenten-Posten der USA kandidieren.

DJ Krush: HipHop-DJ und Produzent aus Tokio (Japan). Gründete 1987 die Krush Posse. Bekannt durch seine Live-Auftritte gemeinsam mit Live-Musikern. Noch bevor Krush 1994 sein Debutalburn (auf Sony Music/Japan) veröffentlichte, löste sich die Krush Posse auf und Krush lernte Guru und DJ Premier von Gangstarr kennen. Guru reimte auch auf einigen Stücken seiner LP. Er wechselte 1994 zu Mo Wax wo er noch im selben Jahr seine zweite LP "Strictly Turntabelized" veröffentlichte. Zwei Jahre später erschien die LP "Meiso" (Mo Wax). 1997 kam die vierte LP "Milight" heraus, die dem TripHop zuzurechnen ist.

DJ-Kultur: Siehe DJ.

DJ Mark The 45 King: (Mark James) DJ und Produzent aus New York City (USA). Mitte der 80er Jahre produzierte er Hits für Chill Rob G und andere. Ist Mitglied und Chef-Produzent der Flavor Unit. Verwirklichte seit 1990 auch eigene LP-Projekte, so z.B. die LP "45 Kingdom" (Tuff City Records), die fast nur Instrumentals enthält und unter DJ's und bei Freestyle-Sessions sehr beliebt war. 1991 veröffentlichte er "900-Number", seinen bisher größten Hit. Bekannt sind auch seine zahlreichen "The Lost Breakbeats"-Veröffentlichungen.

DJ Mirko: DJ aus Deutschland, arbeitet eng mit Spax zusammen.

DJ Muggs: (Lawrence Muggerud), DJ und Produzent aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Bekannt duch seine Kreation des Cypress Hill Sounds. Neben seinem überaus erfolgreichen Engagement für seine Partner Sen Dog und B-Real, war er als Produzent für verschiedene andere Gruppen wie zum Beispiel Funkdoobiest und House Of Pain tätig. 1997 veröffentlichte er das Album "DJ Muggs Presents: The Soul Assasins" (Ruffhouse/Columbia Records) auf dem Interpreten wie z.B. KRS One, Wycleff Jean ( Fugees), Goodie Mob, Mobb Deep, Dr. Dre u.a. vertreten sind.

DJ Renegade: (Winston Small) DJ und Produzent aus Tottenham, London (GB). Besonders in Europa bekannter DJ. In seinem Homestudio produzierte er in den 90er Jahren die Urban Species und andere Londoner Acts. Produziert auch Remixe für R'n'B-Musiker.

DJ Shadow: (Josh Davis) DJ und Produzent aus Hayward, Kalifornien (USA). Begann schon zu High School-Zeiten, erste Beats zu produzieren. Wie jeder DJ brachte er Mixtapes heraus (z.B. "Reconstructed From The Ground Up"). Gilt als einer der Pioniere des experimentellen und instrumentalen HipHop (später TripHop genannt). 1993 veröffentlichte er sein erstes eigenes Stück "Entropy", es folgten Singles wie "In/Flux" sowie "Lost An Found (S.F.L.)" und 1995 die EP "What Does Your Soul Look Like", alle auf Mo'Wax erschienen. Shadow produzierte auch für DJ Krush und Dr. Octagon, seine Debut LP "Endtroducing" erschien 1996. 1998 folgte "Premeptive Strike", eine Zusammenfassung seiner frühen Singles.

DJ Tomekk: Radio und Mixtape-DJ aus Berlin. Veröffentlichte seine erste 7" 1991 unter dem Namen "MC Mis One". Seit Mitte der Neunziger konzentrierte er sich unter seinem jetzigen Namen auf das Djing und arbeitete als Radio DJ und Moderator des Berliner Club-und Dance Musiksenders Kiss 99 FM. Sein wohl größter Erfolg war der 1999 erschienene Track "One Two Three - Rhymes Galore", auf der er gemeinsam mit Flavor Flav, Grandmaster Flash, Afrob und MC René zu hören ist.

DJ-Tools: (DJ-Werkzeuge) sind Soundeffekte, Samples, Instrumentals etc. auf Platten, die dem DJ ermöglichen, zu scratchen, zu mixen, zu cutten und andere Effekte zu erzeugen.

D-Nice: (Derrick Jones), MC aus der Bronx, New York (USA). Jugendfreund von KRS One und Scott La Rock. Mitglied der BDP Crew. Wirkte er an den Alben "Ghetto Musik: The Blueprint of HipHop", "By All Means Necessary" und "Edutainment" mit. 1991 verließ er die Gruppe. 1992 veröffentlichte D-Nice sein erstes Soloalbum "To Da Rescue".

D.O.C.: (Trey Curry), Rapper aus Houston, Texas (USA). Bekannt durch den von Dr. Dre produzierten Hiphop-Klassiker "No One Can Do It Better" (1989 auf Ruthless Records erschienen). Entdeckt wurde er von Eazy E., als er in Dallas mit seiner damaligen Gruppe der Fila Fresh Crew als Vorband auftrat. Durch eine Autounfall bedingt, beschränkt er sich heute auf das Texten. Gerüchten zufolge schrieb er die Texte zu Dr. Dre's Debut-Album "The Chronic". 1996 erschien sein zweites Album "Helter Skelter" (auf Giant Rec.).

Dolby: Ein in A, B, C und Surround untergliederter Markenname, für ein spezielles System zur Geräuschunterdrückung bei der Aufnahme und Wiedergabe akustischer Signale von Ton- und Bildträgern. Dieses System wurde nach dem Erfinder, dem Physiker Ray Dolby benannt.

Dondi: Writer aus New York (USA). Seit 1973 aktiv. 1998 nach langer Krankheit verstorben. Weltweit bekannt durch hunderte von Whole Cars und Trainbombings. Seit 1980 sind seine Werke in diversen Ausstellungen zu sehen.

Doo Wopp: Harmonischen Gesangsstil, der auf drei bis fünf Sänger mit geringfügiger instrumentaler Begleitung basiert. Entstand Mitte der 50er Jahre. Ein bekanntes Doo Wopp-Label ist das 1956 von Paul Winley gegründete Winley Recordings-Label.

Dope: (engl.:Rauschgift) Bezeichnung für Drogen, aber auch Synonym für "Fett".

Dope Beats: Black Music Radiosendung auf MDR Sputnik, moderiert von Norbert Rudnitzky und Oliver Kehnen, existiert seit 1992.

Doppel-Wholecar: Siehe Married Couple.

Dose: Begriff aus dem Writing für eine Sprühdose.

Dosenspuk: Graffiti-Magazin aus Hamburg, das in der ersten Hälfte der 90er erschien.

Do The Right Thing: Spielfilm von Spike Lee.

Doug E. Fresh: (Douglas Davis and the Get Fresh Crew) MC aus New York City (USA). 1984 entstanden die Stücke "The Original Human Beatbox" (erschienen auf Vintertainment Records) und "Just Having Fun" (Enjoy Records). 1985 veröffentlichte er die Single "The Show/LaDiDaDi"(Reality Records). MC Ricky D (später bekannt als Slick Rick) aus der Bronx stellte sich auf dieser Aufnahme der Öffentlichkeit vor. Die Platte wurde mit Gold ausgezeichnet und ist ein HipHop-Klassiker. Mit der Hilfe seiner Get Fresh Crew wozu die DJ's Chill Will und Barry Bee gehörten, nahm er sein Debutalbum "Oh My God" (1986, Reality Records) auf und 1988 "The World's Greatest Entertainer". 1989 verließ er das Label. Er beteiligte sich an der "Stop The Violence"-Bewegung und half bei der Organisation der "Stop the Racism Rally" in Harlem. 1993 wechselte er zu Gee Street Records und veröffentlichte dort die Single "I-Ight".

"Down" sein mit jemandem: heißt soviel wie zu sympathisieren oder gemeinsam abzuhängen.

"Down by Law": In einer Sache sehr begabt sein, schon lange dabei sein.

Down Rocks: Begriff aus dem B-Boying, Bezeichnung für bestimmte Moves. In diesem Fall sind Schritte am Boden gemeint. Normalerweise werden Downrocks mit Freezes und Hesitations kombiniert und bilden die Grundlage für weitere Moves.

Down Town Lyrics: HipHop-Gruppe aus Ost-Berlin. Mitglieder: MC Sluck, (MCT, Crazy T, Poise, Waffel), G.I. Tronic, Phite B, Rebel X.. Die Gruppe gehörte zu den Pionieren der HipHop-Bewegung in der ehem. DDR und war der Vorgänger von A Real Dope Thing.

Do Ya-Posse: Aufgrund verschiedener rassistischer Übergriffe in Chemnitz gründeten 1992 einige Leute aus dem HipHop-Umfeld eine anti-rassistische Gruppe, deren erste Aktion der Boykottaufruf gegen eine bestimmte Diskothek war. Aufgrund der Herkunft der Gründer und deren Unterstützer aus der HipHop-Kultur, wurde bald eine HipHop-Posse daraus. Es wurden Parties, Jams und Workshops veranstaltet, die die Do Ya-Posse bald auch überregional bekannt machten. Die Posse wurde Ende 1992 aufgelöst.

DPC: Da Problem Children. Leipziger Old School Writercrew um Cooky und Niko Schirmer, die schon in den 80ern aktiv war.

Dream Warriors: HipHop-Gruppe aus Toronto (USA). . Mitbegründer der Beatfactory, einer Förderungsgemeinschaft für HipHop in Kanada. Mitglieder: King Lou, Capital Q, Luv, Spek, der die Gruppe inzwischen wieder verlassen hat. King Lou und Capital Q fanden sich aufgrund ähnlicher Ansichten und ihres großen Interesses an B-Boying und Writing schon Mitte der 80er Jahre zusammen und begannen gelegentlich gemeinsam zu rappen. Erste Veröffentlichung "Face In The Basin", die in den späten 80ern auf einem US-amerikanischen Label erschien. Wechsel zu Island Records, 1991 veröffentlichte sie das sehr stark Jazz-und Funk beeinflußte Album "And Now The Legacy Begins". Mit Sinhead O'Connor auf Tour und waren somit die ersten kanadischen Hiphopper, die die Möglichkeit hatten, auf eine Welttournee zu gehen. Weitere Alben: "Subliminal Simulation" und "The Master Plan", die 1994 und 1996 auf EMI, RCA Canada veröffentlicht wurden.

Dr. Dre: 1. (Andre Young), HipHop-Produzent und Rapper aus Compton, Kalifornien. Schon Anfang der Achtziger in Compton und South Central-L.A. bekannter und geschätzter DJ, der für große Clubs und im Radio auflegte. 1984-85 war er Mitglied der World Class Wrecking Cru. 1986 wurde Dr. Dre Mitglied bei N.W.A., welche noch im selben Jahr als Vorband für Salt'n'Peppa auftrat. In den folgenden Jahren produzierte er nicht nur für N.W.A. sondern auch Soloalben für Eazy E., Michel Le und J.J. Fad. 1990 produzierte er den Titelsong zum "We Are All In The Same Gang"-Sampler, dem fast alle damals aktuellen Rapstars der Westküste beiwohnten. Nachdem Dre das 1991 auf Ruthless Records erschienene letzte N.W.A.-Album "Niggaz4Life" produziert hatte, welches auf Platz 1 der Billboard Album Charts landete, verließ er N.W.A. und Ruthless Records. Gründung des Labels "Death Row Records" und erste Soloveröffentlichung 1992 mit "The Chronic" (über 3 Millionen mal verkauft), für die Single "Let Me Ride" erhielt er 1993 einen Grammy. Seinen neuen Sound nannte er selbst G-Funk, welcher schnell an großer Popularität gewann. Noch im selben Jahr (1992) komponierte er das Lied zum Kinofilm "Deep Cover", wobei er auch den Neuling Snoop Doggy Dogg vorstellte. 1995 produzierte er die Musik und einige der Raps für die 2Pac Hitsingle "California Love". 1995 veröffentlichte er die Single "Keep Their Heads Ringin'" für den Soundtrack zum Film "Friday". 1996 heiratete er und verließ das Death Row Label, um seine eigene Firma, Aftermath Entertainment zu gründen. 1996 auf dem neuen Label erschien dann "Dr. Dre Presents... The Aftermath". 1997 erschien auf seinem Label das Album von der Firm-Clique "The Firm", das er zu großen Teilen mitgestaltete. 1998 wurde die Auflösung des Labels bekanntgegeben. In seiner langen Produzentenkarriere hat Dr. Dre eine Vielzahl von Künstlern, wie zum Beispiel Snoop Doggy Dogg, Michelle Le, den D.O.C., Above The Law und viele andere Akteure entdeckt und aufgebaut oder ihnen zu Ruhm verholfen.

2. (Andre Brown) HipHop-DJ aus NY (USA). Anfang der 80er Mitglied der Gruppe "Original Concept", eher bekannt durch seine Tätigkeit als VJ bei YO! MTV Raps und seine wöchentliche Radioshow auf Hot 97 FM in New York City.

Drei-D's: Begriff aus dem Writing; Siehe 3-D's.

Drei D-Blocks: Siehe 3-D-Letterstyle.

Drive By: Oder Drive By Shooting. Dies ist eine spezielle Form des Mordes unter Gangs, bei der aus einem vorbeifahrenden Auto auf das Opfer geschossen wird.

Drips: (engl.: "Tropfen") Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für heruntergelaufene Farbe. Drips entstehen, wenn man mit der Sprühdose zu langsam arbeitet und somit zu viel Farbe auf denselben Punkt gelangt. Drips können auch durch Regen, ungeeignete Oberflächen oder zu dünne Farbe entstehen. Erfahrene Writer benutzen Drips aber auch als Designs. Der erste Writer, der dies tat, war der New Yorker Writer Phase 2.

Dr. Octagon: HipHop-Musik-Projekt aus den USA. Mitglieder: Kool Keith (Keith Thornton), Automator (Dan Nakamura), Q-Bert, DJ Shadow (J.Davis). 1995 veröffentlichten sie den ClubHit "Earth People". 1996 erschien Album "Dr. Octagon", vorerst nur auf Bulk Recordings, einem Label aus San Francisco. Besonders in Europa war der Erfolg von Dr. Octagon überwältigend, vor allem weil nicht nur HipHop-Fans sondern auch Hörer von Trip Hop, House und gänzlich anderer Musik die Platte kauften. Noch im selben Jahr wurde die Scheibe auf dem englischen Label Mo'Wax für den europäischen Markt nochmals aufgelegt. Auf demselben Label erschienen auch die "Instrumentalist (Octagon Beats)" sowie alle weiteren Singles mit ihren zahlreichen Remixes, von denen der von Prince Paul produzierte Mix von "Blue Flowers" ein nochmaliger Hit wurde.

Drum'n'Bass: Musikalisches Genre. Drum 'n' Bass entstand als Produkt der englischen Rave-Szene der ausgehenden Achtziger. Die Haupteinflüsse nimmt die Musik jedoch aus dem HipHop und Reggae. Hauptstadt und Hauptentstehungsort von Drum'n' Bass ist London. Als konkrete Geburtsorte werden oft die Londoner Clubs Rage und Blue Note genannt. Ursprünglich wurde dieser Stil "Jungle" genannt und war stark vo Raggae beeinflußt. Labels dieses Genres sind z.B. Metalheadz (Goldie), Gyration, Smokin Drums, Don-Q, Typhoon Tunes und Case Invaders. In jeder europäischen Metropole hat sich schon eine eigene Szene, mit eigenen, ausgeprägten Stilmerkmalen, Veranstaltungsorten, Akteuren und Medien gebildet. Nennenswerte Acts sind Prodigy (Crossover zu Punk), DJ Hype, DJ SS, DJ Kabuli, Rebel MC (Congo Natty), FM Science, Goldie und die Precision Crew. Oft begleiten MC's live die Drum'n'Bass Beats.

Dub: Von King Tubby und Lee Scratch Perry ins Leben gerufene Musikrichtung, ursprünglich ein besonderer Reggae-Stil. Hierbei werden Klänge mit Echos und Hall unterlegt. Dub fand Einfluss in fast alle gängige Musikrichtungen, wie z.B. Hiphop, Ragga, House, Techno, Electro, Big Beat, Drum'n'Bass und Pop.

Duck Squad: Posse aus Österreich, die regelmäßig Jams und diverse andere HipHop-Projekte organisiert.

Dudge: Trainbomber aus Stockholm, der seit 1986 aktiv ist und der Writercrew VIM angehört.

Dunkey Rope: (engl.: "Eselskette") scherzhafte Bezeichnung für eine Rapperkette.

Dupli Color: Farbsprühdosenmarke, die auch spezielle Produkte für Writer hertellt, z.B. werden zu diesen Dosen besondere Caps mitgeliefert.

Dupri, Jermaine: (Jermaine Dupri Maulden): Produzent aus Atlanta (USA). Sohn eines Managers im Musikgeschäft (Michael Maulden ist Vize President von Columbia Records), Als Jermaine zarte 14 war, produzierte er zusammen mit Joe "The Butcher" Nicolo (später Mitbegründer von Ruffhouse/Columbia Records) das Mädchentrio "Silk Tymes Leather". Verkaufte Mixtapes, die den Namen So So Def trugen. Seinen ersten großen kom- merziellen Erfolg hatte Dupri als er im Alter von 18 Jahren (1992) Mack Daddy und Daddy Mack (Kriss Kross) zu Joe Nicolo brachte. Dupri machte sie zu Stars und das vollständig von ihm produzierte Album "Totally Crossed Out" ver- kaufte sich mehr als 7 Millionen Mal. Sein Vater, mit dem er immer noch eng zusammenarbeitet, wurde Manager fast aller Künstler die Jer- maine produzierte. Heute sind darunter Interpreten wie z.B. Da Brat, MC Lyte und die R&B Gruppe Xscape, die auch die erste Band auf seinem 1993 gegründeten Label So So Def Records ist. Er produzierte unter anderem für Künstler wie TLC, Notorious B.I.G., Lost Boys und Mariah Carey.

E - von East Side Galerie bis Exponential Enjoyment :

East Side Galerie: Ein 1,3 Km langer Teil der Berliner Mauer zwischen Kreuzberg und Friedrichshain, der 1990 von Künstlern gestaltet wurde, bekam den Namen East Side Galerie. Die East Side Galerie wurde unter Denkmalschutz gestellt und ist somit einer der letzten noch existierenden Mauerteile. Auf der Rückseite siedelte sich eine Wagenburg an, die aber später von der Stadt aufgelöst wurde. Außerdem entstand hier 1991 eine der größten Halls Of Fame in Berlin. Hierher kamen Writer aus aller Welt, Amok malte hier seine letzten Bilder. Heute wird das Malen auf der Fläche kriminalisiert.

Eastwood Rockers: Breakdance-Crew aus Liverpool (GB).

Easy Business: HipHop-Gruppe aus Hamburg (D). Besteht seit 1988. Mitglieder: Eric A., King Zombee, Doug ED und DJ Vau Bee. Gerappt wird in englischer Sprache. Deutschsprachige Stücke, wie zum Beispiel "80 Millionen Hooligans" mit den Goldenen Zitronen, waren eher die Ausnahme. 1992 erschien von Easy Business die EP "A Safari So Called ...!" und 1994 die erste LP von ihnen "Enzyclopedia", auf Container Records.

E.B.C.: Siehe Electric Beat Crew.

Edding: Name einer bestimmten Sorte wasserfester Marker, die bei deutschen Writern besonders bekannt und beliebt sind.

Eggbeaters: Bezeichnung aus dem Breakdance. Für Windmills mit den Händen am Geschlechtsteil.

EGU: Abkürzung für European Graffiti Union.

Eins Zwo: Siehe Hiphop.de/Musik/Bands/EinsZwo

Eikerman, Kai: B-Boy aus Berlin (D). Ist seit Anfang der 80er Jahre aktiv. Gehört zu ältesten Breakdance-Aktivisten Berlins. Hatte stets Einfluß auf die Berliner B-Boy-Bewegung. Er unterstützte Gruppen wie Tod Durch Breakdance (TDB) und wirkte auch bei Theater- und Varieté-Aufführungen mit.

Elbowglide: Begriff aus dem Breakdance. Der Tänzer vollführt hier im Grunde dieselben Bewegungen wie beim Handspin, jedoch wird die Drehung auf dem Ellenbogen ausgeführt, die Hand ruht dabei auf dem Bauch.

Elbowspin: Begriff aus dem Breakdance. Für eine Drehung auf dem Ellenbogen.

Elektra: Ist seit 1970 eine Tochtergesellschaft der WEA, die wiederum eine Tochter des Warner Konzerns ist. Elektra gibt es schon seit 1950. Gründer der New Yorker Firma war Jac Holzman. Drei Jahre nach der Eingliederung bei Warner wurde Elektra mit Asylum zusammengelegt.

Electric Beat Crew: HipHop-Gruppe aus Berlin (D). Sie gründeten sich bereits im November des Jahres 1987. Mitglieder: Marco Birkner und Olaf Kretschmann..Sie hatten neben vielen Shows in Jugendklubs in und um Berlin auch einige Fernsehauftritte und einen Gig im Friedrichsstadtpalast Berlin. Sie waren die Ersten, die im Jugendprogramm Elf99, des Fernsehens der DDR in deutscher Sprache rappten und die einzigen HipHopper, die 1989 auf der staatlichen Plattenfirma Amiga eine Single veröffentlichen konnten. Ihre LP "The Electric Beat Crew", wurde 1996 bei der wiedergegründeten Amiga neu verlegt. Mit der politischen Wende im Ostteil Deutschlands, rückte auch das Ende der Electric Beat Crew heran. In den späten 90ern erlebte die Gruppe jedoch ein kleines Revival. So waren sie zum Beispiel neben MC Gauner, K-Reim, KHS und einigen anderen Gruppen aus dem Osten Deutschlands auf dem Sampler "Beastside" vertreten.

Electric Boogie: Um 1972 in Fresno, Kalifornien entstandene Tanzrichtung, die sich unabhängig vom B-Boying in New York City entwickelte. Auch das Locking entstand in Californien. Siehe Popping, Locking, B-Boying und Breakdance.

Electro: Bestimmte Art des HipHop, der typisch für seinen speziellen, futuristischen Sound ist. Afrika Bambaata war mit dem Stück "Planet Rock" (1982) einer der Begründer des Electro-Sounds. Den wohl wichtigsten Einfluß hatte die Gruppe Kraftwerk aus Düsseldorf. Weitere Einflüsse lagen in der Funk-, Jazz-, Soul- und Pop-Musik. Electro wurde später der typische HipHop-Sound der Westcoast. Der Arabian Prince, der Egyptian Lover, Dr. Dre und die World Class Wrecking Crew zählten zu den bedeutendsten Repräsentanten. Electro ist eine bevorzugte Musikrichtung der B-Boys. Dieser Musikstil, der eigentlich ein Sub-Genre des HipHop ist, wurde in den 90ern von den Machern elektronischer Tanz-Musik "entdeckt" und als Instrumental-Musik wieder in die Clubs gebracht.

End To End: Begriff aus dem Writing für einen Zugwaggon, der über die gesamte Länge (unter den Fenstern) besprüht ist. Eine andere Bezeichnung für einen End-to-End ist Window-Down-Wholecar.

End 2: Writerin und MC aus München (D). In den 80ern zog sie von Paris nach München wo sie seit 1985 aktiv ist und damit zur ersten HipHopGeneration in Deutschland zählt. Sie ist auf dem "Krauts With Attitude"Sampler mit einem Song vertreten.

Enemy Squad: Breaker-Crew aus Ungarn. Haben sich auf den Battles Of The Year einen Namen gemacht hat.

Enterprise-Magazin: Name des ersten Berliner (D) Graffiti Magazins.

Entwurf: Siehe Sketch.

EP: Extended Play. Bezeichnung aus der Musikindustrie für eine 12" die normalerweise drei bis sechs Stücke beinhaltet, also noch nicht den Status einer LP hat. Zu den ersten HipHoppern, die eine EP veröffentlichten, gehörten zum Beispiel das NWA Mitglied Eazy E. und Chubb Rock.

Esher: Writer aus Berlin (D). Seit 1989 aktiv. Esher zählt zu den Styleleadern der New School, der nicht nur auf Berliner Writer Einfluß hat. Was Style und Quantität angeht setzte er Maßstäbe. Er ist unter anderem in der Writergruppe RCB Mitglied.

ESK: (East Side Kings, später auch ESC-East Side Crew) Writercrew aus Berlin (D). Wurde 1990 gegründet. Mitglieder sind: Look, Corint, Bome, Kaon, Disne. ESK machten sich besonders durch Bombings einen Namen.

Eska: MC aus Düsseldorf, debutierte auf dem "Düsseldorf lebt!"-Sampler und ist seit 1986 aktiv.

Event: Synonym für eine Veranstaltung.

Exponetial Enjoyment: HipHop Crew aus Deutschland. Mitglieder: Goldlover D., General G.G., Double A, Duke T, B.T.L. Die Gruppe war schon 1991 auf dem ersten deutschen HipHop Sampler "Krauts With Attitude" vertreten. Ihr Stück "Style Introduction" erschien bereits 1990 als Maxi. 1993 veröffentlichten sie ihr Album "Chop Or Quench". Exponential Enjoyments-Texte sind in englischer Sprache verfaßt. Ein Ableger der Gruppe in den 90ern war Weep Not Child. Ein ehemaliges Mitglied der Gruppe wurde Moderator beim Kölner Musiksender VIVA TV.

F - von FAB bis Funky Grossangriff :

F A B: (Freaks Association Bremen) HipHop Crew aus Bremen (D). Mitglieder: Immo, Ferris, Pee. Die laut und abgedreht wirkende Gruppe bahnte sich mit Songs wie "Freiheit" und "Disstraktion" ihren Weg in die Ohren der deutschen HipHop-Hörerschaft. Die "Freaks" LP erschien auf MZEE Records. Auf ihr hatten auch MC René und Spax Gastauftritte. Dann wechselten sie zu Epic und Community. Neben der Beteiligung an einigen Compilations wie dem "Breitseite" Sampler hatten sie bei einer Vielzahl von Live-Performances die Möglichkeit, reichlich Bühnenerfahrungen zu sammeln. Seit 1997 begannen die Mitglieder von F.A.B., getrennte Wege zu gehen.

Fading: Oder faden, ist ein Begriff aus dem Writing/DJing, der einen sanften Farbverlauf bezeichnet. Fadings sind besonders für Anfänger eine recht schwere Technik. Wenn der Begriff beim DJing benutzt wird, geht es um den Übergang von einem Musikstück in das Nächste.

Fake: (engl.: "unecht") Bezeichnung für Dinge im HipHop, die nicht echt, nicht real sondern aufgesetzt sind. Ein Fake-MC beispielsweise ist ein Rapper, der nicht zu HipHop steht.

Falco: Musiker aus Österreich (A). Ist 1998 verstorben. Er ist einer der ersten Musiker, der in deutscher Sprache rappte.

Fame: (engl.:Ruhm) Eines der Hauptziele der HipHop-Aktivisten ist es Fame zu erlangen und dadurch der Anonymität und Belanglosigkeit des alltäglichen Lebens zu entrinnen. Die Writer arbeiten hier am sichtbarsten an diesem Ziel, indem sie ihren Namen überall in der Stadt und darüber hinaus verbreiten. Wenn erst einmal genügend Fame erreicht wurde, kann man sich des Respekts der anderen sicher sein und so auch als "annerkanntes Mitglied der Gesellschaft" schneller neue Verbindungen zu anderen aufbauen. Ein weiterer Grund, sich aktiv im HipHop zu engagieren sind politische Gründe, weil man etwas ausdrücken möchte, weil man eine Message hat und man HipHop als geeignetes Medium betrachtet.

Fame-Bitch: Abfällige Bezeichnung für Frauen, die sich gern mit Bekanntheiten aus der HipHop-Szene schmücken.

Fanta 4: Siehe Fantastischen Vier, Die.

Fantastischen Vier, Die: HipHop-Gruppe aus Stuttgart. Dazu gehören: Thomas D. (Thomas Dürr), Smudo (Michael B. Schmidt), Andy Y. (Andreas Riecke) und Deejot Hausmarke (Michael Beck). Erster Track auf der 91er "Krauts With Attidude", dann die Maxi "Hausmeister Thomas D" (1991), die LP "Jetzt Gehts Ab!" (1991), die Maxis: "Mikrofonprofessor" (1991), "Frohes Fest" (1991), "Hausmeister Thomas D" (1992), "Die Da!?! " (1992), "Saft" (1992), "Vier Gewinnt" (1992), "Laß Die Sonne Rein" (1992), "Zu Geil Für Diese Welt" (1993), die LP "Die Vierte Dimension" (1993), "Tag Am Meer" (12"-1994), "Megavier" (LP1994), ein Track auf der Compilation "Hand In Hand" (1995), "Sie ist Weg" (12"-1995), "Lauschgift" (LP-1995), "Populär" (12"-1996), "Nur In Deinem Kopf" (12"-1996), "Live & Direkt" (Doppel LP 1996), "Sie Muß Raus"(12"-1996),"Picknicker" (12"-1997),"FantastischenVier Versus Sens Unik-Original" (12"-1997). Die Fantastischen Vier waren anerkanntermaßen diejenigen, die HipHop in deutscher Sprache marktfähig machten.

Fanzine: Bezeichnung für ein kleines, unabhängiges, meist mit einfachen Mitteln erstelltes Magazin. Zu den nennenswerten deutschen HipHopFanzines und Magazinen zählten und zählen Rap Nation, MZEE, das S.W.A.T. Inzine, MK ZWO (ehemals Mik's News/ Mik's X-Side News), Tribes Of Da Undaground, Boomy, Elements, Munich Production, In Full Effect, Backspin, Bounce, On The Run, Tuff Stuff, Storm, Backjumps, Overkill, 40below, Fame wie Sau, Outline und ATTF. Zu den größeren, über HipHop berichtenden Medien gehören die deutsche Version der HipHop Connection, BAD, jetzt Jazzthing, das Magazin Juice, die Spex und Visions.

Fatcap: 1. Sprühaufsatz, mit dem besonders breite Sprühstärken möglich sind. Oft werden Fatcaps so präpariert, daß der Strahl noch breiter wird. Der New Yorker Writer Super Cool soll der erste gewesen sein, der in den 70ern ein Fatcap benutzte. 2. Graffiti-Magazin. Aus Norwegen (N). Erschien 1989 zum ersten Mal als kleines achtseitiges Heft. Hatte den Anspruch, alle Bereiche des HipHop abzudecken. Heute hat das Heft eine Auflage von 3000 Stück und ist weltweit käuflich. Schwerpunkt ist Graffiti.

Fatlaces: Breite Schnürsenkel, die in Sportschuhen (sogenannten Sneakers) getragen werden.

FBI: (Fabulous Bomb Inability) Deutsch-Französiche Writercrew. Wurde1985 von den in Paris lebenden deutschen Writern Gawki und Gor gegründet. Weitere Mitglieder: Loomit, Bomber, Chintz, Shark, Cemnoz und Don-M-Zaza aus Deutschland, sowie aus Paris Skale und Croy 2. Mit ihren großformatigen und aufwendigen Bildern hatte FBI besonderen Einfluß auf die gesamte deutsche Writerszene.

FBP: (Fettes Brot Partei). Siehe Fettes Brot.

Fett: Titel einer deutschsprachigen HipHop-Fernsehsendung auf MTV Europe.

Fettes Brot: HipHop-Crew aus Hamburg (D). 1992 geründet. Mitglieder: Schiffmeister, Doc Renz, König Boris (B. Lauterbach, M. Schrader, B. Warns) Rabauke, "Super" Mario von Hacht. Schiffmeister war ursprünglich nur als Writer aktiv, spezialisierte sich dann jedoch auf die Musik. Zu den Mitbegründern der Formation zählte auch Tobi (Gubb), der schon mit Doc Renz bei den Poets of Peeze (ehemals Brotherhood) rappte und jetzt bei Fünf Sterne Deluxe mitwirkt. Mit den Poets of Peeze hatten Doc Renz und Tobi bereits einige Songs auf den Samplern "The Cook Monster" und "Soul Of The City" sowie eine Mini-LP namens "Eloquent Poetry". Ebenfalls mit einer Mini-LP, die sich "Mitschnaker" nannte, begannen Fettes Brot ihre musikalische Karriere. Das erste richtige Album von Fettes Brot "Auf einem Auge blöd", verkaufte sich bis zum Ende des Veröffentlichungsjahres 1995 über 30.000 Mal. Erster großer Medienerfolg war der Song "Nordisch by Nature", der unter Mitwirkung von Fischmob, Tobi & Bo und Eißfeldt von den Absolute Beginnaz entstand. Am 1. April 1996 erschien die Single "Jein" und bald darauf das Doppelalbum "Außen Top Hits, Innen Geschmack". 1997 offerierte ihnen der Radiosender Fritz (das Jugendprogramm des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg) die Möglichkeit, eine eigene wöchentliche, einstündige Radiosendung zu gestalten. Diese nannte sich "Forellentee" und wurde jeden Sonntag um 19.00 Uhr ausgestrahlt. Dem Video von ihrem Song "Lieblingslied" gelang 1998 der Sprung in die Rotationsschleifen der großen Musiksender MTV und VIVA. Fettes Brot sind Begründer der FBP (Fettes Brot Partei) und Sponsor des SUS Waldenau. Rabauke rief gemeinsam mit dem Hamburger Dendemann die Gruppe Eins Zwo ins Leben. Die Stücke wurden neu aufgenommen, in den New Yorker D&D Studios abgemischt und von YO MAMA Records als EP "Sport" veröffentlicht. Zudem beteiligte sich Dendemann an dem Song auf der B-Seite der Single "Viele Wege führen nach Rom". Für die Erarbeitung ihrer 98er Langspielplatte "Fettes Brot läßt grüßen", die am 5. Oktober 1998 erschien, zogen sie sich in ein Einfamilienhaus in dörflicher Umgebung zurück. Der Veröffentlichung folgte eine Tour durch den deutschsprachigen Teil Europas.

Fill In: Bezeichnung beim Writing für die Füllung der Buchstaben. Gemeint ist damit alles, was sich innerhalb der Outlines befindet.

Final Call: Sprachrohr der Nation Of Islam.

First Lines: Bezeichnung beim Writing für die ersten Linien, die als Skizze zur Orientierung vorgesprüht werden. Wenn die First Lines oder auch First Outlines fertig sind, wird mit den Fill Ins begonnen. Das Sprühen der First Lines wird oft auch nur als Vorspühen oder Vorziehen bezeichnet.

Fischmob: HipHop-Gruppe aus Hamburg. Mitglieder: Cosmic DJ (D. Sommer), Der Schreckliche Sven (Sven Mikolajewicz), DJ Koze (S. Kozalla), Stachy. Die Gruppe gründete sich im Juli 1993 als Parallelprojekt zu Cosmic DJ's und Sven's Band TBC-Attack. Unter diesem Namen veröffentlichten sie ein paar Kassetten. Der Schreckliche Sven, der sich ursprünglich Timebomb nannte und Cosmic DJ stammen aus Flensburg, zogen aber später nach Hamburg. Auch DJ Koze war schon vor der Gründung der Gruppe musikalisch aktiv. 1991 wurde er zum Vize-Meister der Meisterschaften des DMC (DJ Mix Club) und wirkte bei den Daily Opressors und Space Funk mit. Ein knappes Jahr nach der Fischob-Gründung erschien bei Plattenmeister die erste Maxi "Ey aller", der 1995 das Debut-Album "Männer können seine Gefühle nicht zeigen". Die Platte ging innerhalb des ersten Verkaufsjahres mehr als 10.000 Mal über die Ladentische und bis 1998 weitere 40000 Mal. Ende 1995 ging der Fischmob auf Tour quer durch Deutschland. Mit den Songs "Tut Mir Leid" und "Bonanzarad" gelang ihnen sogar der Sprung auf die Rotationsschienen einiger Radiosender. Zusammen mit der Punk-Band No Not Now veröffentlichten sie eine Split-Single, die gegenseitige Coverversionen enthielt. Mitgewirkt haben sie außerdem am Fettes Brot-Hit "Nordisch by Nature". DJ Koze veröffentlichte 1996 als Adolf Noise eine EP. Auch Der Schreckliche Sven ging zwischenzeitlich seinen eigenen Weg und brachte eine Trip Hop-LP mit dem Titel "Gleiche Höhe ist kein Abseits" heraus. Gelegentlich war Fischmob als Vorprogramm der Ärzte zu sehen. 1998 traten sie nach Abschluß eines Joint Ventures mit Alternation/Intercord, wobei Plattenmeister das für sie zuständige Label blieb, aus der Dunkelheit hervor. Eine Vielzahl von Maxis und die LP "Power" wurden auf den Markt gebracht. Der erfolgreichste Song dieses Longplayers war "Susanne zur Freiheit", der unter Mitwirkung der Stieber Twins, Smudo und Hausmarke von den Fantastischen Vier, Dendemann von Eins Zwo und einigen anderen entstand.

Fistglide: Begriff aus dem Breakdance. Der Fistglide ist eng mit dem Handspin verwandt. Der Bewegungsablauf ist derselbe wie beim Handspin. Allerdings dreht sich der Tänzer hierbei auf der Faust.

Flare: Begriff aus dem Breakdance. Bezeichnet Kreisbewegungen um die Arme, ursprünglich auf Pferden ausgeübt. Der Begriff wurde vom Nachnamen des Turners Thomas Flare abgeleitet.

Flashdance: 1983 von Adrian Lyne gedrehter Breakdance-Film, bei dem Tänzer wie Crazy Legs von der Rocksteady Crew mitwirkten.

Flats: Bezeichnung aus dem Writing. Für alte New Yorker Subway-Waggons, die sich wegen ihrer Oberflächenbeschaffenheit besonders gut zum Besprühen eignen.

Flavor: (engl:Geschmack) Lebensgefühl oder auch Stil.

Flight Cases: (engl.:Flugkoffer) Stabile Koffer in denen meist technisches Gerät, aber auch Platten transportiert werden, um sie vor Beschädigung zu schützen.

Flint 707: Writer aus New York, der in den frühen 70ern als erster Clouds als Designs benutzte.

Flips: Begriff aus dem Breakdance. Die Flips gehören zu den Powermoves und beinhalten alle Formen von Überschlägen. Hier sind in erster Linie Salto und Flic Flac zu nennen.

Floats: Begriff aus dem Breakdance. Die Floats gehören zu den Powermoves. Hierbei schwebt der Körper des Tänzers waagerecht über dem Boden und wird von den laufenden Händen gestützt. Floats können nur in Drehbewegungen umgesetzt werden. Sind die Arme während der Drehbewegung ausgestreckt und die Beine angewinkelt, so spricht man von Highturtles. Sind die Gliedmaßen während der Drehbewegung angezogen, so spricht man von Turtles. Wird die Drehbewegung mit gestreckten Armen vollführt, so bezeichnet man dies als Wulf.

Flow: Beim Rappen: Bezeichnung für den harmonischen Fluß der Stimme. Flow ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal eines Rappers, welches bei Battles auch oft in die Bewertung mit einfließt. Ein Rapper mit Flow gerät nicht ins Stottern, behilft sich keiner Füllwörter, spricht flüssig und dennoch im Takt.

Fly-Boy: Dehnbarer Begriff für einen Breaker, HipHopper, B-Boy, HipHop-Aktivisten und Konsumenten.

Flyer: Allgemeine Bezeichnung für Veranstaltungswerbung in Form von Flugblättern oder Kärtchen, die nicht nur im HipHop Verwendung findet.

Flygirl: Ursprüngliche Bezeichnung für ein "Breakdance-Mädchen", wird aber auch häufig als Synonym für Hiphopperin verwendet.

Flying Steps: Eine der besten Breaker-Crews aus Berlin (D). Sind auch überregional bekannt.

Foot Letters: Synonym für Hump Letters.

Foot Work: Begriff aus dem Breakdance. Synonym für Downrocks.

Forbidden Art: Video-Graffiti-Magazine aus New York(USA). Erscheint seit 1991 unregelmäßig.

Four Music: Plattenfirma (Tochter von Sony) aus Stuttgart (D). Four Music ist ein sehr junges, von den Fantastischen Vier ins Leben gerufenes Label, welches sich auf Black Music spezialisiert hat und nicht nur HipHop in sein Repertoire aufnehmen möchte. Die Mitglieder der Fantastischen Vier übernehmen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen im Musik-Geschäft innerhalb des Unternehmens hauptsächlich A&R-Tätigkeiten. Der Geschäftsführer der Firma, Fritz Braum war ursprünglich für Sony tätig. Der Produktmanager Marcus Meyn ist Mitglied der Band Camouflage. Zu den bei Four Music unter Vertrag stehenden Künstlern gehören unter anderem der Freundeskreis, DJ Tommekk, die Lemonbabies und Sens Unik.

Freedom Train: Bezeichnung aus dem Writing. Einer der ersten Wholetrains überhaupt, der 1976 in New York von Cane, FlameOne und Mad 103 zur 200-Jahr-Feier der USA gesprüht wurde und der in die Geschichte des Writing einging. Der Zug wurde am gleichen Tag aus dem Verkehr gezogen, nachdem die Writer bereits verhaftet waren.

Freestyle: Bezeichnet beim Rappen das improvisierte Reimen, also das Kreieren von Versen in Echtzeit. Beim Writing steht es für das Sprühen eines Styles ohne Skizze.

Freezes: Begriff aus dem Breakdance. Freezes gehören zu den Powermoves und bezeichnen ein abschließendes, wie angefroren erscheinendes Verweilen in einer Position. Freezes leben von Eigenkreationen. Zu den wichtigsten und bekanntesten Freezes zählen der Baby Freeze, der Atornic Freeze und der Share Freeze. Oft wird ein Freeze als Abschlußmove benutzt.

Freight-Train: (engl.:Güterzüge). Bezeichnung aus dem Writing. Da diese seltener gebufft werden und oft auch nicht so scharf bewacht sind wie Personenzüge, werden Güterzüge gerade in den USA immer häufiger besprüht. Beispiel hierfür ist besonders L.A. Da es sehr viele Güterzüge gibt und diese nicht regelmäßig und auch auf verschiedenen Strecken verkehren, ist es stets ungewiß, wo und wann ein auf ihnen gesprühtes Bild wieder auftauchen wird.

Fresh Familee: HipHop-Crew aus Ratingen bei Duesseldorf.

Fresh Fest, The: HipHop-Festival. Tournee mit den größten HipHopActs der 80er.

Fresh'n'Attack: Breakercrew aus Berlin (D).

Fresh Stuff: HipHop-Sampler-Reihe aus der Schweiz. Seit 1990 jährlich erscheinende Sampler-Reihe, die von PD Slice zusammengestellt wurde.

Freundeskreis/Maximilian & Sein Freundeskreis: HipHop-Crew aus Stuttgart (D). Mitglieder: Maximilian, Sékou, Phillipe Kayser (Fender Rhodes) und Friction (Johnny Calzone). Livemusiker: Tommy W. Drums; Donato, Gitarre; Cassandra Stehen, Gesang; Christopher The Philosopher, Bass. Der seit 1996 existierende Freundeskreis gehört zu den bisher erfolgreichsten deutschen HipHop-Formationen. Dem Freundeskreis gelang mit Titeln wie "Anna - Immer wenn es regnet", "Wenn der Vorhang fällt" und "Leg' Dein Ohr auf die Schiene der Geschichte" der Durchbruch. Sie erhielten die Möglichkeit, einen Vertrag mit Four Music zu schließen. Ihre Songs liefen bald auf den Musiksendern -MTV und Viva und einer Vielzahl von deutschen Radiostationen. Der Westdeutsche Rundfunk übertrug sogar einen ihrer Live-Auftritte. Die Gruppe arbeitete bereits mit Bands wie den Massiven Tönen, gemeinsam zur Stuttgarter Kolchose gehörend und Sens Unik zusammen. Sekou, der erst später zur Gruppe stieß, stammt aus Boston und war früher Mitglied bei The Phlow, wo er an der auf Intercord veröffentlichten Langspielplatte "Phlowtation" mitwirkte. Phillipe Kayser arbeitete bereits zusammen mit dem französischen Rapper Menelik am Projekt No Sé Friction beschränkte sich in seinem bisherigen Schaffen nicht nur auf reinen HipHop, sondern arbeitete auch an diversen Drum'N'Bass- und Trip Hop-Stücken und remixte Songs der Fantastischen Vier.

From here to ... : Graffiti-Magazin aus Norwegen (N). In englischer Sprache. Wie die meisten Magazine mit etwas größerer Auflage kann man es in fast allen europäischen Staaten, in denen eine Writer-Szene existiert, bekommen.

Frontflip: Begriff aus den Breakdance, bezeichnet einen Überschlag vorwärts, bei dem sich der Breaker am Ende wieder in seiner Ausgangsposition befindet.

Full Effect: Graffiti-Magazin aus Australien. Ist in Europa und Amerika erhältlich.

Fume: Writer aus Düsseldorf (D). Seit Anfang der 80er aktiv.

Fünf Sterne Deluxe: HipHop-Guppe aus Hamburg (D). Mitglieder: Tobi (T. Schmidt), BO, Marcnesium (M. Clausen), Coolman (Mario Kullmann). Die 1997 in Hamburg ins Leben gerufene HipHop-Gruppe Fünf Sterne Deluxe gehört zu den innerhalb kürzester Zeit am erfolgreichsten gewordener HipHop-Formationen Deutschlands. Die Maxi-Auskopplung der ersten LP "Silium", namens "Willst Du mit mir geh'n", die unter Mitwirkung von Biz Markie entstand, wurde zum Chartbreaker. Der Rapper Ferris, ehemals Mitglied der Bremer Gruppe FAB hatte auf der LP einen Solo-Part erhalten. Auch holte man sich die Beatminerz und DJ's wie Thomilla für Remixes einiger Songs zu Hilfe. Fünf Sterne Deluxe gehörte bald zu den wichtigsten Produkten des Hamburger Labels YO MAMA. Der Rapper Tobi war früher Mitglied der Poets Of Peeze und Mitbegründer von Fettes Brot. Zusammen mit Bo bildete er die Gruppe Der Tobi & Das Bo. Marcnesium, aus dem engeren Fischmob-Umfeld stammend, übernahm auch die Cover-Gestaltung für DJ Koze's Solo-Platte und die Fischmob LP. Fünf Sterne Deluxe partizipierten 1998 auch am Film "Kurz und Schmerzlos", dem Debutstreifen des Regisseurs Fatih Akins und wirkten ebenso am Soundtrack des Films mit

Funky Grossangriff: Eine der besten Breakdance Crews aus Berlin.

G - von G bis Guestbook :

G: Kürzel für Wörter die mit G beginnen, vorzugsweise Guy, Gangster, Gun, Girl.

Game Over: Graffiti-Magazin aus Barcelona (S). Schwerpunkt: Writing in Barcelona und Spanien.

Gang: Sinngemäss: Strassen-Bande

Gangbang to: 1. Das Begehen von Verbrechen mit seiner Gang. 2. Synonym für Gruppensex.

Gangbanger: Bezeichnung für ein Gang-Mitglied.

Gangsta: Slang-Bezeichnung für ein Mitglied einer Gang.

Gangsta Rap: Stilrichtung der Rapmusik, bei des hauptsächlich um Gang(ster)-Themen geht (siehe auch Gangster-Rap).

Gang Starr: HipHop-Musik-Gruppe aus Brooklyn, NYC (USA). Mitglieder: Guru (Keith Elam), und DJ Premier (Chris Martin). 1989 debutierten sie mit ihrem Album "No More Mister Nice Guy" (Wild Pitch Records) mit dem Stück "Jazz Music", das zu dieser Zeit Jedem bekannt war. 1990 veröffentlichten sie ihre LP "Step In The Arena" (Chrysalis/EMI Records) die zum Hit avancierte. DJ Premier produzierte zudem diverse Interpreten, wie z.B. KRS One, Nas, Mobb Deep, Jay Z, Nice & Smooth, Big Daddy Kane, Rakim und andere Hiphop-Größen. 1992 erschien das Album "Daily Operation", 1994 ihre LP "Hard To Earn". Guru brachte zudem die LP "Jazzmatazz" auf den Markt, eine experimentele Jazz-Hiphop-Fusion, zu der er viele Gastmusiker einlud und 1996 dann "Jazzmatazz Vol. II". Guru produzierte fleißig weiter und es entstanden Songs für die Soundtracks zu verschiedenen Filmen wie "Trespass", "Menace II Society", oder "Rhyme And Reason" und beteiligte sich an Samplern wie "New Groove. The Blue Note Remix Pro" und "Best Of Acid Jazz". 1997 erschien ihre Hitsingle "You Know My Steez" und 1998 wechselten Gangstarr ihr Label und brachten die LP "Moment Of Truth" (Noo Trybe/Virgin Records) auf den Markt. Gangstarr gründeten die "Gang Starr Foundation", in der sie vor allem unbekanntere Acts unterstützen, Jeru The Damaja ist einer davon.

Gangster-Rap: Ende der 80er Jahre in USA entstandenes Hiphop-Genre. Als einer der ersten Gangster-Rapper ist Schoolly D. zu nennen, der sich heute Schooly D. schreibt. Vor allem durch Interpreten wie Ice T. und N.W.A. wurde diese Strömung sehr populär. Vor allem die Westcoast-Rapper werden immer häufiger lapidar als "Gangster-Rapper" bezeichnet.

Gawki: (auch Gawky) Deutschsprachiger Writer aus Paris, der zusammen mit Gor die Gruppe FBI gegründet hat. Gawki ist außerdem zusammen mit Mode 2 und Zeds Mitglied bei TDS (The Def Stars). Siehe auch Hiphop.de/Graffiti/History Duesseldorf.

Geltendorfer Zug: Begriff aus dem Writing. Der erste End-To-End, der in Deutschland jemals gemalt wurde, war der Geltendorfer Zug, 1985 von der Münchner Writern Don M. Zaza, Cheech, Blash, Loomit, Roy, Roscoe und Cryptic. Der Zug ging durch die Medien und sorgte so für ein Aufblühen der noch jungen Writerszene. Ein Jahr später konnte einigen Writern die Aktion vor Gericht nachgewiesen werden.

Genies: Begriff aus dem Breakdance, ähnlich der Windmills, bei den Genies bleiben die Arme jedoch vor der Brust gekreuzt.

Genius: Siehe GZA, siehe Wu Tang Clan.

German Zulu Nation: Siehe Zulu-Nation.

Get Busy: Französisches HipHop-Magazin.

Get Fresh Crew: Siehe Doug E. Fresh and the Get Fresh Crew.

Geto Boys: HipHop-Band aus Houston, Texas (USA). Bestehend aus Scarface (Brad Jordan); Willie D (William Dennis) und Bushwick Bill (Richard Shaw). 1988 debutierten sie mit ihrem "Making Trouble"-Album und veröffentlichten schon 1989 ihre nächste LP "Grip It! On That Other Level!" (Rap-A-Lot Records). 1990 wechselten sie zu Def American Records und veröffentlichten die LP "Geto Boys", die mit Platin ausgezeichnet wurde. 1991 erschien auf Rap-A-Lot Records ihr Album "We Can't Be Stopped", das sich über eine Millionen mal verkaufte. Die Band löste sich auf und ihre Mitglieder veröffentlichten zahlreiche Solo-Scheiben. Von den Geto Boys selbst erschienen in anderer Besetzung 1992 die LP "Uncut Dope" und 1993 das Album "Till Death Do Us Apart", im Jahre 96 kam es wieder zu der ursprünglichen Formation, die dann die LP "Resurrection" auf den Markt brachte.

Getting up: 1. Begriff aus dem Writing. Sinngemäß: "Rausgehen und Malen". 2. Titel eines Graffiti-Buches von Graig Castleman, das sehr viel Informationen und wenig Abbildungen enthält.

GFA: (Glorious Five Artists) Writercrew aus Berlin, die in den Achtzigern gegründet wurde. Mitglieder sind Poet, Saet, Kane, Kaos, Eso und Soko. Neben SOS gehörte GFA Anfang der 90er Jahre zu den bedeutendsten Writercrews in Berlin.

G-Funk: Musikstilrichtung. Als Erfinder gelten Dr. Dre und Warren G.

Ghettoblaster: Bezeichnung für einen tragbaren, batteriebetriebenen Kassettenrecorder mit leistungsstarkem Verstärker.

Ghostface-Killah: Siehe Wu Tang Clan.

Ghosttrain: Begriff aus dem Writing. Wenn auf einem Zug nach dem Buffen noch Reste der Styles erkennbar sind, spricht man von einem Ghosttrain.

Ghostyard: Begriff aus dem Writing; Bezeichnung der New Yorker Writer für ein Yard in der 207. Straße in Manhatten, welches wegen seiner Unübersichtlichkeit eigentlich gut zum Sprühen geeignet ist. Es wird dennoch selten besucht, da, nachdem dort ein Writer von Bahnarbeitern ermordet wurde, die verschiedensten Gerüchte über das Yard in Umlauf sind.

GHS: (Ghettostars) Writercrew aus Berlin, Anfang der 90er Jahre gegründet. Mitglieder: Wesp, Bisaz, Khan, Maxim, Skume und Level. Bekannt für ihre Trainbombings und Chromsilber-Hitzerot-Pieces.

GIB: (Graffiti in Berlin) SOKO, siehe auch Bundesgrenzschutz.

Gig: Bezeichnet einen Auftritt, eine Show, eine Performance.

Gleisi: Bezeichnung aus dem Writing. Gemeint sind Bahnarbeiter. Siehe auch Bifi

Going Over: Begriff aus dem Writing. Meint das Übermalen eines Graffiti mit einem anderen Graffiti. Siehe auch Crossen.

Gold/Goldene Schallplatte/Goldstatus: Auszeichnung für besonders erfolgreiche Singles bzw. Alben. Vergeben werden Goldene Schallplatten von der Recording Association of America (RIAA), bzw. äquivalenten nationalen Organisationen an die Künstler und Produzenten. In den USA wird eine Goldene Schallplatte für 500.000 verkaufte Alben oder Singles verliehen. In Deutschland hingegen reicht es, wenn man 250.000 Exemplare eines Tonträgers verkaufen konnte. Wer in den USA eine Millionen Platten oder CD's an den Mann zu bringen weiß, wird dafür mit einer Platin-Schallplatte geehrt. In Deutschland bekommt man schon für das halbe Ergebnis (500.000 Einheiten) die gleiche Ehrung zugesprochen.

Goldie: Writer, Breaker und Musiker aus Wolverhampton bei Birmingham (England), der Anfang der Achtziger aktiv wurde. Goldie gründete 1991/1992 das Drum'n'Bass-Label Metalheads.

Goodie Mob: HipHop-Gruppe aus South West Atlanta, Georgia (USA). Mitglieder: Big Gipp (Cameron Gipp), Cee-Lo (Thomas Burton), Kuhjo (Willie Knighton), T-Mo (Robert Barnett). Sorgten für Furore mit der Single "Cell Therapy" und verkauften das darauf folgende Album "Soul Food" (La Face Records) über 500000 mal. 1997 erschien ihre zweite LP "Still Standing".

Gor: deutschsprachiger Writer aus Paris (geboren in Bielefeld), der gemeinsam mit Gawki die FBI-Crew (Faboulous Bomb Inability) gründete und seit 1984 aktiv ist. Neben FBI ist er außerdem Mitglied in Writercrews wie z.B. UA (United Artists), IA (Incredible Artists), NYC (Nasty Young Criminals), GBF (Gummibärchenfront), NE (North Earth) und VOP.

Graffiti: Vom Italienischen "graffiare", das sinngemäß "einritzen" oder "einkratzen" heißt. Graffiti ist die allgemeine Bezeichnung für Zeichnungen und Schriften auf Wänden oder anderen Objekten. Writing ist ein spezieller Teil dieser Kunstform, bei der es im eigentlichen Sinne um die Verbreitung eines Namens (Tags) geht, nicht um künstlerische Ausarbeitungen.

Graffiti Art: 1. Gebräuchliche Bezeichnung für qualitativ hochwertige Graffiti. 2. Seit 1994 im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschienene Buchreihe über Writing.

Graffiti-Bücher: Seit Beginn der 80er Jahre erschienen viele Bücher über Graffiti, die bekanntesten sind sicherlich "Subway Art" (1984) von Henry Chalfant und Martha Cooper im Thames & Hudson Verlag und Spraycan Art (1987) von Henry Chalfant und James Prigoff, ebenfalls bei Thames & Hudson erschienen. Ebenfalls hohen Stellenwert hat das Buch "Getting Up" von Graig Castleman (Camebridge, 1982), das erstmals lange Zitate von Writern und sehr viele Hintergrund-Informationen enthielt. Diese drei Bücher werden häufig als "Writer-Bibel" bezeichnet, da sie in Deutschland zu Beginn der Writing-Bewegung die einzigen Informationsquellen darstellten. In Deutschland erschienen Mitte der 80er Graffiti-Bücher, die sich nicht ausschließlich mit Writing beschäftigten, so im Heyne Verlag 1986 "Gaffiti-Lexikon" von P. Kreuzer und das "Graffiti-Live. Die Züge gehören uns"-Taschenbuch, das die Münchner Writing-Szene dokumentierte. Der Katalog "Da kuckse, wa?!" war eine gute Dokumentation des dortmunder Writings der Anfangsjahre. Seit Mitte der 90er Jahre erschienen dann eine Vielzahl von Büchern, vor allen im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag (alleine die "Graffiti Art"-Reihe zählt mehr als neun Bände) und bei Edition Aragon. Bekannte Autoren sind z.B. Bernhard van Treeck, Markus Wiese, Mark Todt, Adrian Nabi, S. Krekow. Die meisten Bücher dieser Autoren sind durchaus als vertiefende Lektüre zu empfehlen.

Graffiti-Filme: Seit den 80er Jahren zahlreiche Dokumentationen und Filme, die Graffiti thematisieren. Zu den für die deutsche Hiphop-Bewegung wichtigsten gehören: -"Wild Style" (1982), dokumentarischer Spielfilm von Charlie Ahearn, der im deutschen Fernsehen am 07.04.1983 im ZDF im "kleinen Fernsehspiel" uraufgeführt wurde und angeblich noch in dieser Nacht zu den ersten Writings in vielen Städten führte. Im November 1983 kam der Film in die deutschen Kinos. -"Beat-Street" (1984) von Harry Belafonte und David V Picker, der im damaligen Ostblock ausgestrahlt wurde und dort für Furore sorgte. -"Stylewars", der im westdeutschen Fernsehen 1984 und 1985 unter dem Namen "U-Bahn-Bilder und verrückte Beine" ausgestrahlt wurde und große Initalwirkung für das europäische Writing hatte. Zudem erschien z.B. 1992 in Frankreich der Spielfilm "IP5" von Jean Jacques Beineix, in dem der Writer "Gor" aus Paris eine der Hauptrollen bei Sprühaktionen doubelt.

Graffiti-Forschung: Seit Jahrzehnten von Soziologen, Kunstwissenschaftlern, Anthropologen, Psychologen, etc. betriebene wissenschaftliche Forschung zum Graffiti-Phänomen. "Getting Up" von Graig Castleman ist eine der wenigen Publikationen, die auch auf Verständnis bei den Writern selbst stieß, ein Versuch möglichst umfassend zu sein stellt das Buch "Guide To Graffiti-Research" von Bosmans und Thiel dar, deren Arbeit von der Europäischen Kommision wurde.

Graffiti-Fotos: Seit Beginn der 80er Jahre wurde es für die Writer immer wichtiger ihre Arbeiten zu dokumentieren, da sich auch die Lebensdauer der Pieces, Throw Ups und Tags erheblich verkürzte. Vor allen Dingen Train-Bombings wurden so zu den beliebtesten Motiven, diese Fotos werden sogar getauscht und oft an Graffiti-Magazine verschickt. Oft werden diese Fotografien von Polizeibeamten bei Hausdurchsuchungen beschlagnahmt, sind aber vor Gericht zur Beweisbringung nutzlos, nach deutschem Recht ist es auch nicht strafbar Fotos von illegal erstellten Motiven zu machen und zu besitzen.

Graffiti-Kalender: von 1988-1998 bei Edition Argon erschienener Kalender mit Graffiti-Thematik.

Graffiti-Magazine: Weltweit erscheinen ständig verschiedenste Magazine, die sich mit Writing beschäftigen. Eins der ersten stark Verbreiteten ist das "Bomber"-Magazin aus den Niederlanden, das erstmals 1987 erschien. In Deutschland war "On The Run" zu Beginn der 90er Jahre sehr populär, danach kam es zu einer Flut von Veröffentlichungen.

Graffiti-Squad: Siehe Vandal-Squad.

Grammy Awards: Die Grammy's werden alljährlich von der NARAS vergeben und dienen zur "Auszeichnung besonderer Leistungen" im Musik Business. Seit 1988 existiert hierbei die Kathegorie "Best Rap Performance".

Grandmaster Flash & The Fourious Five: HipHop-Gruppe aus New York City (USA), Mitglieder: Grandmaster Flash (Joseph Saddler), Melle Mel (Melvin Glover), Kidd Creole (Nathanial Danny Glover), Keith Keith Cowboy (Keith Wiggins), Raheim (Guy Todd Williams), Scorpio alias Mr. Ness (Eddie Morris). Seit Anfang der 70er Jahre ist Grandmaster Flash aktiv. Er ist der Erfinder des Crossfaders, den er selbst baute um seine DJ-Techniken zu perfektionieren und besser ausführen zu können. Die von ihm organisierten Parties erfreuten sich sehr großer Beliebtheit und hatten tausende von Besuchern. Ursprünglich hieß die Band "Grandmaster Flash & The Three MC's", 1977, als Scorpio hinzu kam nannten sie sich "Gandmaster Flash & The Fourious Four" und 1979, nachdem Raheim eingestiegen war, dann "Grandmaster Flash & The Fourious Five". Sie veröffentlichten die Singles "We Rap More Mellow" (1979 auf Brass Records) und "Superrappin'" (1979 auf Enjoy Records). Nach ihrem Wechsel zu Sugar Hill Records dann die Maxis "Freedom" (1980) und "Birthday Party" (1981). Ebenfalls 1981 veröffentlichte Flash "The Adventures Of Grandmaster Flash On The Wheels Of Steel" und dann im folgenden Jahr den legendären Hit "The Message", ein sozialkritisches Stück Hiphop-Lyrik, daß maßgeblich für die spätere Etablierung von Hiphop sorgte. Die bis dahin entstandenen Stücke findet man auf der 1982 erschienen LP "The Message". Zu einem weiteren Meilenstein kam es 1983 auf der bei Sugar Hill Records veröffentlichten LP "The Greatest Messages" in dem Lied "Flash To The Beat", das zum ersten mal in der Geschichte Aufnahmen von einer "Human Beatbox" hören ließ. Im gleichen Jahr erschien die Hit-Single "White Lines" auf Sugar Hill. Melle Mel und Flash verstritten sich und gingen bis 1988 getrennte Wege (Flash veröffentlichte auf Elektra "They Said It Couldn't Be Done" 1985 und "The Source" 1986), nach ihrer Versöhnung veröffentlichten sie erneut gemeinsam die LP "On The Strength".

Grandmixer Muggs: Siehe DJ Muggs und Cypress Hill.

Grand Puba (Maxwell): (Maxwell Dixon) Rapper und Produzent aus New York City (USA). Mitglied der Masters Of Ceremony. Gründete die Brand Nubians. Von 1990-1998 diverse Soloveröffentlichungen, Debut-LP "Reel to Reel"(1992), Single "I Like It"(1995), LP "2000" (1995).

Graphotism: Graffiti-Magazin aus England (GB).

Gravediggaz: HipHop-Gruppe aus New York City (USA). Mitglieder: RZA 'The Rzarector' (Robert Diggs), Frukwan Da Gatekeaper (A. Hamilton), Prince Paul 'Dr. Strange' 'The Undertaker' (Paul Huston) und Poetic Da Grym Reaper (Anthony Berkeley). Debutalbum 1994 "Six Feet Deep". 1997 die LP " The Pick, The Sickle And The Shovel" (Gee-Street Records).

Grip: (engl.: Griff, Halt) 1. Synonym für die Skills eines MC's am Mikrofon. 2. Synonym für eine Waffe. 3. Synonym für Geld.

Griots: Urform der MC's. Westafrikanische Geschichtenerzähler, die abendfüllende Vorträge in Reimform halten.

Group Home: HipHop-Band aus Brooklyn, New York (USA). Mitglieder: Lil'Dap (James Heath) und Melachi The Nutcracker (J Felder). Aus dem Umfeld Gangstarrs stammend. Debutsingle "Superstarr"(1994 auf Payday Records) und Debutalbum "Livin' Proof" (1995). 1997 die Maxi-Veröffentlichung "Express/Run For Your Life", erschienen auf Tape Kingz.

Grundieren: Begriff aus dem Writing. Häufig werden Untergründe, die stark Farbe aufsaugen oder sehr verschmutzt sind (z.B. an der Zugstrecke) mit Binder- oder Latexfarbe vorgestrichen.

Guestbook: Begriff aus dem Writing. Blackbook, in das sich befreundete oder bekannte Writer verewigen. Wird oft zu Jams, Battles und Hall Of Fames mitgenommen.

H - von Hall,Arsenio bis Hype :

Hall, Arsenio: 1956 in Cleveland (USA) geboren. Erster schwarzer Entertainer einer Late-Night-Show ("Arsenio Hall Show")im amerikanischen Fernsehen. Die Sendung wurde von 1989 bis 1994 ausgestrahlt und wurde bekannt wegen ihrer Vorliebe für "schwarze" Themen und Gäste.

Hall of Fame: 1. Begriff aus dem Writing für Flächen, die meist legal zu besprühen sind und auf denen die Writer vor allen Dingen qualitativ hochwertige Pieces anbringen. Der eigentliche Unterschied zu anderen Flächen im öffentlichen Raum ist, daß zu den Hall Of Fames Writer kommen um die Werke zu betrachten und nicht die Werke zu den Writern kommen (wie z.B. besprühte Trains an den Bahnhöfen), häufig liegen sie sogar im Verborgenen. Bekannte Hall Of Fames in Deutschland sind bzw. waren z.B. Bunker (Dortmund), Mauerpark (Berlin) und Live Music Hall (Köln). Hall Of Fames haben oft eine lange Tradition und dienen als Battleort und Treffpunkt für Writer. Ist eine Hall Of Fame gut besucht und unter vielen Writern bekannt, wird sie oft auch von Künstlern aus aller Welt besucht. 2. Titel eines 1995 erschienen Graffiti-Bildbandes von Bernhard van Treeck.

Hamburger Hochbahn AG: Bestandteil der Verkehrsbetriebe der Stadt Hamburg. Diese ist verantwortlich, für den gesamten U-Bahn Bereich. Der S-Bahn-Verkehr der Stadt Hamburg wird von der Deutschen Bahn AG geleistet.

Handglide: Begriff aus dem Breakdance. Hierunter versteht man das waagerechte Drehen des Körpers um seine Achse während die Ellenbogen den Tänzer im Rumpf stützen und die Hände den Boden berühren.

Haring, Keith: Künster aus New York (USA).

Harrel, Andre: Rapper und Labelgründer aus New York (USA). Anfang der 80er Mitglied der Band "Dr. Jekyll and Mr. Hyde". Beschäftigt bei Rush Management und Def Jam (bis 1986), gründete 1987 das Label "Uptown Records". 1995 wurde er Präsident von "Motown Records".

Hausmarke: Deutscher DJ und Rapper. Siehe Fantastischen Vier, Die.

Headspin: Bezeichnug für einen Move beim Breakedance, der das Drehen auf dem Kopf um die eigene Achse bezeichnet.

Heavy D And The Boys: HipHop-Band aus Mont Vernon, New York (USA). Mitglieder: Heavy D (Dwight Myers), G. Whiz (Glen Parrish), Trouble T alias T-Roy (Troy Dixon), der 1991 verstarb und DJ Eddie F (Edward Ferrel). 1986 entstand das erste Album"Livin'Large", mit den Singles"Mr. Big Stuff"und"The Overweight Lover's In The House". Die zweite LP"Big Time"(1989) landete, ausgelöst durch den Erfolg der Hitsingle"We Got Our Own Thing", auf Platz 1 der Billboard R&B Charts und verkaufte sich über eine Million Mal. Die Alben"Peacefull Journey"(1990),"Blues Funk"(1992),"Nuttin'But Love"(1994) und"Waterbed Hav"(1996) folgten dem Erfolg der beiden ersten LP's. Heavy D begann Anfang der 90er Jahre mit der Schauspielerei, so zu sehen in den Film "Who's The Man" und in den Sitcoms "Living Single" und "Roc". Seit 1995 ist er Präsident des "Uptown Records"-Label.

Helicopter: Begriff aus dem Breakdance, gehört zu den Mills, Synonym für Windmill. Bezeichnung für Drehungen um die Körperlängsachse, wobei die Beine gestreckt bleiben.

Heltah Skeltah: HipHop-Gruppe aus Brooklyn, New York (USA). Mitglieder: Rock alias The Rockness Monsta, alias Big Rock, alias Mr Flipsta (J. Bush) und Ruck the Irrational alias Tawl Sean Sparksky alias The Inflictsta, (S. Price). Mitglieder der Boot Camp Clique. 1995 erschien die mit den Originoo Gunn Clappaz gemeinsam produzierte Hitsingle "Let The Madness Beginn" (Duck Down/Priority Records). Ihre Debut-LP "Nocturnal" wurde auch dank der von den Beatminerz produzierten "Operation Lockdown"-Singel gut verkauft.

Hex: Writer aus Los Angeles (USA), aktiv seit 1982. Mitglied der Crew TGO.

Hieroglyphics: HipHop-Crew aus Oakland, Kalifornien (USA). Mitglieder: Del The Funky Homosapian, Souls of Mischief sowie Casual, Domino, und das Duo Prose (Pep Love und Jaybiz). Kamen 1998 zusammen, gründeten ein eigenes Label und produzierten und veröffentlichten die gemeinschaftliche LP "Third Eye Vision".

Highlights: Begriff aus dem Writing. Gemeint sind Schmuckelemente, die Lichtreflexe darstellen.

High Turtles: Begriff aus dem Breakdance. Die Highturtles gehören zu den Floats. Hierbei schwebt der waagerechte Körper des Tänzers drehend mit gestreckten Armen und angewinkelten Beinen über die Tanzfläche.

Hi Hat: Wichtiger Bestandteil des Beats, der die hohen oft zischenden Laute ausmacht. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer 1/8 und einer 1/16 Hi Hat, womit die Schlaggeschwindigkeit des"kleinen Beckens"gemeint ist. Die Hi Hat verleiht dem Beat zusätzliches Volumen im oberen Frequenzbereich.

HipHop: In der South Bronx in den Siebzigern entstandene Jugendkultur, zu der das MCing, Writing, DJing und Breakdance zählen.

HipHop-Aktivist: Bezeichnung für Jemanden, der Hiphop lebt/unterstützt/macht.

Hiphop.de: Deutschlands grösste Hiphop Internet-Seite

HipHop Mobil: Projekt des Vereins für Medienpädagogik in Berlin. Mobil, das gebucht werden kann von Schulen, Jugendzentren etc. und z.B. die Möglichkeit bietet eigene Songs zu produzieren, Graffitis oder einen Kurs in Breakdance zu machen. Um dieses Angebot bieten zu können, engagierten sich bisher Hiphop-Aktivisten wie der Bboy Spaiche und MC Gauner.

HipHop-Szene: Umfassende Bezeichnung für alle Aktivitäten und Aktivisten in den Bereichen Breakdance, Writing, DJing, MCing.

HipHouse: Ende der 80er Jahre entstandener Musikstil, der eine Verschmelzung von House und Hiphop darstellt. Oft werden hier Rap Vocals über Housebeats gelegt.

Hit: 1. (auch: to hit) Begriff aus dem Writing. Alte Bezeichnung für Tags. 2. Bezeichnung für einen sehr gut verkauften Song/Tonträger.

Hit Squad: Vereinigung von MC's und Produzenten. Entstand Ende der 80er Jahre. Dazu gehören bzw. gehörten EPMD, Redman, Craig Mack, Das EFX, K-Solo, DJ Scratch u. a.

Hitzerot: Bezeichnung aus dem Writing. Name einer speziellen hitzebeständigen Farbe, der Firma Kwasny. War sehr sehr beliebt bei Writern, da sie besonders pigmentreich und deckend war, bei leuchtend rotem Farbton. Kwasny stellte die Produktion Mitte der 90er Jahre aus ökologischen Gründen ein. Siehe auch Chromsilber.

Ho': Kurzform von Hooker (engl. Nutte). Ähnlich der Bedeutung von "bitch".

Hollow Back: Begriff aus dem Breakdance, bezeichnet einen Handstand, bei dem die Beine zum Rücken hin gebeugt sind.

Homeboy: Bezeichnung für einen HipHopper.

Homegirl: Bezeichnung für eine HipHopperin.

Homie: Kurzform von Homeboy, meint oft einen befreundeten oder bekannten Hiphopper.

Hood: Slang für "Nachbarschaft". Ableitung des Wortes "neighbourhood", aber auch der Ausdruck für "Kapuze" oder "Haube"

Hoodlum: Andere Bezeichnung für Gangster.

Hooptie Ride: Synonym für Drive By (Schußwaffengebrauch aus einem fahrenden Wagen heraus), wobei mit Hooptie ein altes Auto in schlechtem Zustand gemeint ist.

Hot 97 FM: Privater Radiosender in NYC, die sich hauptsächlich auf HipHop und R'N'B spezialisiert hat. Dr. Dre und Ed Lover, die ehemaligen Moderatoren von YO! MTV Raps und bekannte DJ's wie Kid Capri, Funkmaster Flex und Red Alert haben dort ihre Sendungen.

House Music: Siehe Club Music.

Housenigger: Begriff aus der Sklaverei. Die Unterdrücker unterschieden zwischen "Fieldnigger" und "Housenigger". Die Sklaven, die sozusagen mit ihren Unterdrückern im Haus lebten hatten oft einen schweren Stand innerhalb der schwarzen Community. In der "Black Power"-Bewegung wurde der Begriff "Housenigger" oft benutzt um Schwarze zu diffamieren, die sich offensichtlich unterdrücken liessen, oder sogar gemeinsame Geschäfte mit ihren Unterdrückern machten.

House of Pain: HipHop-Band mit irischer Abstammung aus Los Angeles (USA). Mitglieder: Everlast (Eric Schrody), Danny Boy (Daniel O'Connor) und DJ Lethal (Leor Dimant). 1992 veröffentlichten sie ihre Hit-Single "Jump Around" (Tommy Boy Records) und das "House Of Pain"-Album. Everlast ist Mitglied bei "Rhyme Syndicate" und auch auf Ice-T produzierten Tracks zu hören, 1990 veröffentlichte er seine Solo-LP "Forever Everlast" auf Warner Records. Coproduzent von House Of Pain's zweiter LP "Same As It Ever Was" (1994, Tommy Records) war DJ Muggs, der vielen bekannt aus seiner Band "Cypress Hill" ist. 1996 erschien ihre dritte LP "Truth Crushed On Earth Shall Rise Again".

Howie Tee: DJ und Produzent aus New York (USA), seit den 80ern aktiv.

Hughes Brothers: (Albert und Allen Hughes, beide 1972 geboren) Produzenten des 1993 in die Kinos gekommenen Films "Menace To Society" und des 1995 gedrehten Film "Dead Presidents".

Human Beat Box: 1. Bezeichnung für eine mit Zunge, Rachen und Mund immitierte Drum Maschine. Oft werden auch gleichzeitig Bassläufe und/oder Melodien ohne technische Geräte erzeugt 2. Bezeichnug für Jemanden der eben diese Technik beherrscht.

Human Beat Box, Buffy the: (Darren Robbinson), Mitglied der Fatboys, 1995 verstorben.

Human Beat Box, The: Alias von Biz Markie.

Hump Letters: Begriff aus dem Writing. Sinngemäß "bucklige Buchstaben". Bezeichnung aus den USA für Buchstaben, die Buckel oder Auswüchse haben.

Hustler: Wörtlich übersetzt "Strichmädchen" oder "Stricher", aber auch "Arbeitstier".

Hype: 1. Wörtl. "Durch Werbung groß rausbringen". Ist oft abwertend gemeint. 2. Hiphop- und Graffiti-Magazin aus Australien. 3. DJ aus Berlin, der 1998 und 1999 den ITF Wettbewerb in Deutschland gewonnen hat. Mitglied der Phader Headz. Verlegt seine Platten bei dem Frankfurter Label Ruff'n'Raw, ist auch für seine Mixtapes bekannt.

I - von Ice Cube bis IWBC :

Ice Cube: (O'Shea Jackson), Rapper, Produzent, Schauspieler und Regisseur aus South Central Los Angeles (USA). Seit Mitte der 80er Jahre aktiv, damals zusammen mit Sir Jinx. Später als er Dr. Dre und Eazy E. kennengelernt hatte gründete er gemeinsam mit ihnen 1887 die Band N.W.A. (Niggaz With Attitudes). Ab 1990 zahlreiche Soloveröffentlichungen: 1990 auf Priority Records die LP "AmeriKKa's Most Wanted" und die EP "Kill At Will". 1991 trat er zum ersten mal in einem Film auf,der den Titel"Boyz 'N The Hood" (von John Singelton) hat. Er veröffentliche die LP "Death Certificate", die Platin Status erreichte. 1992 folgte das Album "The Predator"(1992 auf Priority). Diese Platte war mehrere Wochen die Nummer 1 der Amerikanischen Pop-, Hiphop- und R'n'B-Charts und Cube ging zusammen mit dem "Lench Mob" auf Europatournee. 1993 brachte er seine "Kill Uncle Sam"-LP auf den Markt, die später unter dem Namen "Lethal Injektion" verkauft werden mußte, da es zu massiven Protesten gekommen war. 1994 veröffentlichte er die Platte"Bootlegs & B-Sides", produzierte "Da Lench Mob" und widmete sich zudem der Schauspielerei.

Ice T: (Tracy Marrow) Rapper, Produzent, Schauspieler, ehemaliges Gangmitglied aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Geboren am16. 2. 1958 in Newark, New Jersey. Begann Anfang der 80er Jahre zu Rappen und hatte mehrere Singleveröffentlichungen bei Independent-Labels. 1987 kam er unter Vertrag bei Sire/Warner Records, bei denen er das "Rhyme Pays"-Album, produziert von Afrika Islam, veröffentlichte. 1988 gründete er gemeinsam mit seinen alten Freunden "Rhyme Syndicate", die das Album "Rhyme Syndicate" veröffentlichen. Auf dieser Platte sind Rapper wie Everlast, Donald D., Nat Da Cat und andere zu hören. Im selben Jahr erschien seine Solo-LP "Power" und die Single "Colors", zum Soundtrack des gleichnamigen Films. Sein drittes Album hieß "Iceberg/Freedom Of Speech" (1989 erschienen bei Sire/Warner Bros.), dessen Titel eine Anspielung auf "Iceberg Slim" (Robert Beck), einen afroamerikanischen Autoren, ist. 1991 spielte er in dem Film "New Jack City" eine Hauptrolle und veröffentlichte die LP "O.G.-Original Gangster". Auf ihr ist er erstmals gemeinsam mit einer Hardcore-Band namens "Body Count" zu hören, mit denen er auf Tournee ging und 1992 das Album "Body Count" produzierte. Das Stück "Cop Killer" machte Furore und durfte später nicht mehr auf dem Album enthalten sein. Ice T. wechselte sein Label durch Priority Records aus und machte sein fünftes Album "Home Invasion". Gemeinsam mit Body Count kamen die LP's "Born Dead"und"Violent Demise: Last Days" auf den Markt, 1994 erschien sein Buch "The Ice Opinion" und 1996 die Ice-T Platte "Ice T VI: Return Of The Real" auf Virgin Records.

Idiots-Magazine: Graffiti-Magazin aus den Niederlanden.

In Full Effekt: Hiphop-Fanzine von Chris Maruhn. Vorläufer des MZEE-Magazins.

Innovative Music Corporation (I.M.C.): 1989 in Mönchengladbach gegründete Vereinigung von Hiphoppern, die Basisarbeit für DJ's und MC's leistet, d.h. z.B. Demotapes aufnimmt und verschickt. Hier entstand seit 1990 die Tape-Reihe "Underground Tape" und Gruppen wie "Hörzu" fanden durch I.M.C. ein Plattenlabel.

Inside-Bombing: Begriff aus dem Writing für Graffitis, zumeist Tags, die innerhalb von Zügen angebracht werden.

International Breakdance Cup: 1990 in Hannover ausgetragene Breakdance-Weltmeisterschaft, die von der Jay Force Posse veranstaltet wurde und den Vorläufer des Battles Of The Year darstellt.

Invisible Skratch Piklz (ISP): 1995 gegründete DJ Crew aus Oakland, Kalifornien (USA). Mitglieder: Mixmaster Mike (Mike Schwarz), Q-Bert (Rich Quitevis), Shortcut (J. Cruz), DJ Disk (Lou Quintanilla), der 1996 aufhörte, und D-Styles und Yoga Frog. Es wird erzählt, daß sie der Veranstalter der DJ Weltmeisterschaft DMC gebeten habe, nicht mehr an dem Wettbewerb teilzunehmen, da sie außerhalb jeder Konkurenz standen, bzw. unschlagbar waren. Die ISP entwickelten DJ-Techniken wie Cutting, Scratching Transforming und Beatjuggling. Sie produzierten die Tape-Reihe "Shiggerfragger Show" und veröffentlichten 1997 auf Asphodel Records die Singel "The Invisible Scratch Picklz Vs. Calms Of Death". Zudem wurden ihre DJ-Kompositionen auf Samplern wie "Invasion Of The Octopus People", "Return Of The DJ"und "Altert Beats"(1996) veröffentlicht. Die ISP arbeiten mit DJ-Equipment-Firmen wie Vestax zusammen, um technische Inovationen für DJ's zu entwickeln. Die Mitglieder der ISP veröffentlichten verschiedene Break Beat Platten und arbeiteten mit Gruppen und Solisten wie Dr. Octagon, Ras Kas, Saafir etc. zusammen.

IQ: (Eric Grey) Rapper aus Hamburg. Ehemaliges Mitglied von den Poor Righteous Teachers. Seit Anfang der 90er in Hamburg, debutierte auf einem Münchener Label (Sub Up) mit der 12"-Pltatte "Keep The Frequency Clear". Ende 1992 kam seine LP"The Vinyl Call"in die Läden. Auch bei Mathias Arfmanns Album "Inner Ear"aus dem Jahre 1992 wirkte er mit. Kurz nach der ersten Langspielplatte wurde auf Sub Up die Maxi"Snakes"veröffentlicht. Zweites Album "Heartcore".

Islamic Force: HipHop-Gruppe aus Berlin, Mitglieder: Boe B, Cut' em T. Seit den 80ern aktiv, rappen in türkischer und englischer Sprache. 1992 erschien ihre 12" "Istambul/My Melodie". Nachdem ihr Label Juicefull Records, 1993 einen Vertriebsvertrag mit der Firma EFA über eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen hatte, erschienen weitere Islamic Force Veröffentlichungen, wie die Maxi "The Whole World Is Your Home".

Issue: Englische Bezeichnung für Ausgabe einer Zeitung oder eines Magazins.

ITF-Worlchampionship: Bezeichnung für die Weltmeisterschaft der International Turntablist Federation.

IWBC: Intelligent Black Womans Coalition, wurde von Yo-Yo gegründet.

J - von Jackson,Michael bis Junior M.A.F.I.A. :

Jackson, Michael: Pop-Musiker. Wurde stark von der Hiphop-Kultur beeinflusst. Sein Tanzstil "Moonwalk" stammt aus dem Breakdance, ebenso wurde und wird das B-Boying von Michaels Stil beeinflußt.

Jam: Bezeichnung für HipHop-Großveranstaltungen, zu der sich Akteure aus allen Bereichen des Hiphop zusammenfinden und ihre Kultur aktiv leben und zeigen. Zu einer Jam gehören daher: MC's, DJ's, Musiker, Writer, B-Boys und Girls.

Jay-Z a.k.a. Jhigga: (Shawn Carter) Rapper und Unternehmer. Aus Brooklyn New York(USA).Erstmals auf einer Platte war Jay-Z schon 1990 zu hören (mit The Jaz "The Originators") und wenig später auf dem Original Flavour Stück "Can I Get A Open?". Gründete zusammen mit seinen Partnern Damon Dash und Kareem "Biggs" Burke ein Platten-Label mit dem Namen Roc-A-Fella Records, das ein Joint Venture mit Priority Records einging.Die erste Veröffentlichung auf dem neuen Label war dann auch von Jay Z, der mit seinem Debütalbum "Reasonable Doubt" (1996) für reichlich Furore sorgte. Besonders bei R & B Künstlern war Jay Z sehr gefragt und so absolvierte er Gastauftritte für Blackstreet, Changing Faces, The Braxtons und Foxy Brown, Das zweite Album "In My Lifetime Vol 1", benannt nach einer Single Jay-Z's aus dem Jahr 1995, entstand 1998 unter der tatkräftigen Mithilfe von Leuten wie Foxy Brown, Babyface, Puff Daddy, Lil' Kim und DJ Premier.

Jazzkantine: Name des bisher größten und erfolgreichsten deutschen HipHop- Jazz-Projektes. Wurde von Matthias Lanzer von Rap Nation im Jahre 1993 ins Leben gerufen und umgesetzt. Mittlerweile basiert die Jazzkantine auf ein zwölf Personen umfassendes Stammteam, welches stets durch Gastmusiker verschiedenster Genres ergänzt wird. Die Skala reicht von Wu-Tang über den Wolf, bis hin zu Westbam und von Capuccino über Coolio bis zu Cora E.und den Stieber Twins.Im Oktober 1994 erschien neben der Maxi "Respekt", auch das erste "Jazzkantine" Album. Im September 1996 folgte das erste Live-Album "Frisch gepresst & Live". Allein in jenem Jahr standen die Musiker auf mehr als 100 Bühnen.1998 erschien "Das Geheimrezept". Außerdem begleiteten sie den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog über zwei Wochen durch Südafrika. Siehe auch Rap Nation, Matthias Lanzer, Aleksey, Cappucino, Fresh Familee.

Jazzmatazz: Soloprojekt von Guru bei dem er zusammen mit Größen der Jazzmusik, Sängern und MC's zusammenarbeitet. Auf den überaus erfolgreichen Alben "Jazzmatazz Volume 1" (1993 auf Chrysalis/EMI Records) und "Jazzmatazz Volume 2" (1995), versuchte er sich an einer "experimentellen Fusion von HipHop und Life Jazz". Am Projekt beteiligten sich Künstler wie Donald Bird, Roy Ayers, Ronny Jordon, CourtneyPine, N'Dea Davenport, DC Lee, Chaka Khan, MC Solaar, Kool Keith, Big Shug und Jamiroquai.

Jazzy: B-Boy aus (NL). Pflegt gute Kontakte zu anderen B-Boys in Frankreich und rief dort auch mit Storm das Storm & Jazzy Project ins Leben.

JB's/JBeez: Siehe Jungle Brothers.

Jeru the Damaja: (Kendrick Jeru Davis) MC aus Brooklyn, New York (USA). Als Mitglied der Gang Starr Foundation rappte er eine Strophe des Liedes "I'm the Man" das auf dem 1992er Gang Starr Album "Daily Operation" zu finden ist.1993 ging er mit Gang Starr erstmalig auf Tour und noch im selben Jahr entstand seine von DJ Premier produzierte Debut-Maxi "Come Clean". Als Klassiker und Evergreen ging dieser Undergroundsmashhit in die Annalen des HipHop ein und verschaffte Jeru einen Vertrag mit Payday Records. Ein Jahr später kam das vollständig von Premier produzierte erste Album "The Sun Rises In The East" auf den Markt. Alle Singles, die in diesem Jahr erschienen: "You Can't Stop Da Prophet" (mit einem Remix von Pete Rock), "Dirty Rotten Scoundrel" und "Come Clean" waren Untergrundhits. Das Album verkaufte sich über 300000 Mal. Bevor 1996 die zweite LP "Wrath OfThe Math" entstand, gastierte Jeru auf den Platten von den Digable Planets, "Return Of The Crooklyn Dogers" (zusammenmit OC und Chubb Rock), dem Titelstück auf dem D&D Projekts Sampler und bei Walkin' Large aus Wuppertal Die Singleauskopplungen "Ya Playin' Yourself" und "Me Or The Papes" machten auch dieses Album zu einem Erfolg.

Jigsaw: Siehe Joined Individuals Gaining Strenght Around The World.

Jive: 1. Bezeichnung für afroamerikanische Slang-Sprache.2. Name eines großen auf Black Music spezialisierten, amerikanischen Labels, siehe Jive-Records.3. Bezeichnung einer durch Afroamerikaner geprägte Tanzform der frühen zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Jive-Records: (erst Teldec, dann BMG) Wurde in den frühen 80ern von Barry Weiss und Clive Calder, einem aus Südafrika stammenden Musiker, der schon die Labels CCP und Zomba ins Leben rief, gegründet. Der erste große Jive-Erfolg war die Jive-Debut-LP des Musikers Billy Ocean. Bald richteten Calder und Weiss ihr Augenmerk auf die, sich stets weiterentwickelnde HipHop-Musik. Die Gruppe Whodini wurde unter Vertrag genommen. Damit war der Grundstein für die weitere Entwicklung des Labels gelegt. Weitere HipHop Acts wie A Tribe Called Quest, Too Short, KRS One und Kool Moe Dee wurden in den nächsten zwei Jahrzehnten unter Vertrag genommen. Jive gehört nun zu den wichtigsten, HipHop veröffentlichenden, Labels weltweit.Den kommerziell bisher größte Erfolg, erzielte Jive mit dem R'n'B-Sänger R.Kelly und der Pop-Gruppe The Backstreet-Boys.

Joined Individuals Gaining Strenght Around The World: Internationaler Zusammenschluß diverser Rapper, Breaker, DJ's und Writer, die es sich zum Ziel gesetzt haben, HipHop-Aktivisten der ganzen Welt zusammenzubringen und innerhalb der HipHop-Szene eine Art Infrastruktur zu bilden.

Joint: Siehe Blunt.

Jugendarbeit: (z.B.: Swat, HipHop Mobil, Hip Hop Hamburg e.V.).

Juice: Hiphop Magazin von der Münchener Piranha-Media GmbH.

Juice Crew: Lose Ansammlung von MC's und Produzenten aus Queens, New York. Die Juce Crew, vergleichbar mit dem Wu-Tang Clan der heutigen Tage, war die bestimmende HipHop-Dynastie im NewYork der Mitt-bis End-80erJahre.Um den übermächtigen HipHop-Produzenten und DJ Marley Marl scharten sich MC's wie Biz Markie, Big Daddy Kane, MC Shan, Roxanne Shanté, Kool G Rap & DJPolo, Masta Ace und viele andere. Fast alle ihre Platten wurden auf Cold Chillin' veröffentlicht und neben den zahlreichen Soloalben der Crew-Mitglieder erschienen mehrere Juice Crew Sampler wie auch gemeinschaftliche Singles, die fast alle große Hits wurden, Verbreitung fand die Musik der Juice Crew nicht zuletzt dank der von Marley Marl moderierten Radiosendung Mr, Magic's Rap Attack, die im New York dieser Tage Kult war.

Julio 204: Writer aus New York (USA), der in den 60ern neben Taki 183 und anderen, als erster durch Signaturen-Graffiti (Tags) bekannt wurde.Die 204 bezeichnet seine Straße, in der er wohnte.Er brachte seine Tags, im Gegensatz zu heutigen Writern eher an abgelegenen Stellen an, 1970 wurde er gefasst und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Jungle Brothers: HipHop-Band aus Brooklyn und Harlem, New York (USA), bestehend aus Afrika Baby Bam (Nathaniel Hall), Mike G (Micheal Small) und DJ Sammy B (Sammy Burwell).Die Jungle Brothers formten sich Mitte der 80er. Ohne einen Plattenvertrag machten sich die JB's im NewYorker Untergrund einen Namen, 1988 produzierten sie ihre erste LP "Straight Out The Jungle" auf dem kleinen Dance Label Idler's/ Warlock Records. Heute sind das Album genau wie die daraus entnommenen Singles "Jimbrowski", "Because I Got It Like That" und "Straight Out The Jungle" allesamt HipHop-Klassiker, die schon eine Neuauflage erlebt haben, dann ihr nächstes Album "Done By The Forces Of Nature" (1989). Nach dem großen Erfolg des ersten Albums, hatten sie 1989 einen Vertrag mit Warner Bros Records unterschrieben. Es dauerte vier Jahre, ehe 1993 das dritte Album "Jbeez Wit Da Remedy" auf den Markt kam. 1995 entließ sie Warner aus ihrem Vertrag, das Trio unterschrieb bei Gee Street/V2 Records und veröffentlichte 1997 die Hitsingle "How Ya Want It We Got It" (zusammen mit De La Soul und A Tribe Called Quest von den Native Tounges). Nachdem die Single in den Clubs und Radiosendern rund um den Globus gelaufen war, wurde das wenig später erschienene, vierte Album ein voller Erfolg. Sie formten die Native Tongue Familie neu und machten die Zulu-Nation wieder populär. Ende der 80erJahre waren sie mit ihrer Kleidung und Philosophie Vorreiter einer starken Welle des Afrozentrismus, der in New York einsetzte.

Junior M.A.F.I.A.: Gruppe von Rappern aus Brooklyn, New York (USA) mit Little Caesear, Chico, Nino Brown (zusammen The Sixes), Trife und Larceny (The Snakes), Lil' Kim, Klepto. Die Junior M.A.F.I.A. (Masters At Finding Intelligent Attitudes) verdanken ihren Erfolg dem Rap Superstar Notrious B.I.G., der seinen Freunden versprochen hatte, daß er sie auf die Straße des Erfolges mitnehmen würde, was ihm dank seiner enormen Popularität auch gelang.1995 landeten sie einen Plattenvertrag mit Big Beat/Atlantic Records und veröffentlichten ihre Debütsingle "Players Anthem" die von DJ Clark Kent produziert wurde und durch Biggie Smalls unterstützt wurde. Es folgte das Debutalbum "Conspiracy" (1995), mit den Hitsingles "Get Money" und "Gettin' Money Remix". Produziert wurde es von Clark Kent, Daddy-O (früher Steatsasonic) Akshun und Special Ed.

K - von Kalligraphie bis Kurtis Blow :

Kalligraphie: (Schreibkunst) Viele Writer sehen das, was sie mit den Buchstaben machen, als eine Art moderne Schriftkunst.

Kane: Writer aus Heidelberg (D), der seit den 80ern aktiv ist. Sein Style ist New York orientiert und findet besonders in Berlin und Frankfurt große Anerkennung, Er ist Mitglied in der Gruppe TPM.

Kanne: Begriff aus dem Writing, welcher eine Sprühdose bezeichnet, siehe auch Can.

Kanne, Die: war ein Anfang 1997 erstmals erschienenes, vollfarbiges A5 Graffiti-Magazin aus Gera, welches in erster Linie Bilder von Writern aus Thüringen und Sachsen beinhaltete, Nach Veröffentlichung der zweiten Ausgabe stellten die Redakteure Sven Kornmann und Michael Randel die Produktion des Heftes.

Kaos: Writer aus Berlin (D), der seit den 80ern sprüht und Mitglied bei GFA ist. Er zählte zu den Style-Leadern in Berlin.

KDAY: Name der ersten 100% HipHop-Radiostation der Welt, die nach einigen Jahren ihren Sendebetrieb auf Grund finanzieller Engpässe einstellen mußte.

Keep it real: Sich treu bleiben.

Keith Murrey: MC aus New York City (USA), Keith Murrey, der von Erick Sermon entdeckt und zum Def Squad gebracht wurde, ist eines der begabtesten MC Talente der 90erJahre. Schon mit seiner Debutsingle "The Most Beautyfullest Thing In This World", dem gleichnamigen Debutalbum und der zweiten Maxi "Get Lifted" (alle 1994 auf Jive Records) schuf er sich einen festen Platz in der Welt des HipHop. Zweites Album "Enigma" (1996), zusammen mit Erick, Double E, Jamal und Busta Rhymes.

Kid Capri (Derek Love): DJ und MC aus New York City (USA). Der in der Bronx geborene und aufgewachsene Capri konnte sich seit seiner frühen Jugend für Technik und DJing begeistern. Von Montag bis Freitag moderiert er seit vielen Jahren eine dreißigminütige Radiosendung auf dem lokalen NewYorker Sender WBLS. 1992 erhielt er von Russel Simmons von DefJam Records das Angebot, eine Fernsehsendung namens "Def Comedy Jam" auf HBO zu leiten, welches er annahm. Im Jahr zuvor hatte er erstmals eine Platte auf den Markt gebracht. Er wirkte neben diversen anderen Produktionen, bei den Videos von KRS One's Projekt H.E.A.L (Human Education Against Lies) und A Tribe Called Quest's "Scenario" mit. Den Namen Capri, gab ihm eine gute Freundin, die kurz nachdem sie ihn so taufte, bei einem Unglück ums Leben kam.

Kid Frost: Artura Molina Jr., Rapper und Produzent aus Los Angeles (USA). Mitglied der Latin Alliance. Kid Frost ist seit Anfang der 80er Jahre aktiv und hatte auch schon zu dieser Zeit einige gute, Elektrobeeinflußte, wenn auch bedeutungslose Maxi-Veröffentlichungen. Den Namen Kid Frost gab ihm Ice-T, Einen ersten großen Erfolg stellte die, in den frühen 90ger Jahren erschienene Maxi "Ya Estuvo" dar. Besonders in Europa fand seine LP "East Side Story" großen Anklang. Mit ALT, einem damals neuen Gig auf East West Records und Mellowman Ace, der damals mit dem Song "Mentirosa" Einzug in die Pop-Charts hielt, gründete er die Larin Alliance. Seit Veröffentlichung seiner zweiten LP nennt sich der Rapper mexikanischer Abstammung nur noch Frost. Er wirkte an Toni L's (siehe auch: Advanced Chemistry) Solo-LP mit.

Kid-N-Play: (Christopher Reid & Cristopher Martin) Pop-Rap-Duo aus NewYork City (USA). Trafen sich Mitte der 80er Jahre, nannten sie sich Fresh Force, ihr Produzent Hurby Azor gab ihnen ihren endgültigen Namen. Die erste LP "Two Hype" (1988 auf Select Records), konzipiert und produziert von Azor, erlangte schnell Platinehrungen. 1990 kamen Kid-N-Play mit dem Hit "Funhouse" und ihrer zweiten LP zurück. Richtig bekannt wurden die beiden Teenager Anfang der 90er Jahre durch die Filme "House Party", "House Party 2" und "House Party 3", in denen sie die Hauptrollen übernahmen.

King: Besonders in der Writerszene wird der Begriff King für einen besonders erfolgreichen Writer gebraucht, der es in der Hierarchie der Szene bis ganz nach oben geschafft hat und von den anderen größten Respekt erhält. Viele Writer, die King sind oder gerne King wären, malen über ihren Tag hin und wieder eine Krone.

King Of The Line: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen Writer, der es geschafft hat auf einer Line, einer Bahnstrecke besonders stark präsent zu sein. Diese Bezeichnung galt ursprünglich für Graffitis auf Zügen. Heute gilt er auch für Graffitis entlang der Bahnstrecke. Die Hagener DFG-Crew ist im Rhein- Ruhrgebiet in diesem Zusammenhang als Beispiel zu nennen. Sie schafften es, die gesamte Stecke (S8) von Hagen bis Mönchengladbach zu bomben.

King Of Style: Begriff aus dem Writing, siehe Style-King.

King Pin: Einer der ersten Sprüher aus Deutschland, der 1982 in Brühl seine ersten Graffitis sprühte. Er arbeitete auch mit Schablonen und wurde damals als einziger Deutscher im Buch Spraycan Art erwähnt. Zwischenzeitlich arbeitete er viel im Atelier. Heute konzentriert er sich zunehmend auf Leinwände.

Kip Up: Begriff aus dem Breakdance, hierbei liegt der Breaker erst auf dem Rücken, versucht dann aber eine stehende Haltung einzunehmen, indem er sich rückwärts rollt und die Füße in die Luft wirft. Sein Oberkörper folgt diesen notgedrungen. Letztendlich steht der Tänzer wieder aüf seinen Beinen.

Kiss FM: Auf Blackmusic und Dance spezialisierte, internationale Radiokette.

Kneespin: Begriff aus dem Breakdance, beim Kneespin berührt einzig und allein das Knie des Tänzers den Boden. Das andere Bein ist in die Höhe gestreckt. Durch das Abstoßen mit den Händen wird eine Drehbewegung vollführt. Wird das Bein während des Drehens wieder eingezogen, steigert dies die Drehgeschwindigkeit des Tänzers.

KO: Writercrew aus Berlin. KO Rockers: Berliner Writer- und Breaker-Crew.

Koch, Edward: New Yorker Bürgermeister, der 1977 Nachfolger von J. Lindsday wurde und als überzeugter Graffiti-Gegner den Writern in der Stadt das Leben schwer machte, indem er die Yards durch Stacheldraht und mit Hunden absichern ließ und Anti-Graffiti-Gesetze einführte. Diese Gesetze beinhalteten das Verbot, Sprühdosen in öffentlichen Einrichtungen mitzuführen, sowie das Verbot, Sprühdosen an Jugendliche unter 18 Jahren zu verkaufen.

Kold Sweat: Britisches Label, welches in den frühen Neunzigern eine Vielzahl britischer HipHop-Acts veröffentlichte, sich dann aber auf Club-Music im allgemeinen Sinne umorientierte. Markenzeichen von Kold Sweat sind die olivgrünen, glänzenden Plattencover. Zu den wichtigsten Kold Sweat HipHop Acts zählten damals die F9's, Katch 22, Prime Rhyme Masters und Pointblank.

Kommunikation: Writing stellt eine Form der Kommunikation dar.

Kool DJ Herc/Herk: (CliveCampbell) HipHop-DJ-Pionieraus der Bronx, NYC (USA). Herc, der mit seinen Eltern 1967 als dreizehn Jahre alter Junge, aus Kingston Jamaika nach New York gekommen war, brachte neue Einflüsse aus der jamaikanischen DJ-Kultur in die Bronx, wo er Mitte der 70er Jahre mit seinem überdimensionalen Sound System immer wieder seine Gegner in sogenannten Sound System Battles hinwegfegte und die Gäste der Blockparties oft staunend zurückließ. Der ehemalige Writer, der sich erst Hercules nannte, gilt als Erfinder des Breakbeat. Nachdem Herc mit eher mäßigem Erfolg Reggae Platten aufgelegt hatte, fing er an Funk Platten zu kaufen, und zwar stets zwei Exemplare desselben Stückes. Von diesen Platten spielte er nur den bei den Kids so beliebten Break, also den Teil des Liedes in dem ausschließlich Drums und Precussions liefen. Und zwar immer abwechselnd von zwei Plattentellern. Grandmaster Flash und Afrika Bambaataa sind nur die zwei bekanntesten DJ's, die Kool Herc battlete. Später arbeitete er auch mit ihnen zusammen und gemeinsam organisierten sie Parties.

Kool G Rap (& DJ Polo): MC und DJ aus Queens, New York (USA). Kool G Rap (Nathaniel T, Williams geboren 20. 7. 1968) begann seine Karriere Mitte der 80er Jahre. Als er noch zur High School ging, machte er sich schon einen Namen als MC, bis er 1986 Eric B, (von Eric B, & Rakim) traf der ihn mit DJ Polo bekannt machte, Beeindruckt von Kool G Rap's Fähigkeiten stellte dieser ihn dem damaligen "Gott" der HipHop-Produzenten Marley Marl vor, und nur wenig später entstand die zum Klassiker gewordene, von Marley Marl produzierte Debutsingle "It's A Demo" (1988 auf Cold Chillin' Records). Seither war Kool G Rap Mitglied der Juice Crew und machte mit seinen Labelkollegen Master Ace, Craig G und Big Daddy Kane die Maxi "TheSymphony". Noch im selbenJahr machten Kool G Rap & Polo ihr Debutalbum "Road To The Riches", das mit seinen Auskopplungen "Poison" und "Rikers Island" ein für Kool G Rap unerwarteter Erfolg war. Doch schon 1990, als das zweite Album "Wanted Dead Or Alife" erschien, bestätigte sich der Erfolg des inzwischen Vater gewordenen Kool G Rap, Maxis wie "Streets Of New York" und "Talk Like Sex" und "Bad To The Bone", sowie Produktionen von namhaften Leuten wie Eric B., Large Professor und Biz Markie überzeugten die HipHop-Fans auch außerhalb New Yorks. Da Kool G Rap hoffte, zu expandieren, ging er 1992 nach LosAngeles um dort zusammen mit Sir Jinx eine LP aufzunehmen. Das Ergebnis hieß "Live And Let Die", ein Album, welches eindeutig anders ist als die Veröffentlichungen vorher. Mit den für die Westcoast typischen Funkklängen und der Single "Ill Street Blues" sowie den Liedern "On The Run" und "Letters" gelang Kool G Rap & DJ Polo tatsächlich ein Triumph. Vorerst letztes Album "4,5, 6" (1995 auf Cold Chillin').

Kool Keith: (Keith Thornton) MC aus der Bronx, New York (USA). Thornton, der sich früher in psychiatrischer Behandlung befand, wurde Mitte der 80er Jahre Mitglied der Ultramagnatic MC's und etablierte sich dort mit seiner unverkennbaren Stimme und großem Können als einer der besten MC's in der Welt des HipHop. Doch nachdem die Ultramagnatic MC's 1994 ihr letztes Album "The Four Horsemen" veröffentlicht hatten, trennte sich die Gruppe, Auch um Kool Keith wurde es still. Mitte der 90er Jahre kombinierte er sein Reimtalent mit den innovativen Ideen der Produzenten DJ Shadow und Automator und gemeinsam mit DJ Q-Bert (Invisible Skratch Picklz) bildeten sie die Gruppe Dr, Octagon. Die erste Veröffentlichung der gleichnamigen LP, auf dem kleinen Label Bulk Records, wurde eine Sensation, die dazu führte, daß die Platte auf Mo Wax neu verlegt wurde. Noch im selben Jahr veröffentlichte Kool Keith ein Album, welches in Zusammenarbeit mit Tim Dog entstand, das Soloalbum "Sex-style" (auf Funky Ass Records), das auch unter dem Namen "Erotic Man" erhältlich ist und die Untergrundhitsingle "Keep It Real 'Represent'" produziert von Kutmaster Kurt.

Kool Moe Dee: (Mohandes DeWeese) MC aus New York City (USA). Als Mitbegründer der Oldschoolgruppe Treacherous Three MC's einer der Pioniere des Rap. Zusammen mit Spoonee G wurde er Anfang der 80erJahre auch über die Stadtgrenzen von NewYork hinaus bekannt. 1987 startete er jedoch eine durchaus erfolgreiche Solokarriere. Er unterschrieb einen Vertrag bei Rooftop/Jive Records und veröffentlichte sein Solodebutalbum, das genau wie der Künstler selbst "Kool Moe Dee" heißt. Der Soul-Fan galt als einer der ersten Swing-Rapper und machte selbst mit QuincyJones zusammen Musik. 1988 kam die zweite LP "How Ya Like Me Now" heraus. Auch die folgenden Alben "Knowledge Is King" (1989 auf Jive) sowie "Funke Funke Wisdom" (1991) gaben dem sog. Consciousness Rap einen neuen Schliff.

Kool Savas: Berliner MC, der besonders durch seine Aktivitäten mit Ono, Berlin Maskulin und MOR auf sich aufmerksam machte.

Kopenhagen: Hauptstadt von Dänemark, zählt zu den wichtigen Graffiti-Metropolen in Nordeuropa. Die ersten Graffitis wurden zu Beginn der 80er Jahre gemacht. Wichtige Namen sind Bates, Rens, der auch ein Graffiti-Magazin herausgibt, und Sek.

Kraftwerk: Elektronik-Formation aus Düsseldorf, Deutschland, Hauptmitglieder: Florian Schneider-Esleben, Electronics, Vocals, Violine, Flöte; Ralf Hütter, Keyboards, Vocals wechselnde Mitglieder: Klaus Dinger, Drums; Klaus Roeder, Gitarre, Violine; Wolfgang Flür, Percussion; Karl Bartos, Percussion; Andreas Hohmann, Drums; Henning Schmitz, Musiker; Fritz Hilpert, Musiker. Es gibt wohl kaum eine Band, sei es aus dem Bereich der elektronischen Musik oder des Jazz und des Rock'n'Roll, die auf HipHop in den frühen 80er Jahren einen immenseren Einfluß hatte, als die 1968 in Düsseldorf als "Die Organisation" gegründete Gruppe Kraftwerk. Ihr Slogan "Mensch Maschine" war und ist musikalisches Konzept und Programm. Ihre Stücke, so sagen sie selbst, verleihen den Maschinen eine Seele. Auf ihren Konzerten türmen sich auf der Bühne Keyboards, Drumcomputer, Monitorboxen, Mikrophone und selbst umfunktionierte Taschenrechner und Tastentelefone wollen Fans gesehen haben. Während sie von der deutschen Presse zerrissen wurden, feierten die von Video-spielen und George Clinton's comicartigen "Science-Fiction"-Funk beeinflußten afroamerikanischen Teenager die Gruppe als Götter einer neuen Musik. Sobald in irgendeinem verrauchten NewYorker Club ein Stückwie "Trans Europe Express", welches schnell zur Club-Hymne wurde, lief, bildeten sich Kreise und die Breaker begannen wie wild zu tanzen. Ihre Konzerte in New York waren stets überfüllt. Über die Tragweite ihrer Musik wurden sich die Düsseldorfer erst bewußt, als sich nicht nur Musiker wie David Bowie, sondern auch einer der Urväter des HipHop, Afrikaa Bambaata aber auch Gruppen wie Newcleus, 1,2 and 3, The Jonzun Crew, Planet Patrol, SJ/EF und TEE von Kraftwerks stets auf Stimmungs- und Abwechslungsreichtum bedachter Musik inspirieren ließen. Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter sind die tragenden Mitglieder der Gruppe. Schneider wurde in einer Kleinstadt als Sohn eines Architekten geboren, wuchs aber in Düsseldorf auf, Hütter, Sohn eines Arztes, stammt aus Krefeld und studierte Musik, Beide standen schon in jungen Jahren unter dem Eindruck des Schaffens des Filmemachers Fritz Lang, des Wissenschaftlers Wernher von Braun, und der Architekten des Bauhaus. 1969 schickten sie ein Demo nach England. Dieses wurde dort 1970 unter dem Titel "0rganisation-Tone Float" auf Platte gepresst. Die Kraftwerk-Alben "Kraftwerk" (1970), "Kraftwerk 2" (1971), "Ralf & Florian" (1973), "Autobahn" (1975), "Radioaktivität" (1975), "Trans Europa Express" (1977), "Mensch Maschine" (1978), "Computerwelt" (1981), "Electric Café" (1986) und "Tour de France" hatten mit der Musik der Organisation jedoch kaum noch Gemeinsamkeiten. Ein rot und weiß gestreifter Verkehrskegel, der ur-sprünglich bei Shows zur Absperrung der technikbepackten Bühne diente, wurde zum Logo der Gruppe. 1997 führten sie beim Tribal Gathering Music Festival in England und beim Roskilde Open Air neue Stücke auf. Im Juni 1998 begaben sie sich auf Welttournee. 1999 veroeffentlichten sie einen Track anlaesslich der Expo 2000.

Kreutzer, Peter: Graffiti-Experte aus München (D), der seit den 80ern zusammen mit Graffiti-Sprühern arbeitet und in den Medien als "Graffiti-Professor" bekannt wurde. Unter anderem gründete er mit K. Kitl die EGU.

Kriminalisierung: Besonders in den USA gibt es vielfältige Bemühungen, HipHop zu kriminalisieren. So wird HipHop zensiert und bestimmten Gruppen der Auftritt in einigen Städten untersagt. Eine Organisation, die für die Zensur von HipHop-Musik verantwortlich ist, heißt Parantal Advisory. Natürlich wird weltweit besonders das Writing aufgrund seines oft nicht legalen Charakters unverhältnismäßig stark verfolgt. In Berlin und anderen Städten wird zum Beispiel für die Jagd auf Sprüher Kopfgeld ausgesetzt. Auch Sprüher, die an legalen Stellen und Wänden von Abrißhäusern aktiv sind, sind nicht vor Verfolgung sicher. Siehe auch: Bundesgrenzschutz, Nofitti, Soko, Vandal Squad.

Kriss Kross: Rap-Duo aus Atlanta, Georgia (USA). Mitglieder: Mack Daddy (Chris Kelly geb, am 11. 8. 1978) und Daddy Mack (Chris Smith geb, am 10. 1. 1979). Entdeckt wurden die beiden Freunde 1991 von Jermaine Dupri (damals selbst erst 18 Jahre alt) in Atlanta, als sie vor dem Greenbiar Einkaufszentrum rappten. Mit ihrer Debut-Single "Jump", von der mehr als zwei Millionen Kopien verkauft wurden, landeten sie sofort auf Platz 1 der Popcharts und von ihrem ersten Album "Totally Crossed Out" (1992 auf Columbia/Ruffhouse Records), wurden gar vier Millionen Exemplare verkauft womit sie sich 50 Wochen lang in den Billboard Charts halten konnten. Kriss Kross waren für einen MTV Award und zwei Grammys nominiert und erhielten zwei American Musik Awards, Nachdem sie zusammen mit Michael Jackson auf Europa-Tournee und allein auf Nordamerika Tour waren, brachte Jermaine Dupri 1994 das zweite Kriss Kross Album "Da Bomb" raus, auf dem sich die mit Goldehrungen bedachte Maxi "Alright" (zusammen mit Supercat) befindet. 1996 kam das erste, wenigstens teilweise von Chris und Chris selbstproduzierte und getextete Album, "Young Rich And Dangerous" heraus.

KRS One: (Lawrence "Kriss" Parker) MC, Produzent und HipHopper aus NewYork City (USA). KRS One selbst nennt sich der "Teacher" oder "Metaphysician", Nicht zu leugnen ist, daß er wie kaum ein anderer (ausgenommen Africa Bambaataa vielleicht) HipHop repräsentiert, Angefangen hat alles am 20. August 1965, als Lawrence Parker in Park Slope Brooklyn geboren wurde, Er wuchs allein mit seiner Mutter und einem Bruder (Kenny Parker) auf, Als er 13 war wurden er und sein Bruder von seiner Mutter auf die Straße gesetzt und während Kenny wieder zurückging, zog Lawrence es vor auf der Straße zu leben, Seine Tage verbrachte er in öffentlichen Bibliotheken, um dann hoffentlich etwas Eßbares auftreiben zu können, Den Namen Kris bekam er verpasst, als er mit Hare Krishna zu tun hatte, für die er Essen an andere Obdachlose austeilte, um dann selbst etwas zu bekommen. 1984 kam er dann ins Franklyn Armory Obdachlosenwohnheim in die Bronx, wo er den Sozialarbeiter Scott Monroe Sterling (DJ Scott La Rock) traf, der sein Leben nachhaltig beeinflußte, Schließlich war es Scott La Rock, der den jungen Grafittikünstler dazu bewegte ein Mikrophon zur Hand zu nehmen und als MC aktiv zu werden. Zusammen formten die beiden Boogie Down Productions (BDP) und veröffentlichten einige Maxis und die zum HipHop-Klassiker gewordene LP "Criminal Minded"(1986 auf B-Boy Records). Als Scott am 26. April 1987 in einer Schießerei starb hatte KRS One seinen Mentor und seine Inspiration verloren, Nichtsdestotrotz machte er weiter Musik und stellte eine neue BDP Crew zusammen. Auf Jive Records, wo bis heute seine Platten erscheinen, publizierte er schon 1988 das nächste Album "By A11 Means Necessary" aufdem KRS One mit einer Uzi in der Hand posiert, in dem er das berühmte Foto von Malcom X nachstellt, auf dem sich Malcom am Fenster stehend mit einem Gewehr gegen Rassisten verteidigt. Die Musik von BDP ist hart und trocken und die Texte von KRS One hochgradig politisch. Sie richtensich aber nicht nur gegen Staat und Regierung, sondern an seine Kollegen im Rap Business, die mit ihrem nihilistischen Gequatsche von Gangs, großen Autos und viel Geld ihrer Verantwortung als öffentliche Figuren und Vorbilder nicht im mindesten gerecht werden. Zudem bringt er einfache, für jedermann gut nachvollziehbare, Weisheiten an den Hörer (den Afroamerikanischen insbesondere), so geschehen in Liedern wie "Black Man's In Effect", "Love's Gonna Get Ya", "Ya Strugglin" und vielen anderen. Der inzwischen mit Ms. Melodie verheiratete Kris (wenige Jahre später ließ er sich wieder scheiden), hatte viel zu erzählen und deshalb veröffentlichte er zusammen mit BDP 1989 "Gettho Musik: The Blueprint Of HipHop" und 1990 "Edutainment". Ganz nebenbei so scheint es, rief er die beiden wichtigsten politischen Aktionen im HipHop ins Leben. Die Stop The Violence-Bewegung 1988 (Mitbegründer war Nelson George) und H.E.A.L, (Human Education Against Lies) 1990. Nach einem Streit wurde 1991 die BDP Crew merklich kleiner und 1992 erschien das musikalisch wie inhaltlich extraharte, letzte BDP Album "Sex And Violence". KRS One machte in den folgenden Jahren nur noch Soloaufnahmen und das nicht zu knapp, Schon 1993 brachte er sein erstes Soloalbum "Return Of The Boom Bap" heraus, das mit den Hitsingles "Sound Of Tha Police" und "Return Of The Boom Bap" bestach. Zwischen vielen Gastauftritten auf Platten von Künstlern wie Channel Live und Mad Lion, entstand 1995 das inzwischen siebente Album: "KRS One" mit den Undergroundhitsingles "MC's Act Like They Don't Know" (von DJ Premier produziert) und "Rappers R'n'Dainja" sowie 1997 LP Nummer 8 "I Got Next" mit den Auskopplungen "Step In to A World" und "Friend", Auf der Maxi "Step Into A World" befindet sich ein Puff Daddy Remix, der sehr nach Kommerz klingt, Zudem machte einer der letzten wahren HipHopper Werbung für Nike und Sprite, was ihm viele seiner alten Fans vorwarfen, Doch KRS One rechtfertigte sich schlüssig mit dem Argument, daß er nur versuchte, neue Fans für sich zu gewinnen, die ihm, dem "Lehrer" dann schließlich zuhören würden und so erfahren könnten, was wahrer HipHop wirklich ist, Uber seine politischen und historischen Ansichten hielt KRS One Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre Vorträge an renomierten Universitäten, wie Harvard, Yale, Stanford, Columbia etc, Zusammen mit Musikgrößen wie den Neville Brothers, Billy Brag und R.E.M, nahm er diverse Lieder auf, Schließlich produzierte er für Leute wie Schooly D, Just-Ice, Steady B, sowie Queen Latifah und machte Musik mit Reggae-Künstlern wie Shabba Ranks und Ziggi Marley, Als einer der Trendsetter im HipHop, rappte er als einer der Ersten im Off-Beat-Stil und blieb damit nicht der einzige, Die Vielseitigkeit eines KRS One ist unbestreitbar, doch ist KRS ONE immer wieder für Kontroversen gut. Denn da, wo er früher die Jugend unterrichtete, da predigt er heute seine religionsartige Philosophie. Dies gipfelte in einem Projekt namens Temple Of HipHop, wo Schüler alles über die HipHop-Kultur, die jedoch stets durch Autodidakten voran getrieben wurde, erfahren sollen und darüber hinaus Lektionen in der Philosophie des KRS One erhalten

Krylon: Amerikanische Sprühdosenmarke, die besonders in Europa Kultstatus erreichte. Krylon entspricht in etwa der deutschen Marke Sparvar, mit der sie verwandt ist.

K-Solo: Auch Kevin Self Organization Left Others (Kevin Madison). MC aus New York City (USA). Der langjährige Freund von Parrish Smith ( EPMD) arbeitete anfänglich mit diesem in einer Gruppe zusammen, machte sich dann jedoch selbständig. Als Mitglied des Hit Squad's tourte er zusammen mit EPMD und machte sich Anfang der 90erJahre, einen Namen als hervorragender Live-MC, 1992 veröffentlichte er sein erstes und einziges Album "Times Up".

Kurtis Blow: (Kurt Walker), Rapper und HipHop-Produzent aus Harlem, NewYork (USA). Als HipHop in den Straßen NewYorks populär wurde, war der am 9. 8. 1959 in Harlem geborene Kurtis Blow einer der ersten, die Rap vermarkteten und aus der Straßenkultur ein l00.000fach gekauften Artikel machten. Nachdem Kurtis schon zu High School Zeiten als DJ tätig war, versuchte er es in den späten 70ern mit dem Rappen. Seine ersten vorgetragenen Verse klaute er sich kurzerhand von DJ Hollywood, Er arbeitete mit Grandmaster Flash und Run DMC zusammen und wurde von Russel Simmons betreut, 1979 erhielt er als erster Rapper überhaupt einen Vertrag mit einem großen Label (Mercury) und machte noch im selben Jahr, die bis dahin erfolgreichste Platte im HipHop "X-mas Rappin" (400000 verkaufte Exemplare). Als 1980 seine zweite Single "Breakin" erschien, verkaufte Blow sie über eine halbe Million Mal, Kurtis Blow hat in seiner langen Karriere, 10 LP's veröffentlicht. So auch das Album "Kingdom Blow", für das er sich Bob Dylan und George Clinton ins Studio holte. LP's: Kurtis Blow (1980), Deuce (1981), Tough (1982), The Best Rapper On The Scene (1983), Break To Rap (1983), Party Time? (1983), Ego Trip (1984), America (1985), Kingdom Blow (1986), Back By Popular Demand (1988). Alle Alben erschienen auf MercuryRecords.

L - von L.A. bis Lyrics :

L.A.: Siehe Westcoast.

Label: 1. Bezeichnung für einen Musikverlag, eine Plattenfirma, aber auch für sonstige Markenfirmen. Zu den wichtigsten HipHop-Labels in Deutschland zählen MZEE, Yo Mama, Sellout, Rap Nation, Ruff'n'Raw, 360 Grad, Put Da Needle To Da Groove, Four Music, Move/ Rapture, Köln Massive, Juiceful, Dominance, Deejays, Bassment, Blitz Vinyl, Sub Up und Buback Tonträger. 2. Aufkleber auf einem Tonträger, der Auskunft über den Interpreten, den Titel und die Songs gibt.

Lady Pink: Writerin aus New York (USA). Lady Pink begann 1979, im Alter von 16 Jahren, zu sprühen. Sie zählt zu den bekanntesten Writerinnen der Welt. Im Film "Wildstyle" spielte sie die weibliche Hauptrolle. Seit den 80er Jahren sprühte sie vermehrt legal, besonders auf Leinwänden. Doch auch heute ist sie noch auf Zügen aktiv.

Lange, Der: Writer und Rapper. Aus Dortmund (D). Der seit circa 1986 aktive HipHopper ist Rapper bei der Gruppe Too Strong und gehört zu den Begründern der Silo-Nation. Neben den regulären Releases seiner Gruppe veröffentlichte er schon ein Solo-Album namens "The Real Deal". Gemeinsam mit seinem Manager führt er in Dortmund einen Laden für HipHop-Bedarf . Außerdem ist er Bestandteil des Projekts Untergrundkönige.

Langenfeld, André: Berliner HipHop und Drum'n'Bass DJ und Radiomoderator bei DT64, Rockradio B und nun Fritz, dem Jugendprogramm des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg. Er stammt aus dem Ostteil Berlins und sammelt seit den 80er Jahren Black Music Platten. Seine ehemalige Sendung, dieYO-Show war eines der wichtigsten Sprachrohre für deutscheHipHop-Aktivisten und Konsumenten gleichermaßen.

Lanzer, Matthias: HipHop-Aktivist aus Braunschweig (D). Gemeinsam mit dem Breakdance-Pionier Spaiche, legte er im November 1990 den Grundstein für das Projekt Rap-Nation.

Large Professor: (William Paul Mitchel) Rapper und Produzent. Aus New York City (USA). Large Professor's Karriere begann, als er Anfang der 90er Jahre die DJ's K-Cut und Sir Scratch traf und mit ihnen die Gruppe Main Source gründete. Gemeinsam brachten sie ein gleichermaßen erfolgreiches, wie gutes Album heraus ("Breaking Atoms" 1991), bevor P-Large, wie er sich manchmal auch nennt, die Gruppe verließ. Seither ist er eigentlich nur noch, als überaus geschätzter und erfolgreicher HipHop-Produzent tätig. Er bewies sein Können in ungezähltenRemixes, sowie für HipHop-Größen wieA Tribe Called Quest,Nas, dieBeastie Boys und Common (Sense).

Last Poets: Kontroverse Urväter des Rap und Jazzlyriker.

Latin Alliance: Siehe Kid Frost.

Lay up: Begriff aus demWriting, der eine kleine Zugabstellanlage bezeichnet, die von Mitarbeitern der Bahn und der Sicherheitsdienste auch Kehranlage genannt wird, da dort beispielsweise an Endhaltepunkten oder Knotenpunkten Züge abgestellt und später wieder entgegen der Einfahrtsrichtung herausgefahren werden.

Leaders Of The New School: HipHop-Musikgruppe. Aus Brooklyn NYC(USA) 1991-1994. Dazu gehören Busta Rhymes (Tahiem Smith), Charlie Brown, Dinco D und Milo. Schon in der Schule begannen die vier Freunde zusammen zu rappen bis sie 1991 an einem MC Contest teilnahmen, dem Public Enemy als Juroren beiwohnten. Den Namen Leaders Of The New School verpasste der Gruppe der einflußreiche Produzent von Public Enemy, Ice Cube und Son Of Bazerk Hank Shocklee, von dem sie schließlich entdeckt und gefördert wurden. Charlie Brown und Busta Rhymes bekamen ihre Namen von Chuck D. Die noch sehr junge Gruppe erhielt einen Plattenvertrag mit Elektra und veröffentlichte noch im selben Jahr ihr Debutalbum "Future Without A Past". LONS und ihre LP wurden für ihre Kreativität und die neuen Rap Stile, die sie präsentierten, hoch gelobt. Zu dieser Zeit wurden sie Mitglieder der Native Tongue Family. Berühmt wurde die Gruppe auch durch ihre aggressive und oft kopierte Bühnenshow, die alles bisher im HipHop Dagewesene in den Schatten stellte. 1993 veröffentlichten LONS ihr letztes Album "T.I.M.E.". Bald darauf trennte sich die Gruppe aufgrund einiger Differenzen und jedes Mitglied ging eigene Wege.

Lee: Writer aus der Lower East Side, New York (USA). Puertorikanischer Herkunft. Seit Mitte der 70er Jahre aktiv ist. Den Namen "borgte" er sich vom Writing-Pionier "Lee 163g!". Seinen ersten Wholecar sprühte er 1976, seitdem sind es über 200 geworden. Für seine Wholecars brauchte er eigenen Angaben zufolge 4 bis 10 Stunden. Lee ist einer der bekanntesten Writer in der Geschichte des Writing überhaupt. Im Film "Wildstyle" spielte er die Rolle des Writers Ray. Er ist Mitglied in der berühmten Gruppe Fabulous Five. Lee, der ursprünglich aus ärmlichen Verhältnissen stammte, hatte in den 80er Jahren auch erste kommerzielle Erfolge und zahlreiche Ausstellungen, so auch 1982 auf der Dokumenta 7 in Kassel.

Lee, Spike: (bürgerlicher Name: Shelton Jackson Lee). Der politische Filmemacher Spike Lee, der 1956 in Brooklyn, New York(USA) geboren wurde, spielt eine zentrale Rolle im neuen Kino Amerikas. Er war es, der mit seinen Filmen einen wahren "urban-film-boom" in Gang setzte. Die Werke lösten oft heftige Kontroversen aus. Sein erster Film "She's Gotta Have It" (1986), der noch eine Independent-Produktion war, ist eine geistvolle und romantische Komödie, die die Filmkritiker dazu veranlaßte, ihn den "Schwarzen Woody Allen" zu nennen. Mit größeren Major-Studios im Rücken drehte er Filme, in denen Probleme und Beziehungen zwischen den ethnischen Gruppen in New York im Mittelpunkt standen. Einige Beispiele hierfür sind der 1988 gedrehte Streifen "School Daze", der Film "Do The Right Thing" von 1989 und "Jungle Fever" aus dem Jahre 1991. Letzterer ist sein bis dato gewaltigster Film. "Do The Right Thing", in dem "Fight The Power" von Public Enemey nicht nur Filmmusik, sondern eine Art "Hauptrolle" spielt, beschreibt einen heißen Sommertag in Bed-Stuy in Brooklyn mit all seinen Problemen. Der Tag endet in gewalttätigen Ausschreitungen. Durch den eher kommerziellen Charakter dieser Filme gelang es ihm, den Weg für andere Regisseure, wie die Hughes Brothers und John Singleton zu ebnen. Zusätzlich konnte er eine Boutiquen-Kette, die sich "Spikes Joint" nennt, eröffnen. Sein Markenname lautet " 40 Acres And A Mule". Der Film, der ihn endgültig bekannt machte, hießt "Malcom X". Dieser war eine Verfilmung der Biografie des Führers des Black Movement. Nachdem der Film in den Kinos angelaufen war, überschwemmte eine wahre Flut von Malcom X-Merchandising-Produkten das Land.

Lee 163d!: Writer aus New York(USA). Seit Anfang der 70er Jahre aktiv. Lee 163d! undPhase 2 waren es, die das Writing von Manhattan in die Bronx brachten. 1971/72 war Lee 163d! die Nummer 1 in der Bronx. Der bekanntere Writer Lee "borgte" sich seinen Namen von Lee 163d!.

Legale Graffiti: Seit den ersten kommerziellen Erfolgen von Graffiti, gibt es eine regelrechte Legal-Szene, in der einige Sprüher ausschließlich legal malen. Diese Vermarktung von Graffiti hat in Teilen der Bevölkerung für etwas mehr Toleranz gegenüber den Sprühern gesorgt. Siehe auch: Graffiti-Agenturen und Leinwand-Graffiti.

Leinwand: Writing im eigentlichen Sinne existiert nur im Öffentlichen Raum. Viele Writer und Aerosol-Artists malen und sprühen jedoch auch auf Leinwänden. Besonders in New York schafften viele Writer in den 80erJahren den Sprung in die Galerien, wo sich die dortige Kunstszene, die auf neue Anstöße wartete, auf sie stürzte. Für viele Writer einer bestimmten Generation in New York war es geradezu typisch, irgendwann in den Galerien zu landen.

Letters: (engl.:Buchstaben) Begriff aus dem Writing.

Lil' Kim: (Kim Jones) Rapperin. Aus Brooklyn New York (USA). Aufgefallen ist Lil' Kim besonders durch ihre frech, frivolen Texte, in denen sie ausführlich beschreibt, welche sexuellen Vorlieben sie hat. Auf den Covern ihrer Platten geizt sie nicht mit Ihren Reizen. Sie selbst sagte einmal dazu "I'm a very sexual person and what I'm revealing on my album is my personality and my experience" (Ich habe viel Sex und was ich auf meinem Album zu Gehör bringe, entspricht meiner Persönlichkeit und meinen Erfahrungen). Angefangen hat die kleine Kim Mitte der 90er als Mitglied der Junior M.A.F.I.A.. Bevor die Liebhaberin von Notorious B.I.G, eine Solokarriere startete, hatte sie schon, an dem mit Goldehrungen bedachten Album "Conspiracy" (1995 auf Big Beat/Atlantic Records) jener Gruppe mitgewirkt, Zudem reimte sie auf den Platten von Total, Mona Lisa, Skin Deep und den Isley Brothers. 1996 erschien dann die Debutmaxi "No Time" (zusammen mit Puff Daddy auf Big Beat/Atlantic) und bald darauf das ersteAlbum "Hard Core", welches Puff Daddy und Jermaine Dupri pro-duziert haben. Die Beats sind melodisch und mit einer Menge Bass, Gitarren- und Klaviersamples versehen.

Line: Begriff aus dem Writing. Eine Bahnstrecke wird von den Writern Line genannt. Wenn man an der Line malt, malt man also an der Bahnlinie entlang. Wenn man auf der Line malt, ist damit meist das Besprühen der Züge einer bestimmten Strecke gemeint.

Linebombing: Begriff aus dem Writing, ist die Bezeichnung für Bombings an einer Bahnstrecke.

Line-King: Begriff aus dem Writing, siehe King Of The Line.

Linepiece: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für ein Piece, das entlang einer Bahnstrecke gesprüht wurde.

Line-up: 1. Zusammenstellung einer Musikgruppe. 2. Organisatorischer Ablauf einer Veranstaltung. Beide Begriffe sind in der Musikszene allgemein gebräuchlich und nicht spezifisch auf HipHop beschränkt.

Living Large: Besondere Lebenseinstellung unter bestimmten Rappern, die das Zeigen von Reichtum in den Mittelpunkt stellt. Besonders im Gangster-Rap und Puff Daddy-Umfeld tritt dies deutlich zu Tage. Markenzeichen sind Autos, Frauen, Geld, Schmuck, Waffen und oft das Image von Dealern oder Zuhältern.

Locking: Breakdance-Begriff, ausdrucksstarke, trickfilmartige Tanzform, Comic-Tanz, die ersten Breaker, die diese Tanzrichtung praktiziert haben, sollen sich von Charlie Chaplin inspiriert haben lassen.

LOFD: (Lords Of Doom) Writercrew aus Berlin (D). Mitglieder: Deon, Etik, Psok, Gel, der auch bei BFM ist und Shel. LOFD besitzen einen legendären Ruf in der Berliner Writer-Szene.

L.O.N.S.: Siehe Leaders Of The New School.

Loomit: Writer aus München (D). Malt seit 1983 und zählt somit zu den ersten Writern. Seine Schriftzüge und Characters sind berühmt. Bekannt ist er auch für seine großformatigen Bilder, die er oft mit vielen anderen Writern aus aller Welt sprüht. Loomit malte bereits in vielen Ländern der Erde und hat einen wesentlichen Beitrag zur Verknüpfung der deutschen Szene mit der internationalen Szene geleistet. Loomit zählt zu den erfolgreichsten Auftragssprühern in Deutschland und macht auch Tattoos.

Loop: Begriff aus dem DJing und Produzieren. Hiermit bezeichnet man das wiederholte Aneinanderfügen eines Klangfetzens, eines Samples im gleichen Abstand. In den meisten Fällen geschieht dies alle vier Takte. Loops können sowohl am Plattenspieler als auch mittels Sampling am Computer erzeugt werden. Durch das Loopen des Breaks einer Platte kann der DJ ein völlig neues Klangbild erzeugen und beispielsweise in Freestylesessions für die instrumentale Hintergrundbegleitung der Rapper sorgen.

Loops: (engl.: Schleife, Spirale, Schlaufe). Begriff aus dem Writing. Wichtiges Stilelement des Writings, bei dem das Ende eines Buchstaben in sich zusammengerollt wurde. Phase 2 sprühte als erster in den frühen 70ern Loops und andere Writer, wie Stave 2, Super Mug oder Checker 170, der alle seine Buchstaben "loopte", entwickelten sie weiter oder kombinierten sie mit anderen Stilelementen, wie zum Beispiel Pfeilen.

Lords Of The Underground: (LOTUG). HipHop-Gruppe aus Newark, New Jersy ( SA). Mitglieder: Mr. Funkyman (Al`Tariqu Wardrick), Doitall (Dupre Kelly) und Lord Jazz. Lords Of The Underground trafen sich Anfang der 90er Jahre auf der Shaw University in North Carolina. Ein Freund von Doitall stellte die drei der Produzentenlegende Marley Marl vor, der sie in sein Studio einlud, wo auch die ersten Singles der Gruppe entstanden. Noch bevor ihr Debutalbum "Here Come The Lords" (1993 auf Pendulum Records) erschien, waren die Singles "Psycho", "Chief Rocka" und "Funky Child" große Hits. Die Musik wurde von Marley Marl produziert. Auf einer ausgedehnten Tour mit Cypress Hill und Funkdobiest, wurden LOTUG auch über die Grenzen der USA hinaus bekannt. Schon 1994 erschien das zweite, wenn auch bis heute letzte Album der Lords "Keepers Of The Funk" (Pendulum Records). Wieder hatte Marley Marl den Großteil der Produktion übernommen und dank des Hits "Tic Toc", wurde auch diese LP ein Renner. 1997 meldeten sich die Lords wieder mit einigen guten Singles, die allerdings nur im Untergrund Verbreitung fanden. Dort nannten sie sich jedoch L.O.T.U.G. Lords of the Unreleased.

Los Angeles: Siehe Westcoast.

Lost Boyz, The: HipHop-Gruppe aus New York City (USA). Dazu gehören: Freekie Tah, Mr. Cheeks, Pretty Lou und Spigg Nice, Nachdem das Quartett seine erste Single "Lifestyles Of The Rich And Shameless" in Eigenregie aufgenommen hatte, wurde das Label Uptown Records auf sie aufmerksam und nahm sie schließlich unter Vertrag. 1995 folgte das Debutalbum "Legal Drug Money", daß bald mit Gold ausgezeichnet wurde und die Lost Boyz zu einer neuen Institution im Rap werden ließ, 1997 erschien ihr zweites, sehr erfolgreiches Album "Love Peace And Nappiness".

LOUD Records: Bedeutendes HipHop-Label.

Lowriding: Bezeichnung für das Tieferlegen eines Autos. Seit dessen Verbot, haben die Leute hydraulische Systeme, mit denen die Höhe des Autos auch während der Fahrt geändert werden kann.

L.S.D.: (Legally Spread Dope) HipHop-Gruppe aus Köln/Bonn (D). Mitglieder: Ko Lute, Rapper, Produzent; Rick Skee, Rapper; Defcon, DJ, Produzent. Die Gruppe wurde 1988 in Bonn ins Leben gerufen. Sie gehörten zu den ersten deutschen HipHop-Gruppen, die in englischer und deutscher Sprache rappten und dazu noch eine EP veröffentlichen konnten. Diese nannte sich "Competent" und erschien 1991 auf Rhythm Attack Records. Durch ihre Repräsentanz auf dem "Krauts With Attitude" Sampler, der 1991 auf den Markt kam, gewannen sie schnell an Bekanntheit. Ihr erstes Album hieß "Watch Out For The 3rd Rail", auf dem der legendäre Musiker Maceo Parker einen Gastauftritt hatte. 1993 spalteten sich Ko Lute und und Defcon von der Gruppe ab und gründeten LSD PROTON. Future Rock arbeitete neben vielen anderen auch mit Torch von Advanced Chemistry zusammen und produzierte im Jahre 1995 seine LP "Beat Bombs". L.S.D, gehören neben dem Äi-Tiem und der Gruppe Controversial Unique Style zu den Begründern des Blitz Mobs.

LSD PROTON: Siehe L.S.D.

Luana: Rapperin aus Basel (CH). Luana rappt in englischer und deutscher Sprache und ist seit 1986 aktiv. Sie arbeitete schon mit dem Schweizer DJ Keys und verschiedenen Tänzern zusammen und war auch an diversen Plattenproduktionen beteiligt. Mit Lemme aus der Schweiz bildete sie die Gruppe Aquarius Answer.

Lyrical Poetry: HipHop-Gruppe aus Bremen (D). Mitglieder: Ma, Rapper, Nomad, Goldfinger,DJ. Die Bremer HipHop-Musikanten fanden sich bereits 1988 zusammen. Ihre Musik ist, wie sie selbst auch, von elektronischer Tanzmusik beeinflußt. Sie gehörten zu den Gruppen, die auf dem Sampler "Krauts With Attitude" vertreten waren. Auf dem Münchner Label Sub Up veröffentlichten sie ihre "S.M.I.L.E"-EP. Sie tourten mit IQ und Gangstarr. In den folgenden Jahren erschien noch das "S.M.I.L.E"-Album und die LP "Nonplusultra" mit der 12" Singleauskopplung "Vom Teufel besessen".

Lyrics: Texte eines Songs, eines Rappers, gelegentlich in den Booklets der Tonträger abgedruckt. Jedoch erschienen auch schon Bücher, die eine Vielzahl Texte herausragender US-Rapper veröffentlichten.

M - von Maat bis Mzee :

Maat: Writer aus Amsterdam (NL). Aktiv seit 1984. Maat hat Züge in ganz Europa besprüht.

Mack: 1. Synonym für Pimp. 2. Ein Frauen-Typ sein.

Mack Daddie: Slang Bezeichnung für Frauenheld.

Mad 1: Writer aus New York (USA). Sprühte als erster Western-Style.

Mag: Abkürzung für Magazin.

Magazine: Siehe HipHop-,Graffiti- Magazine.

Magic: Writer aus Düsseldorf (D). Seit Anfang der 80er aktiv. Mitglied der NUT-Crew, gilt als Styleking in Düsseldorf.

Main Source: Hiphop-Band aus New York City (USA). Mitglieder: Large Professor (William Paul Mitchell), K-Cut (Kevin McKenzie), Sir Scratch (Shawn McKenzie), Mikey D und Shaheem. Brachten 1991 ihr Debutalbum "Breaking Atoms" auf Wild Pitch Records heraus. Large Professor, K-Cut und Sir Scratch, sind die ursprüngliche Besetzung. Hits: "Lookin' At The Front Door" und "Just A Friendly Game Of Baseball". 1992 produzierten sie "Fakin' The Funk" für den Soundtrack "White Man Can't Jump". Nach dieser Single endete die Zusammenarbeit. Large Professor verließ die Gruppe. K-Cut und Sir Scratch suchten nach einem Ersatz für ihren MC. Sie fanden Mikey D und die junge Dame Shaheem. 1994 machten sie ihre zweite LP "Fuck What You Think" in neuer Formation. Hiernach trennte sich die Gruppe endgültig.

Mainstream: (wörtlich: "Hauptstrom") Synonym für massentaugliche Musik.

Make't Better Magazine: HipHop-Magazin (Schweiz). 1991 in Luzern gegründet. Mittlerweile in ganz Europa erhältlich. Schwerpunkt ist Graffiti.

Malen: Begriff aus dem Writing, siehe Sprühen.

Maler: Begriff aus dem Writing, siehe Writer.

Mancha: Female Rapperin Hannover. Sie befaßt sich seit Mitte der 80er mit HipHop und war schon in diversen Gruppen aktiv, veröffentlichte auch eine eigene LP.

Mantronix: Aus Brooklyn, New York (USA). Mitglieder: Curtis Mantronik, Bryce Luvhr, Tee DJ Dee. Die Gruppe entstand 1985. Im selben Jahr veröffentlichen sie eine Single namens "Fresh Is The World" auf einem New Yorker Label. Nach der LP "The Album" veröffentlichten sie die zweite LP "In Full Effect", die durch EMI verlegt wurde. Der typische Mantronix-Sound ist eine Mischung aus House, Electro, Swingbeat und schweren HipHop Beats. "This Should Move", die dritte LP und die Single "Got To Get Your Love", mit Wondrees aufgenommen, aus dem Jahre 1990, gelangten in die Top 5 der britischen Dance-Charts (fünf Wochen auf Platz 1).

Marker: Bezeichnung aus dem Writing. Für Filzstifte, die für Tags benutzt werden.

Marley Marl: (Marlon Williams) aus Queens, New York (USA). Produzent und DJ ("Juice Crew"). Mitte der 80er Jahre wurde er, als Mr. Magic, durch seine wöchentlichen HipHop-Sendung "Rap Attack" auf der Radiostation WBLS, populär. Marley Marl produzierte, für sein Label "Cold Chillin' " , Stars wie Biz Markie, Roxanne Shanté ,M.C. Shan, Masta Ace, Def Jef, Capone'N'Norega. Er entwickelte die Sampletechniken weiter. Er war einer der ersten, die intensiv mit Samples arbeiteten.Veröffentlichte zwei LP's. Marley Marl produzierte die beiden LP's der Lords of The Underground 1993 und 1994.

Married Couple: Bezeichnung aus dem Writing. Für einen Doppel-Wholecar. Ursprünglich für zwei ständig zusammengekoppelte U-Bahn-Waggons. Der erste Married Couple wurde von A.J. 161 gemacht.

Marshmallow Style: Begriff aus dem Writing. Für einen Style, dessen Buchstaben an den unteren Enden angeschwollen sind.

Marxman: Hiphop-Band aus Dublin/Bristol (GB). Mitglieder: Hollis, Nellee Hooper, Phrase, Rapper, Smith & Mighty, Oisin Lunny, K1. Auf dem Label "Take The Floor Records" erschien im November 1991 ihre erste Single "Sad Affair". Das Debutalbum "33 Revolutions Per Minute" erschien 1994 auf "Talkin' Loud Records". Daraufhin wechselten sie zu "Rockers Records", wo im November 1996 ihre zweite LP "Time Capsule" erschien.

Massive Töne: Aus Stuttgart(D), siehe Four Music. Siehe auch Hiphop.de/Musik/Bands/Massive Töne

Masta Ace: (Duval Clear) Aus Brownsville, Brooklyn, New York (USA). MC und Produzent. Mitte der 80er Jahre gewann er einen Rap Contest. Als Preis gab es ein Treffen mit Marley Marl in einem Studio. Also nahm Masta Ace eine Single ("Simon Says/Keep Your Eyes On The Prize") auf, die dem Produzenten gefiel. Er brachte sie auf sein eigenes Album "Marley Marl's In Control VoL 1". Masta Ace rappte auch auf dem Album mit der Juce Crew das Stück "The Symphony Part 1". 1989 erschien die Debut-LP "Take A Look Around" ("Cold Chillin' Records"), welche 1995 noch einmal verlegt wurde. 1990 hat Masta Ace "Cold Chillin' " verlassen. Ein Jahr später unterschrieb er einen Vertrag bei "Delicious Vinyl". 1993 veröffentlichte er die Single "Slaughtahouse", mit dem Hit "Born To Roll"auf der B-Seite. Ein Jahr später beteiligte er sich an der Single "Crooklyn" für den Soundtrack des gleichnamigen Films von Spike Lee. Mit der Unterstützung der Crew von Masta Ace Incorporated (INC), 1994 entstand die LP "Sittin' On Chrome". INC Mtgleider: Lord Digga, Paula Perry, Cella Dwellas.

Masterpiece: Bezeichnung aus dem Writing. Für ein besonders gutes Piece. Wörtlich: Meisterstück.

MC: Steht für Master of Ceremony, auch Move (the) Crowd. Jemand der weiß, wie er das Publikum bei Laune hält durch seine Raps und Lyrics.

MC Hammer: (Stanley Kirk Burrel, geboren 30.3.1962) MC aus Oakland, Kalifornien (USA). 1990 veröffentlichte er die Hitsingle "U Can't Touch This" aus seiner Debut LP "Please Hammer Don't Hurt 'em" ("Capitol Records"). Die Shows von MC Hammer bestanden aus professioneller Choreographie und Lichteffekten. Er sampelte z.B. "Superfreak"(Rick James). MC Hammer rappte auf dem Sampler"We Are All In The Same Gang" mit. 1991veröffentlichte er das zweite Album "Too Legit To Quit". Das MC verschwand aus seinem Namen. Hammer brachte 1994 sein drittes Album"The Funky Headhunter" heraus.

MCing: Steht für Master of Ceremony in Aktion. Anderes Wort für Rappen.

MC Lyte: (Lana Moorer) MC Aus New York City (USA). Im Alter von zwölf Jahren fing sie an zu rappen. Ende der 80er Jahre veröffentlichte MC Lyte die Debutmaxi "I Cram To Understand U (Sam)" auf EastWest/Elektra Records. 1988 das Album "Lyte As A Rock".Sie beteiligte sich an der Single "H.E.A.L. Yourself" auf dem Sampler "H.E.A.L." (Human Education Against Lies) von KRS One. 1993 veröffentlichte sie das Album "Eye On This" mit der Hitsingle "Cha Cha Cha". Es folgten die LP`s "Act Like You Know" und "Ain't No Other". Die Single "Ruffneck" wurde für einen Grammy nominiert und erreichte Goldstatus. 1996 entstand mit X-Scape die Single "Keep On Keepin' On", die auf ihrer LP "Bad As I Wanna Be" und dem Soundtrack zum Film "Sunset Park" erschien. Der nächste Hit "Colt Rock A Party" (Remix) ,aus dem Jahre 1998, wurde von Missy Elliot unterstützt, sowie auch das Album "Seven And Seven".

MC Ren: (Lorenzo Patterson) MC Aus Compton, Kalifornien (USA). 1988, im Alter von 17 Jahren, wurde er ein Mitglied der Gruppe N.W.A . Zusammen mit Dr. Dre, Ice Cube, Eazy E und DJ Yella machte er drei Alben und eine EP, die alle mehrere Millionen Mal verkauft wurden. Nach der Auflösung von N.W.A. ,1991, setzte MC Ren seine Karriere fort. Seine erste veröffentlichung war die EP"Kizz My Black Azz" (1992 auf Ruthless/Relativity Records), sie erreichte Goldstatus. 1994 folgte das Debutalbum "Shoc Of The Hour". Arbeite mit Produzenten wie Cold 187 (Above The Law) , Madness 4 Real an der zweiten LP "The Villian In Black", zusammen. Ren gehört jetzt der Nation Of Islam (NOI) an. Er klärt seine Umwelt über historische, politische und religiöse Zusammenhänge auf. Auf der letzten LP hält der Sprecher der Nation Of Iislam, Khalid Muhammed, ein Referat.

MC Rene: MC Aus Braunschweig (D). In den frühen 90ern im Alter von 16 Jahren erste Veröffentlichung auf dem "Rap Nation"-Sampler "That's Real Underground" mit State of Departmentz. Der Freestyler löste sich von State of Departmentz und tourte von Jam zu Jam . Crew übergreifenden veröffentlichte MC Rene das Stück "Die neue Reimgeneration"auf dem "Alte Schule"-Sampler und wirkte bei Gruppen wie Fettes Brot, F.A.B. und Mainconcept mit. Sein Debut-album "Renevolution" erschien auf MZEE Records. Das Album ist von Produzenten wie No Remorze, Stieber Twins und"Headrush produziert worden. Arbeitet mit DJ Mirko Maschine, Spax, Blade sowie DJ Chestnut zusammen. Im September 1999 erschien MC Rene mit FlavorFlav, Grandmaster Flash, Afrob und DJ Tomek auf der Hitsingle "1 2 3 Rhymes Galore". Seit März 2000 modereriert er die VIVA Sendung "Mixery Raw Deluxe".

MC Shan: (Shawn Moltke) MC Aus Queens, NewYork (USA). 1987 erschien seine erste LP "Down By Law" auf Cold Chillin' Records. Mitglied der Juice Crew. 1988 veröffentlichte er sein zweites Album "Born To be Wild". 1990 entstand die dritte LP "Play It Again". Danach arbeitete er als Produzent.

MC Solaar: (Claude M'Barali)MC aus Paris (F). Aufgewachsen in Dakar, Senegal, wanderte in früher Jugend nach Frankreich aus. Gründete Ende der 80er Jahre mit einigen HipHop-Aktivisten, u.a. Soon E MC, die 501 Special Force. Nach dem Untergrunderfolg der ersten Single dieser Gruppe schloss Solaar einen Vertrag mit Polydor Frankreich ab. 1991 erschien sein erstes Album "Qui Seme Le Vent Recolte Le Tempo". Auf der Single ist ein Remix von DJ Premier und Guru (Gang Starr) zu hören wodurch Claude MC (wie Solaar sich oft nennt) internarional bekannt wurde. Seine zweite LP "Prose Combat" ,von Jimmy Jay produziert, wurde ein Hit in ganz Europa. Guru lud MC Solaar ein auf seinem "Jazzmatazz" Album mitzuwirken. 1996 erschien Soolar's Foto auf dem Cover "Newsweek Magazines". 1997 veröffentlichte Solaar mit Ophelie Winter sein drittes Album "Paradisiaque".

Mellie: Writer Aus Utrecht (NL). Seit 1986 aktiv. Bedeutender Train-Bomber. 1994 schaffte er es, in Amsterdam Train-King zu werden. Malte Züge in ganz Europa. Mellie ist Mitglied in der Writergruppe MSN und hat Einfluß auf das Writing in ganz Europa.

Mellow Man Ace: (Ulpiano Sergio Reyes) MC aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Stammt aus Cuba. Mitglied der Gruppe DVX (später "Cypress Hill"). Verließ die Gruppe aber noch bevor 1987 seine erste LP "Mas Pingon" auf "Delicious Vinyl" erschien. Leitfigur der Latino HipHop-Gemeinde. 1989 veröffentlichte Mellow Man Ace das Album "Escape From Havanna" auf "Capitol Records.

Mess: Zweitname von Delta.

Message: Engl.: Botschaft.

Method Man: (Clifford Smith)MC aus Staten Island, New York (USA). Wu Tang Clan-Mitglied. Alias Johnny Blaze, Ticallion Stallion, Shakwon, Methical, MZA. 1993 erschien das Solostück "Method Man" auf dem Wu Tang Clan-Album "Enter The 36 Chambers". 1994 veröffentlichte er eine Solo-LP. Das Album "Tical" erschien auf Def Jam und wurde von RZA produziert. Den Hit "I'll Be There For You/You 're All I Need" hat Method Man mit Mary J Blige aufgenommen. Zusammen mit Redman machte er die Single "How High" für den Soundtrack zum Film "The Show". Zudem war er auf fast allen Wu Tang-Veröffentlichungen (u.a. "Wu Tang Forever" 1997) und LL Cool J zu hören. 1998 erschien sein zweites Album.

Miami Bass: Stilrichtung innerhalb der HipHop-Musik. Mitte der 80er entstand diese Stilrichtung in Miami. Miami Bass kann als Mischung aus HipHop und europäischer elekronischer Musik (z.B.Kraftwerk) gesehen werden . Typisch sind hier schnelle Beats und tiefe Bässe. Die wichtigsten Namen sind Techmaster P.E.B. ,Magic Mike und Two Live Crew.

Mic Check: Teil des Sound Checks, bei dem das Mikrofon auf Funktionstüchtigkeit und Klang kontrolliert wird.

Mic Control: Begriff aus dem MCing. Hierunter versteht man die Fähigkeit mit dem Mikrofon so umzugehen, daß man für das Publikum verständlich ist.

Mic Force: Hiphop-Musik-Crew aus Wiesbaden (D). Mitglieder: Muzicman, D-Raid und Sense. 1993 erschien ihre 12" Single "Fuck You Skin" auf "Move Records".

Mic Geronimo: MC aus Queens, New York(USA). Mic Geronimo schloß mit der Plattenfirma Blunt/TVT Records einen Vertrag ab. Veröffentlichte mit der Unterstützung von Da Beatminaz und Jay Z sein Debutalbum "The Natural". Durch Singles wie "Shit 's Real" und "Where Ever You Are" wurde das Album ein Erfolg. 1998 erschien die zweite LP "Vendetta" in Zusammenarbeit mit Puff Daddy, Pete Rock, Havoc (Mobb Deep), Royal Flush, K-Def, Monifah, Tragedy und anderen.

Mills: Begriff aus dem Breakdance. Engl.: Mühlen. Die Mills gehören zu den "Powermoves" und bezeichnen Drehungen um die Körperlängsachse mit abwechselndem Bodenkontakt der Schultern und Hände. Sind die Beine während dieses Vorgangs angezogen, spricht man von Mini Mills. Sind die Beine hingegen ausgestreckt, so bezeichnet man dies als Windmills oder Helicopter. Besteht währenddessen abwechselnder Bodenkontakt mit Bauch und Schultern, so bezeichnet man diese Bewegungsarten als Belly Mills.

Mini Disc: Digitaler (Ton-) Datenträger, arbeitet mit Datenreduktion. Siehe auch DAT.

Mintis: Bezeichnung aus dem Writing für die mintfarbenen Regionalzüge der Deutschen Bahn AG.

Missy Elliot: (Milissa Elliot) Produzentin, Sängerin und MC aus Portsmouth, Virginia (USA). Missy Elliot begann ihre Karriere mit der Gruppe "Sista". Wurde zu einer bedeutenden Künstlerin. Arbeitete u.a. mit SWV, MC Lyte, Gina Thompson, Aaliyah zusammen, bevor sie 1997 ihre Debut LP "Supa Dupa Fly" veröffentlichte. Tim "Timbaland" Moeseley arangierte die meisten Stücke für Missy. Die Singles "Sock It 2 Me" und "The Rain" wurden ein Hit.

MIK'x News / Mik's X-Side News / MK ZWO: HipHop-Musik Magazin aus Berlin (D). 1991 von M. Kostevc erstelltes Magazin, wird mittlerweile in ganz Deutschland vertrieben.

MK ONE: (Martin Klaus) DJ aus Berlin (D) aus dem CNF-, Muckemob-Umfeld.

Mixer: Bezeichnung aus dem DJing. Engl.: Mischpult. Von DJ's benutztes Ton-Mischpult. Am meisten verbreitet sind Battlemixer weil sie auf das Nötigste beschränkt und mit einem "Crossfader" ("X-Fader") ausgestattet sind. Grandmaster Flash ist Erfinder des "Cross"- bzw. "X"-Faders, welcher ein schnelles Überblenden von einem Kanal zum nächsten ermöglicht.

Mixtape: Musikkassette die von einem DJ zusammengestellt ist. Meist enthält sie die neuesten Hits. Man kann diese auf Jams, bei Mailorder-Vertrieben, in Plattenläden und auf Straßenständen erwerben. Vereinzelt werden Mixtapes auf Platten gepresst.

MOA: (Monsters Of Art) Train-Bomber-Crew aus Skandinavien. Mitglieder: Cake, Che, Dudge, Egs, Game, Les, Line, Mach, Midas, Mins, Seks, Serie, Smetch und Spy. 1994 schlossen sich MOA und VZM (Train-Bomber-Crew) zur VIMOA zusammen.

Mobb Deep: MC/Produzenten-Duo aus Queens, New York(USA). Mitglieder: Havoc (K. Muchita) und Prodigy (A. Johnson). 1992 trafen sich Havoc und Prodigy auf der High School. Gemeinsam suchten sie ein Plattenlabel. Durch die Aufmerksamkeit von Q-Tip (A Tribe Called Quest) kamen Mobb Deep bei "4th & Broadway" unter Vertrag. 1993 veröffentlichten sie das erste Album "Juvenile Hell". Im selben Jahr wechselten sie zu "Loud Records". Es erschien die Single "Temperature's Rising". 1995 erschien ihr Hit "Shook Ones Part II" gefolgt von ihrem zweiten Album "The Infamous". Die Stücke "Give Up The Goods", "Up North Trip", und "Survival Of The Fittest" waren überall bekannt. 1996 erschien die Hitmaxi "Frontlines" und wenig später die gleichnamige dritte LP,die von Big Noyd unterstützt wurde.

Mode 2: Writer aus Paris (F). Wurde in Mauritius geboren. Lebte bis 1987 in London. Er ist in vielen Writercrews u.a. TCA (The Chrome Angles) und TDS (The Def Stars). Mode 2 ist berühmt für seine B-Boy-Character. Sein Buchstabenstyle ist NewYork-orientiert. Mode 2 hat schon in aller Welt gesprüht. Ist als Auftragssprüher sehr erfolgreich.

Moonwalk: Begriff aus dem Breakdance. Gehört zu den Floats.

M.O.P. (Mash Out Posse): MC-Duo aus Brownsville, Brooklyn, New York (USA). Mitglieder : Billy Danzenie und Lil'Fame. 1992 unterzeichneten die ihren ersten Plattenvertrag bei 4th & Broadway Records. Das Stück "The Neighborhood Hood" veröffentlichten sie auf einem 4th & Broadway-Compilation Album. Zwei Jahre später erschien das Debutalbum "To The Death" auf Select Records. Hitsingle: "How About Some Hardcore". DJ Premier (Gang Starr) produzierte einen Bonus Stück für eine M.O.P.-Single. 1996 produzierte DJ Premier das zweite M.O.P.-Album "The Firing Squad", auf Relativity Records veröffentlicht. Es kamen Projekte mit Kool G Rap, Heather B, Guru, Chubb Rock, Notorious B.I.G und einigen anderen zustande. 1998 entstand mit "DJ Premier" die M.O.P-EP "Handle UR Bizness/Rasin' Hell", die auf Relativity erschien.

Mos Def: (Dante Beze) MC aus New York City (USA). Angefangen hat er im Alter von neun Jahren. War Teil der Gruppe UTD (Urban-Thermo Dynamics). Heute ist er Mitglied der "Native Tongue Familie" (De La Soul, Bush Babies, A Tribe Called Quest etc.). 1997 erschien seine Debutmaxi "The Universal Magnatic/If You Can Huh You Can Hear". Zusammen mit Reflection Eternel(Mr. Man und Hi Tech) entstand der Untergrundhit "Fortified Live". Auf dem Sampler "Lyricist Lounge Vol 1" rappte Mos Def, das Stück "Body Rock", mit Q-Tip und Tash. 1998 veröffentlichte er mit Talib Kwali unter dem Namen "Mos Def And Talib Kwali Are Black Star" eine LP. Eine Solo-LP ist geplant. In New York ist er auf Parties und HipHop-Events präsent.

Moses P.: Rapper aus Rödelheim bei Frankfurt/Main. Seit Anfang der 80er aktiv. Bekannt geworden vor allem durch seine Band RHP (Rödelheim Hartreim Projekt)

Motion Bombing: Begriff aus dem Writing für das Besprühen eines Zuges während eines Aufenthaltes (z.B. am Bahnhof). Dabei wird oft, wenn der Zug losfährt, eine Wellenförmige Linie gesprüht. Steht auch für das Bomben während der Fahrt. Siehe S-Bahn-Surfen.

Motion Tagging: Begriff aus dem Writing für Outside-Tags die während der Fahrt angebracht werden.

Move: 1. Begriff aus dem Breakdance für einen festen Bewegungsablauf. 2. Begiff aus dem Writing für die Art, wie sich Buchstaben "bewegen".

Move/Rapture/We Bite Records: Label und Mailorder-Vertrieb aus Pfullingen, Baden-Würtemberg (D). 1987 gründete Thomas Issler "We Bite Records". Zu Beginn vermarkteten sie Hardcore-Gitarren-Gruppen aus den Vereinigten Staaten, durch das Interesse der Mitarbeiterin Margit Wellenreuther an anderen Musirichtungen fand eine Expansion der Firma statt. 1992 knüpften sie erste Kontakte zu HipHop-Aktivisten wie Andreas Purzer, Main Concept und Gunshot. Main Concept, Gunshot und Mic Force wurden unter Vertrag genommen. Der Sampler "Check Out The Flavour", der Acts aus den USA featurete, wurde erstellt. Es wurden Kontakte, zu Saskia Slegers (Djax Up) und dem amerikanischen Label Ichiban geschlossen. Zu den Erscheinungen auf Move/ Rapture zählen die Treacherous Three MC's, DTF (Dope Posse), 24K, Gunshot, J-Bad.

Mr. Magic: Siehe Marley Marl.

MSN: (Maniakken Stoppen Nooit) Writercrew aus (NL). Mitglieder: Reaze, Mellie und Sycho (Utrecht), Ces 63 (Rotterdam), Delta und Gasp (Amsterdam), Fume (Düsseldorf), sowie Argh und Vodka. Weltweit bekannt für ihre Trains.

MTA: 1.(Metropolitan Transit Authority/Mass Transit Authority). New Yorker Behörde für den öffentlichen Nahverkehr, hieß früher RTD (Rapid Transit District). Das Subway-Netz von New York zählt zu den Größten in der Welt. Es hat 475 Subway-Stationen, mehr als 8000 Waggons und ein Schienennetz mit über 1000 Kilometern Länge. Das Tunnelsystem hat mehrere Ebenen. Sprühen in den New Yorker Subways und das MTA-Logo sind Kult geworden. In den 80er Jahren war das gesamte Subway-System gebombt. Der damalige Bürgermeister Koch und die MTA schafften es nahezu, Graffiti auf Zügen, zu beseitigen. Yards wurden mit hohen Stacheldrahtzäunen und Hunden gesichert. Es wurden Züge, die leichter zu säubern sind, in den Verkehr gebracht. Die Verkehrsbetriebe der Stadt LA tragen ebenfalls den Namen MTA, stehen jedoch nicht in Abhängigkeit zu den New Yorker Verkehrsbetrieben.

Muckemob: Zusammenschluß diverser HipHop-Aktivisten um Bass D. aus Berlin(D).

Muggs: Siehe DJ Muggs.

Multona: Sprühdosen-Marke aus Deutschland. Hergestellt von der Peter Kwasny AG.

Munchmills: Begriff aus dem Breakdance für Windmills mit gekreutzen Beinen.

Munich Productions: HipHop-Fanzine aus München(D).

Murals: Begriff aus dem Writing für Bilder auf Wänden.

MZEE/MZEE FRISCH: Hiphop-Firma aus Mainz. Gilt aufgrund ihrer Pionierarbeit als eines der Standbeine des deutschenHipHop. Der Name MZEE leitet sich einerseits von MC und andererseits vom Mainzer Autokennzeichen MZ ab. Die beiden Hauptinitiatoren Achim Walta und Kotthoff, aber auch der HipHop-Journalist Andreas Purzer sind seit den 80er Jahren als DJ, Writer, Rapper oder Breaker deutschlandweit aktiv gewesen. Schon früh begannen die Aktivisten Jams zu organisieren und engagierten sich für diverse HipHop-Projekte in Jugendeinrichtungen. Akim und Gee 1, einst auch Mitglied bei Advanced Chemistry waren die Begründer des On The Run Magazins. 1992 war geplant, alle großen Fanzines (Full Effect, Hype, Munich, Productions, Rap Nation und On The Run) zusammen zu bringen und daraus das neue MZEE-Magazin entstehen zu lassen. Zu einer Zusammenarbeit kam es jedoch bei dem neuen MZEE Magazin nicht, das heute nicht mehr erscheint. Vor allem durch Advanced Chemistry, die dort ihr erstes Album verlegen ließen, wurde MZEE-Records bekannt. Auch Acts wie MC René, Cora E. und die Stieber Twins veröffentlichten ihre Platten bei MZEE. In den 90ern kam Andreas Welskop (ehem. S.W.A.T. Posse) zum MZEE-Team und ihr "From Here To Fame" Mailorder wurde gegründet. Auch das "Battle Of The Year" wird von "From Here To Fame" durchgeführt.

N - von Nabi,Adrian bis Nutcrackers :

Nabi, Adrian: HipHop-Aktivist aus Berlin (D). Siehe Backjumps.

Nadelcaps: Siehe Needlecaps

Naegeli, Harald: Künstler aus der Schweiz.

Name: Beim Writing geht es darum, den Namen bekannt zu machen und dabei selbst anonym zu bleiben. Dies geschieht nicht nur, um einer Strafverfolgung zu entgehen, sondern auch, weil es vielen ein Genuß ist, selbst im Hintergrund zu bleiben, während der Name Fame erlangt. Namen werden abgeleitet von Spitznamen, Abkürzungen oder entstammten der Fantasie.

Namebelt: Gürtelschnalle, auf dem der Name (meist "Tag") angebracht ist.

Name Tag: Engl.: Namensschild. Bezeichnung für Tags.

NARAS: (National Academy of Recording Arts and Sciences). 1957 in Los Angeles(USA) gegründet. Ist eine Organisation, die sich "hauptsächlich mit dem Erkennen, Fördern und Belohnen großer Leistungen in der Schallplattenbranche" beschäftigt. Ihre Mitglieder (dazu gehören Komponisten, Dirigenten, Sänger, Texter, Produzenten etc.) wählen aus den tausenden Nominierungen alljährlich die Preisträger der Grammy Awards aus. Die Verleihung in den mehr als 70 Kategorien, wird im Fernsehen ausgestrahlt. Seit 1988 verleiht die NARAS auch einen Grammy in der Kategorie "Best Rap Performence".

Nation Of Graffiti Artists: Graffiti-Organisation. 1972 gegründet von Jack Pelsinger. Stand zu United Graffiti-Artists in Konkurrenz. Die NOGA veranstaltete Workshops und beschaffte Writern Aufträge und Material.

Nation of Islam: Die Nation of Islam (NOI), ist eine islamische Religionsgemeinschaft. Ihre Mitglieder werden auch "Black Muslims" genannt.

Native Tongues: Zusammenschluß von MC's und Cerws zu einer Interessengemeinschaft aus USA. Africa Baby Bam sagte dazu: "Native Tongues is not saying that we are a posse. It's saying that we speak the same language." (Native Tongues sagt nicht aus, daß wir eine Posse sind. Es heißt, daß wir die selbe Sprache sprechen.) zu den Native Tongues gehören De La Soul, A Tribe Called Quest, Jungle Brothers, Queen Latifah, Monie Love, Black Sheep, 4 Chi Ali, Beatnuts, Prince Paul, und Common (Sense).

Neckmoves: Begriff aus dem Breakdance für eine Umdrehung einer Windmill bezeichnet.

Needlecaps: Sprühköpfe mit eingesteckter Injektionsnadel, die einen besonders schmalen Strich (unter 1cm breit) zulassen. Waren in Deutschland besonders in den 80ern sehr beliebt und gelten als Vorläufer der Skinnycaps, die erst später frei (käuflich) zu erwerben waren. Needlecaps wurden selbst hergestellt indem man eine Injektionsnadel in das Loch der Düse eines Standardcaps drückte.

NAS: Writercrew aus Holland (NL). Mitglieder: Serch, Sezar, Bel, Nesk und Herz. Sind Europaweit aktiv..

Network Press: Club-Musikmagazin aus Hamburg/München(D). Anfang der 90er erschienen. Neben Bad war Network Press in Deutschland eine der wenigen Quellen, durch die man sich über HipHop auf dem Laufenden halten konnte. Produziert wurde das Magazin in Hamburg und gehörte zur "M.N.S."-GmbH aus München. Vertrieben wurde das Heft über den "Inland Presse Vertrieb" ("IPV"). War in Plattenläden erhältlich. Network Press produzierte auch eine kurze wöchentliche Sendung für das Fernsehen.

New Jack: Synonym für Anfänger.

Nine: Synonym für eine Neun-Millimeter-Pistole.

Newschool: Die jüngeren Generationen in der HipHop-Kultur.

No Diggety: Engl.: Kein Zweifel, keine Frage.

Nofitti: Berliner Bürgervereinigung aus dem Dunstkreis der CDU, deren Ziel die Verbannung von Graffiti aus dem Stadtbild ist. Sie setzt sich für eine Verfolgung der Writer ein, für eine schnellere Reinigung von Graffiti und auch für ein Verbot von Sprühdosen und legalen Wänden. Besonders aktiv war Nofitti während des Wahlkampfes 1994. Der Vorsitzende Dieter Hapel war zu diesem Zeitpunkt Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU in Berlin. Ihm wurde daher von vielen Seiten Profilierungssucht vorgeworfen. Diese Art von Organisationen gibt es in fast allen Großstädten der USA.

NOGA: Siehe Nation Of Graffiti-Artists.

No Solo: HipHop-Crew aus Berlin (D). Mitglieder: Funky F (Frank Felke), TC, Basti, ehemals Pearl Nad. Bühnendebut am 5. Oktober 1991 im ABC (Berlin Köpenick). Tourten durch einige Städte Deutschlands. Im Berliner Sportforum nahmen sie an einem Benefizkonzert zur Rettung des Radiosenders DT64 teil. Auch waren sie auf "S.W.A.T" Veranstaltungen live zu sehen. No Solo waren auf dem "Vibrazone"-Sampler vertreten. Nachdem die einzige Frau der Crew die Crew verließ, wurde TC Mitglied. Ihr Lied "Handbetrieb" wurde von Radiostationen gespielt und schaffte den Sprung in die Singlecharts.

Nutcrackers: Begriff aus dem Breakdance für eine Windmill, bei der der Breaker die Hände zwischen den Beinen hat.

O - von Odem bis Overkill :

Odem: Writer aus Berlin (D). Seit 1988 aktiv. Gründete mit Some die SOS-Crew. Hatte zuvor unter dem Namen Sor VI gearbeitet und zählt mit Amok zu den bedeutendsten Writern Berlins und galt dort lange Zeit als Styleleader. Er sprühte seine Bilder in aller Welt. 1997 erschien das Buch "Odem: On The Run" von Jürgen Deppe (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag).

Off Beat Rap: Stilform des Rap, bei der die Reime nicht auf dem vierten Schlag, also der Vier des 4/4 Taktes beginnen, sondern danach oder davor. Die Kunst dabei ist es, trotzdem im Takt zu bleiben und den Flow zu halten. Dieser Rapstil ermöglicht es dem Rapper, seine Reime anders zu betonen. KRS One war einer der ersten, die diesen Stil verbreiteten. MC Kool Keith ist als gutes Beispiel für Off Beat Rap Style zu nennen.

Öffentlicher Raum: Bezeichnung für die Orte der Stadt, die für jeden zugänglich sind. Wird häufig im Zusammenhang mit Writing genannt.

Oldschool: Die ersten Generationen der Szene, werden im HipHop als Oldschool bezeichnet.

Oldschool-Writer: Bezeichnung für Writer, die zu den ersten Generationen der Szene gehören.

OMT: ("One More Time") Writercrew aus den Niederlanden. Zu Beginn der 90er machten sie sich auf, überregioal Züge zu bomben. Sie gaben sich verschiedene Gruppen-Namen und sorgten in der Berliner Writer-Szene durch ihre dort angefertigten Whole Cars und -Trains für Aufregung.

On The Run: Graffiti-Magazin aus Deutschland mit überregionaler Thematik. 1991 von MZEE-Mittgliedern gegründet. Nach einigen Jahren eingestellt. Inzwischen wurde es mit neuem Konzept wiederbelebt.

One-Man-Wholecar: Bezeichnung aus dem Writing für einen Wholecar, der von einem Writer alleine gemalt wurde. Einen One-Man Wholecar zu malen, sorgt in der Writing-Szene für sehr viel Respekt.

Opak: Writer aus Paris (F). Seit den späten 70ern aktiv. Ist mit Honet, Fint, Pum und Sezam( alle Paris) einer der bekanntesten Trainbomber Europas. Spezialist für Simpel-Style.

Originoo Fun Rappers: Siehe Fettes Brot

Outline: 1. Bezeichnung im Writing für die Umrißlinie eines Graffitis. Outlines ohne Fillin heißen Throw ups. 2. Graffiti-Magazin aus Berlin.

Outsidebombings: oder Outsidetags. Begriff aus Writing für Bombings oder Tags, die an der Außenseite des Zuges angebracht werden. Diese Bezeichnung gilt auch für Tags und Bombings, die während eines Aufenthaltes der Züge oder während der Fahrt, angebracht werden.

Overkill: 1. Begriff aus dem Writing. Für ein "unkontrolliertes Herausschießen" der Farbe aus der Sprühdose. Passiert meistens, wenn Cap oder Dose nicht in Ordnung ist. 2. Graffiti-Magazin aus Berlin (D). Erscheint seit 1992 in unregelmäßigen Abständen.

P - von P.A. bis Punks :

P.A.: Bezeichnung aus der Musik für eine Lautsprecheranlage und deren Zubehör. Die Abkürzung P.A. steht für Public Address System. Die Anlage wird vor der Veranstaltung aufgebaut und danach wieder abgebaut. Gelegentlich führen Bands auf einer Tournee eine eigene P.A. mit.

Painter: Bezeichnung aus den Writing. Ein anderes Wort für Marker.

Panel/Panelpiece: Begriff aus dem Writing. Für ein alleinstehendes Graffiti an einem Zug, das zwischen beiden Türen und unter den Fenstern angebracht ist. Die ersten Writer, die in den frühen 70ern Panels gesprüht haben, sind die New Yorker Superkool, Phase 2 und Lee.

Paper: Engl.: Papier. Synonym für Geld.

Parental Advisory: Explicit Lyrics! So lautet die Warnung auf allen Tonträgern die explizite Texte (d.h. Schimpfwörter etc.) enthalten und somit von der Recording Industry Association of America zensiert wurden. Seit 1990 klebt diese Vereinigung einen schwarz-weißen Aufkleber mit der Aufschrift auf alle Platten, die nicht an Minderjährige verkauft werden dürfen. 1990 wurde ein Einzelhändler festgenommen, weil er einem Minderjährigen ein 2 Live Crew-Album verkauft hatte. Der Aufkleber ist auf fast allen USAmerikanischen HipHop-Veröffentlichungen zu finden. Eine verkaufssteigernde Wirkung des Aufklebers ist nicht von der Hand zu weisen. Mittlerweile wird er auch in anderen musikalischen Genres benutzt.

Pfeile: Wichtiges Stilelement an den Buchstaben der Writer. Wurden erstmals von Phase 2 gesprüht.

Phase II: Writer aus New York (USA). Seit den frühen 70ern aktiv und einer der Pioniere des Writing. Einer der ersten UGA-Mitglieder. Er war der Erfinder des Bubble-Style, der Background-Clouds, des Wildstyle, der Loops und Pfeile, sowie spezieller Designs. Er war einer der ersten, der Outlines um die Buchstaben sprühte. Neben Supercool war Phase II einer der ersten Writer, die Pieces auf Züge gemalt habn. Er ist zusammen mit Vulcan und Schmidlapp der Herausgeber des Graffiti-Magazines "Tight".

Piece: Engl.: Stück. Bezeichnung aus dem Writing. Synonym für Bild. Bombings oder Quicks werden nicht als Piece oder Bild bezeichnet. Hauptelement eines Pieces ist in der Regel der Style. Background, Designs oder Characters dienen nur zur Unterstützung. An den Pieces kann man erkennen, wozu ein Writer in der Lage ist.

Pirates & Co Magazine: Fanzine aus Paris (F). Zwei Ausgaben in den Jahren 1985 und 1986 erschienen. Befasste sich mit Straßenkultur im allgemeinen.

Pistol I: Writer aus New York (USA). Zählt zur ersten Generation. Hat zu Beginn der 70er als erster Buchstaben mit 3D's gesprüht.

Pitch: Engl.: Tonhöhe. Für DJ ist der "Pitch-Controler" (auch "Pitch-Adjustment") eine der wichtigsten Funktionen an seinem Plattenspieler.Damit kann er die Geschwindigkeit des Plattentellers regulieren und ist so in der Lage beim Mixen auch Stücke mit verschiedenen Geschwindig keiten ineinanderfließen zu lassen, bzw. sie grob anzugleichen, um dann bei einem Cut keine zu argen Geschwindigkeitsschwankungen zu riskieren.

Pimp: Synonym für Zuhälter.

Plattentasche: Auch DJ-bag. Meist aus Stoff und Kunststoff gefertigter Textil-Artikel, der die ideale Größe zum Transport von Schallplatten hat und seit Mitte der 90ger einen regelrechten Boom erlebt.

Player: 1. Bezeichnung für jemanden, der "True to the game" ist. 2. Synonym für Playboy.

Poet: Writer aus Berlin (D). Seit 1988 aktiv. Poet wurde schon unter dem Namen Sare bekannt. Er war Mitglied der SOS und ist zur Zeit bei GFA.

Poll: Bezeichnung für eine Umfrage. Hiermit läßt sich beispielsweise die Popularität einer Gruppe oder eines Künstlers feststellen.

Polycypher: Ein im Mai 1998 ins Leben gerufener Zusammenschluß Berliner Gruppen und Einzelakteure aus dem HipHop-Bereich.

Polygram Records: Plattenfirma aus den Niederlanden. Die Firmenstruktur der Polygram basiert auf Joint Ventures und Lizenzverträgen mit Firmen und Gruppen in der ganzen Welt. Sie ist ein Kind der Deutschen Grammophon Gesellschaft und Philips Phonographischer Industrie und wurde 1972 ins Leben gerufen. Zusammen mit SONY forcierte Polygram in den 80er Jahren den Siegeszug der CD. Viele Unterlabels gehören zu Polygram.Zum Beispiel: Island, Polydor, Decca, Mercury und RSO.

Popping: Begriff aus dem Breakdance für Electric Boogie, Electro- und Roboter-Tanzformen, hierzu zählen auch die lebenden Schaufensterpuppen und Straßenanimateure. Das Popping entstand unabhängig vom B-Boying an der Westküste der USA.

Pop-Locking: Mischform aus Popping und Locking, die sich in den 80ern an der Westcoast herausbildete.

Poser: Begriff für jene, die "so tun als ob". Jemand der sich Mit Kleidung, Redewendungen, und Gerde ein bestimmtes Image aufzusetzen versucht. In der HipHop-Kultur haben allerdings Aktivitäten einen höheren Stellenwert als das äußere Erscheinungsbild.

Posse: Engl.: Haufen, Schaar. Synonym für eine Gruppe, eine Crew. Beispiele: Insane Clown Posse, S.W.A.T. Posse.

Poster-Marker: Bestimmte Marker-Marke aus Deutschland. Wegen der bis zu 3cm breiten Filzmine häufig von Writern benutzt. Da die Postermarker-Farbe aber leicht zu entfernen ist, wird sie von den Writern mit Edding-Nachfüllfarbe ersetzt.

Pot: Engl. Bezeichnungen für Marijuana.

Powermove: Begriff aus dem Breakdance für akrobatische Bewegungen beim Tanzen (z.B. Bachspin und Headspin).

Projects: Bezeichnung für den sozialen Wohnungsbau in den USA. Siehe auch Slum, Ghetto.

Promo/Promotional Copy/Promo-Tape: Wie der Name schon sagt, dient die Promotional Copy ausschließlich Werbezwecken. Fast immer werden noch vor der eigentlichen Veröffentlichung einer Single oder LP besonders gekennzeichnete, unverkäufliche Musterexemplare gepresst und an wichtige Radiostationen, DJ's, Musikmagazine etc. verteilt. Diesen Vorgang nennt man auch Bemusterung. Besonders in Amerika ist es zudem Sitte, auf Konzerten und Parties Vorab-Tapes an das Puplikum zu verteilen. Allerdings sind darauf nur Ausschnitte der neuen Stücke einer Band zu hören.

Promoter: Begriff aus der Musikbranche. Für einen Organisator oder Manager einer Veranstaltung.

Promotion: Bezeichnung für Mittel der Werbung (Teil des Marketing) für eine Gruppe, einen Künstler, ein Produkt oder eine Veranstaltung. Hierzu zählen z.B. Flyer, das Schalten von Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, die Produktion und der Vertrieb von Merchandiseprodukten, Gigs, ständige Medienpräsenz, eigene Homepages im Internet, die Publikation von Info-Briefen und Rundschreiben und auch die Produktion von Musikvideos. Dies sind nur einige Möglichkeiten einer Promotion.

Props/jemandem Props geben: Jemanden Respekt und Anerkennung aussprechen. Ein Writer kann beispielsweise Props für ein gutes Bild oder neue Style-Ideen bekommen. Das Publikum kann durch seinen Beifall etc. dem MC oder DJ auf der Bühne für die Show Props geben.

PSC: (Psychiatrik Case Posse) Writercrew aus Paris (F). Gegründet 1989. Mitglieder: Phase, Ran, Honey, Kao, Decay, Number 6 und andere. Einige von ihnen sind seit den frühen 80ern aktiv. PSC gehört zu den besten Pariser Writercrews. Sie bemalen vorwiegend Wände.

Puerto Rico: Kleinste zu den großen Antillen gehörende Insel. Wird von den USA verwaltet. Puertoricaner sind Staatsbürger der USA.Sie haben jederzeit die Möglichkeit in die Vereinigten Staaten einzuwandern. In den 60er Jahren machten viele Puertoricaner davon Gebrauch und bevölkerten Großstädte wie New York. Die meisten kamen ohne Kapital, so wohnten sie in den Ghettos. Ein Beispiel ist Spanish Harlem. Die Puertoricaner trugen viel zur Entstehung der HipHop-Kultur bei.

Punks: Aus der Jugendbewegung der Punks und Hausbesetzer sind gerade zu Beginn der 80er Jahre in Europa einige in die Writing- und Hiphop-Szene gekommen. Auch ist Graffiti ein Teil der Punkszene, wobei es sich hier meist weniger um Writing als um sog. Sponti-Sprüche und politische Malereien handelt. Einer der radikalsten Vertreter der Theorie, Graffiti sei in Europa aus der Punk-Bewegung entstanden, ist der düsseldorfer Writer Fume. Zumindest gibt es in Europa eindeutig Verschmelzungen und Überschneidungen der Hiphop-Szene mit Punk. Ein Beispiel im Musik-Bereich sind die Beastie Boys, deren Wurzeln ebenfalls im Punk liegen.

Q - von Q bis Quick :

Quick: 1. Begriff aus dem Writing für ein schnell angefertigtes Graffiti. Eine andere Bezeichnung für Quick ist Bombing.
2. Writer aus New York (USA) der seit 1972 aktiv ist. Mitglied in Writercrews wie RTW (Rolling Thunder Writers), TTYB (The Three Yard Boys), Soul Artists, United Artists und anderen. Mit 10 Jahren begann er zu sprühen. Studierte Grafik-Design. Quick besprühte Leinwände und malte immer weiter illegal, bis er auf die Zahl von mehr als 30000 Graffiti kam. Quick zog später nach Groningen in den Niederlanden.

R - von Racken bis Rustoleum :

Racken: Anderes Wort für Stehlen in einem Laden.

Radiotron: Wichtigster Trainingsort und Treffpunkt für B-Boys aus aller Welt, an der Westküste der Vereinigten Staaten. Das Radiotron wurde 1985 geschlossen, was für die Breaker-Szene einen schwerwiegender Verlust war. Durch die Initiative des Breakers Ceser ("Airforce Crew") wurde der Veranstaltungsort wieder zum Leben erweckt.

Rag(g)amuffin': Jamaikanische Bezeichnung für jemanden von der Straße. Besonders in Deutschland als Synonym mit Raggamuffin'HipHop verwendet.

Raggamuffin'HipHop: Musikstil, der eine Mischform aus HipHop und Dancehall ist. Er wurde durch MC's wie Asher D. und Daddy Freddy (London) aufgebracht. Dancehall ist ein Musikstil, der sich aus dem Reggae entwickelt hat.

Rap: (engl.: Schlagen, Quatschen) Eine der Triebfedern des HipHop. Rap ist eine Form des Sprechgesangs, dessen Wurzeln über viele hundert Jahre zurückverfolgbar sind. Sprechgesang findet man bei den Griots und Djelees, den Dorfweisen westafrikanischer Dörfer, beim Scat, bei den Comedy Duos, bei Militär-, Gefangenen- und Sklavenliedern, beim Toasting, bei den Messen baptistischer Pfarrer in Nordamerika, beim Funk, Doo Wop und Be-Bop. Zu den wichtigsten Einflüssen zählen die amerikanischen Radio-DJ's, die begannen, mit ihren Platten zu arbeiten, sie hin und her zu bewegen und darüber rhythmisch zu sprechen. Als die ersten B-Boys in New York anfingen öffentlich zu tanzen, kam es vor, daß ein MC über eine PA die Breaker unterstützte. Die Utensilien waren ein Ghettoblaster oder zwei Plattenspieler, mit denen die Breaks auf den Platten aneinander gecuttet wurden. Darüber rappte der MC seine Ankündigungen, Wortspiele und Metaphern, damit animierte er das Publikum. Bald entwickelten sich erste stilistische Merkmale. Als erster Rapper im Bronx-Stil gilt Kool Herc. Der erste Rap, der auf einer Platte veröffentlicht wurde, sind die Verse des DJ's King Tim 111, die1979 auf der Platte der Funkband "Fatback" erschienen. King Tim 111 - Personality Jock geriet in Vergessenheit. Die Shugar Hill Gang veröffentlichte die zweite Rap-Platte. Seit Anbeginn das Raps mußte man sich nicht nur mit Problemen wie Ausverkauf der Kultur auseinandersetzen, sondern wurde auch von konservativer Seite her attackiert. Eltern verbaten ihren Kindern das Hören von Rap, beschlagnahmten deren Stereoanlagen und erlaubten ihnen nicht den Besuch von HipHop-Veranstaltungen. Es bildete sich eine AntiRap-Bewegung, die heutzutage noch aktiv ist und Vertreter in hohen politischen Posten in den Vereinigten Staaten hat. Zensur und Mißbrauch durch Medien und Trittbrettfahrer waren es, die von Anfang an ein falsches Bild auf Rap warfen. In den frühen 80ern trat in Europa Falco ins Licht der Öffentlichkeit. Der inzwischen verstorbene Österreicher beeindruckte mit seinem deutschsprachigen Rap (z.B."Der Kommissar", "Amadeus"...). Mit der HipHop-Kultur hatte Falco weig zu tun. Rap entwickelt sich unabhängig weiter.

Rap Jam Volume One: 1995 von Motown auf den Markt gebrachtes Videospiel. Der Spieler kann ainmirte Persönlichkeiten des HipHop, wie Public Enemy, Queen Latifah, Warten G, Onyx, und Naughty By Nature zu einer Partie Straßen-Basketball (Streetball) antreten lassen. Untermalt wird das Spiel von Rapmusik.

Rappen: Siehe MCing, Rap.

Rap Nation: Magazin/Label aus Braunschweig (D). 1990 wurden, in internationalen Zeitschriften, Bereiche wie Writing und B-Boying nahezu garnicht abgedeckt. Aus diesem Grund riefen Matthias Lanzer und Spaiche (Jens Ihlenfeld) im November 1990 das Projekt "Rap Nation" ins Leben. Sie begannen mit der Produktion eines gleichnamigen Magazins. Es erschien Ende 1990 in A5 Format und einer Auflage von 50 Heften. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich das Mag zu einer Informationsquelle und steigerte siene Auflage und Qualität. Sechs Ausgaben erschienen in diesen zwölf Monaten. Da Rap Nation eine Eigenproduktion war, kam es zu finanziellen Problemen. Die Produktion des Rap Nation-Magazin wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt. Matthias Lanzer schrieb auch für Magazine wie "Mik's X-Side News" und die Zeitschrift "BAD". Er setze sich zum Ziel, ein, auf HipHop aus Deutschland spezialisiertes, Label zu gründen. Die Idee für "Rap Nation Records" war geboren. Über das Jahr 1992 hinweg traf Matthias Lanzer, gemeinsam mit André Luth, heute bei "YO Mama" und Steffen Kassel dem jetzigen Betreiber von "Marina Records", Vorbereitungen für die Compilation "That's Real Underground - 100% German HipHop". Für die darauf vertretenen Bands "State of Department", "2LO", "No Remorze", "Such A Surge" und "Die Coolen Säue" war der Sampler der Einstieg ins Musikgeschäft. Ein Vierteljahr nach Veröffentlichung dieser Debut-CD auf "Rap Nation Records" folgte die auf 500 Stück limitierte und durchnummerierte Vinyl Version. Matthias Lanzer schloß mit "Such A Surge" einen Vertrag über eine Maxi ab. Nach dem erfolgreichen Verkauf wechselte die Band zu einem Majorlabel. Im Sommer des Jahres 1993 war ein neues Projekt in Arbeit. Es nannte sich "D.D.R." ("Die Deutsche Reimachse").D.D.R. featurete die Coolen Säue, die Fantastischen Vier, die Reimbanditen, Fresh Familee und die Maximale Lautstärke. Ein derartiges Zusammenkommen hatte es bis dato noch nicht gegeben. Zur gleichen Zeit war die State of Departmentz-Maxi (" Mit der Waffe in der Hand") in Arbeit. Das Rap Nation Magazin erfuhr in Form der Rap Nation News ihre Renaissance. Im März 1994 gab es einen Neuzugang bei Rap Nation namens Phase V. Die erste Phase V LP "Mentale Verwandlung" wurde verlegt. Eine Tour durch Deutschland, mit den Battle Rockers und State Of Departmentz (Album "Reimexplosion") folgte. Matthias Lanzer, der nun ein Vertragsverhältnis mit der RCA eingegangen war, arbeitete an neuen Vorhaben. Die Gruppen Islamic Force und Cheeba Garden kamen auf dem Sampler "Die Macht der Kreativität - 100% Vinyl". Eine kostenlose Ausgabe der Rap Nation News erschien in einer 30000er Auflage. Das neue Projekt der jungen Firma hieß "Jazzkantine" und verband 24 Akteure aus verschiedenen musikalischen Richtungen. Sie bereisten im Sommer 1994 das Land und begeisterten das Publikum, ohne eine Veröffentlichung gehabt zu haben. Die Jazzkantine wurde zum Rap Nation Zugpferd und der Song "Respekt" der erste Hit. Das Debutalbum und weitere Tourneen folgten in der zweiten Jahreshälfte. Aleksey schloß mit Matthias Lanzer einen Solovertrag ab. 1995 folgte die Single"Der, der gern anders wär"und die LP,,Alaksey" unter Mitwirkung von Thomas D und MC René. Aleksey ging mit Coolio auf Deutschland Tour. Im Oktober 1995 kam das zweite Album der Jazzkantine auf den Markt und gelangte auf Platz 38 der LP-Charts. Die Medien überschlugen sich mit Rezensionen und Berichten. Diverse Preise wurden in Empfang genommen. Dem, aus dem 96er Live-Album "Frisch gepresst und Live" ausgekoppelten Stück "Hey Mr. DJ" gelang der Einstieg in die Charts. 1997 konnte der Jazzkantine Rapper Cappuccino auch eine Solo-LP mit dem Titel "Lautsprecher" auf Rap Nation/Mercury veröffentlichen. Das Video "Männer" lief auf den Rotationsschienen von Viva und MTV. DJ's wie Future Rock von L.S.D. und Air Knee remixten seinen Song "Wahnsinnig". Auch das Lied " Du fehlst mir" erfuhr positive Resonanz. 1998 begleitete die "Jazzkantine" Roman Herzog auf einem Staatsbesuch in Südafrika. Zudem erschien ein weiteres Jazzkantine Album namens "Geheimrezept" mit verschiedenen Maxiauskopplungen. Es kam zur Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Wu-Tang Clans.

Rapture: Siehe unter Move/Rapture.

Ray: Writer aus München (D). Er begann 1983 zu sprühen. Seine Graffitis waren oft ein Thema in den Medien, trotzdem schaffte er es bis heute anonym zu bleiben.

RCB: (Rock City Berlin) Writercrew aus Berlin (D). Hat sich etwa 1991 gegründet. Mitglieder: Esher, Rasta, Lite und Look. Kaum eine Gruppe in Deutschland ist so produktiv wie RCB. Sie haben es geschafft nicht nur All-City oder All-Germany, sondern All-Europe zu sein. Durch die zahlreichen Chrom-silber-Bombings von RCB wurden besonders die Newcomer animiert es ihnen gleichzutun, so daß Mitte der 90er fast die gesamten Lines in Berlin "versilbert" waren. Die Gruppe wurde durch Trains und Bombings (besonders Roof-Tops) bekannt aber auch durch Qualität. Esher ist als Auftragssprüher erfolgreich und hat mit seinem innovativen Style auf die jüngeren Generationen enormen Einfluß.

real: (to be real) Sinngemäß "echt, wahr". Jemand oder etwas ist "real" wenn er möglichst nah am "Hiphop-Ideal" liegt. Auch Bezeichnung für Diejenigen, die die HipHop-Kultur nicht verkaufen bzw. denen ihre Kultur wichtig ist.

Real Dope Thing, A: HipHop Gruppe aus Berlin (D). Mitglieder: Phite, Poise, Pume, ehemals Rebel X, Axel (Ex10ded Spirit), Stefan (Ex10ded Spirit). Anfang 1991 aus den Down Town Lyrics hervorgegangene Gruppe gehört zu den Größen der Berliner HipHop Geschichte. In den frühen 90er Jahren bewegten sie das junge Publikum der SWAT-Parties. 1993 erschienen sie auf dem SWAT-Sampler "Vibrazone", der "HipHop Hurra "Compilation und diversen SWAT Videoproduktionen. Extended Spirit war anfangs kein fester Bestandteil der Band. In der ersten Hälfte der 90er Jahre hatten sie neben zahlreichen Bühnenshows auch Radio- und Fernsehauftritte (z.B. "Feuerreiter" (ORB) und "Yo-Show"). Sie arbeiteten mit Rappern wie Roskoe, Cora E., Plus & Minus von der Potsdamer PDM-Posse und Funky Drummer Production zusammen. Nach ihrer 95er EP "Take The Rough With The Smooth" auf MZEE Records trat der HipHopWegbereiter der DDR Poise, desöfteren gemeinsam mit Razzia, einem ehemaligen Mitglied von Three Man Nation als Da Mash in Erscheinung. Gemeinsam mit der PDM Posse kam es hier zur Publikation einer selbstproduzierten EP. A Real Dope Thing ist Bestandteil der Funky Family. Zu ihren besten und bekanntesten Songs gehören "Swing Your Bum" und "Rumours".

Rebel: MC und Witer aus Berlin (D). HipHopper der ersten Stunde. War nicht nur als Rapper, sondern auch als Writer aktiv. In den frühen Neunzigern war er als Honorarkraft für die SWAT-Posse aktiv. Er wirkte auf den Samplern "Vibrazone" und "B-Town Flava" mit und arbeitet an einer eigenen LP. Zwischenzeitlich auch in der Berliner Punk Szene.

Rebel MC: Produzent, DJ, MC. Aus England. Seit den 80ern aktiv. Der neben seinen Verdiensten für den englischen HipHop der ausklingenden 80er und frühen 90er auch die britische Jungle Szene vorantreibt und zusammenbringt. Sein Jungle-Label heißt Congo-Natty.

Recordbag: Siehe DJ-bags, Plattentasche.

Release: Bezeichnung aus der Musikindustrie für eine Veröffentlichung.

Release Date: Bezeichnung aus der Musikindustrie für das Veröffentlichungsdatum eines Produktes.

Remix: Eine neue Version eines bekannten Liedes. Meist bleiben die Texte erhalten und der Macher des Remix' baut ein neues Musikstück drumherum. Oft geschieht es aber auch, daß ein neues Lied mit neuer Musik und neuen Texten entsteht, das durch aus dem Original entnommenen Text- bzw. Samplefragmente an das Original erinnert. Remixe sind besonders beliebt, da sie mit verhältnismäßig geringem Aufwand produziert werden können. Bekannt für gute und kreative HipHop-Remixe sind zum Beispiel die Produzenten Pete Rock, Salaam Remi und Easy Mo Bee.

Rens: Writer aus Kopenhagen (DK). Seit 1984 aktiv. Bis 1985/86 malte er überwiegend auf Wänden, später hauptsächlich auf Zügen, auch in anderen Ländern. Obwohl der Style von Rens ziemlich simpel ist, legt er Wert auf Qualität, statt auf Quantität. Seine Meinung zu diesem Thema:"...choose between 100 ugly fat girls or one nice". Rens malt viel mit Sek zusammen und ist Mitglied in den Writercrews TAV (The ALine Vandals), die er 1988 zusammen mit Shade gündete (der der erste aktive Writer aus Dänemark ist), FTP, IBS, DCA-Mob und GHS aus Berlin.

Represent, etwas Representen, etwas zu repräsentieren: Dieses Wort taucht in der Slangsprache der HipHopper häufig auf und wird in der Bedeutung von Verkörpern und Vertreten verwandt. Ein MC auf der Bühne kann zum Beispiel seine Crew oder seinen Herkunftsort repräsentieren.

Respect: (engl.: Respekt) Anerkennung spielt eine grundlegende Rolle im HipHop. Das Bekommen von Respekt ist neben Fame, also einem hohen Bekanntheitsgrad einer der Hauptbeweggründe für einen HipHop-Aktivisten, überhaupt mit dem Rappen, Tanzen, Malen oder Djing zu beginnen.

Ridgies: Bezeichnung aus dem Writing. Für einen bestimmten Wagentyp der New Yorker Subway, der in den 80ern eingeführt wurde. Diese, aus rostfreiem Stahl bestehende, Baureihe läßt sich gut reinigen.

Rio: Writer aus Dortmund (D). Zählt zu den aktivsten Trainbombern in Deutschland. 1989 sprühte er seinen ersten Zug. Seine Styles bestehen überwiegend aus einfachen, plakativen Buchstaben. Gesprüht hat Rio in ganz Europa und New York.

Roast: (engl.: der Braten) Synonym für Burner, also ein besonders gut gelungenes Bild.

rocken: Synonym für Bemalen von Wänden, Zügen etc. wobei dieser Begriff überwiegend von Trainbombern benutzt wird. Bei den Rappern, DJ's und Breakern bedeutet er ein erfolgreiches Bewegen des Publikums.

Rocket Train: Bezeichnung aus dem Writing. Für eine New Yorker U-Bahn, die von den Writern auch Ding Dong genannt wurde.

Rödelheim Hartreim Projekt: Hiphop-Projekt aus Rödelheim, Frankfurt am Main (D) um den Rapper Moses P. und das Produktionsteam 3P. Moses P rappte in der Gruppe "The Crowns" und trat u.a. auf HipHop Jams in Berlin auf.. Zum Rödelheim Hartreim Projekt gehört auch Sabrina Setlur, die auch als Schwester S. bekannt ist.

Roof Top: Begriff aus dem Writing für an Dachkanten, Schornsteine und Dächer gemalte Graffiti.

Roots: (engl.:Wurzeln) Synonym für Ursprung, die Herkumft.

Rookie: (engl.: Grünschnabel) Bezeichnung für einen Toy, einen Anfänger.

Routines: Begriff aus dem Breakdance für von mehreren Tänzern synchron ausgeführte Bewegungsabläufe.

rpm: Kurzbezeichnung für "Rotations per minute". Umdrehungen des Plattentellers eines Plattenspielers pro Minute. Weltweit haben sich zwei genormte Geschwindigkeiten durchgesetzt.Langspielplatten laufen fast ausschließlich auf 33 1/3 rpm, Maxi Singles meist auf 45 rpm.

RTA: (Real Transit Artists) Writercrew aus Deutschland. 1988 gegründet. Mitglieder: Sie, Sho, Enro, Com, Roze, Show 1 und Sera u.a..Um das Jahr 1990 zählte RTA zu den international bekannten Sprühergruppen. RTA hatte viele Mitglieder in verschiedenen Städten. In ganz Deutschland sind heute noch Bombings von RTA zu sehen. Sie spühten bevorzugt Simplestyle. Waren in diversen europäischen Ländern auf Zügen und als Bomber aktiv. Die RTA-Writer waren die ersten, die in Nürnberg und Stuttgart S-Bahnen besprühten. In Frankfurt/Main machten sie den ersten Top-To Bottom.

Rude Poets: HipHop-Crew aus Köln (D), 1989 gegründet. Mitglieder: Tuareg, Scope, Chicken G, B.T.L. Veröffentlichte 1991 eine 7" namens "Poets R Ready" und zwei Jahre darauf ein Stück auf dem Sampler "Joining Forces" und eine 12" mit dem Titel " Der letzte Walzer". In dieser Formation gibt es die Band nicht mehr, doch arbeiten deren ehemalige Mitglieder in anderen Formationen, wie Das Duale System und STF, weiter. Scope moderierte zwischenzeitlich die Sendung Freestyle auf VIVA.

Rustoleum: Sprühdosen-Marke aus den USA, die oft von den dortigen Writern benutzt wird.

S - von Sabotage bis System :

Sabotage: Titel eines Graffiti-Buches aus Frankreich über Graffiti auf Zügen.

SAK: 1. (Stona Age Kids) Writercrew aus München (D). 2. Name eines Dortmunder Trainbombers der ersten Stunde, der sehr aktiv war. Er bevorzugt den typischen Dortmunder Simplestyle.

Sample: Engl.: Probe. Bezeichnung aus dem Djing und der Musikindustrie. Gemeint ist ein Fragment bzw. ein Loop einer Melodie oder eines Liedes, das von einem Sampler in digitale Daten umgewandelt und meist etwas verändert, dem Beat angepaßt wurde. Samples sind jedoch nicht nur Melodien sondern oft auch bekannte Aussprüche, Schreie und Ähnliches.

Sampler: 1. Bezeichnung für einen Computer, der analoge Musiksignale in digitale Daten umwandelt, die man dann selbst bearbeiten (Geschwindigkeit, Länge, Klang usw.) und als Lied- oder Melodiefragmente in ein neues Lied einsetzen kann. Bei der Produktion dieser Geräte traten besonders Firmen wie Ensoniq, Roland und AKAI in den Vordergrund 2. Bezeichnung für ein Comic-Heft mit Werken verschiedener Zeichner 3. Bezeichnung aus der Musikindustrie für eine Zusammenstellung der Songs diverser Musiker auf einem Tonträger. Ein Sampler wird auch als Compilation bezeichnet. Der erste deutsche HipHop-Sampler erschien 1991 und hieß "Krauts With Attitude". Ihm folgten Werke wie "Die Alte Schule", "Pioniermanöver I und II", "That's Real Underground - 100 % German HipHop", "Vibra Zone", "Da Experience", "The Cook Monster", "Schützt die Rille", "HipHop Hurra!", "Düsseldorf lebt!", "Joining Forces", "Nordseite" und "Breitseite", "Deutschland ein Wintermärchen", "Kill The Nation With A Groove", "Eastside Unia", "BeastSide", "Blitz Mob", "Soundtrax zum Untergang 9111", "Brainkilla" und "Hand in Hand". In der Schweiz erscheint seit 1990 die HipHop-Samplerreihe "Fresh Stuff".Zu den Undergroudsamplern aus den Vereinigten Staaten gehören "America Is Dieing Slowly"und "The Lyricist Lounge" von

S-Bahn Graffiti: In Deutschland sind S- und U-Bahnen für Writer am attraktivsten, da diese durch die ganze Stadt fahren und so, wenn sie nicht gleich gebufft werden, leicht von anderen Writern gesehen werden können. Die erste S-Bahn in Deutschland wurde wahrscheinlich 1984 in München von Cheech besprüht, bekannt ist allerdings auch, daß in Frankfurt bereits vorher Regionalzüge bemalt.

S-Bahn Surfen: In einigen Städten kam für einige Zeit S-Bahn-Surfen als Modewelle auf. Beim S-Bahn-Surfen wird während der Fahrt an der Außenseite der Bahn herumgeklettert. Dabei kam es oft zu tödlichen Unfällen. Auch bei Writern war diese Art in den Anfangs-Jahren verbreitet. Beim S-Bahn-Surfen wurden von den Writern Outside-Bombings angebracht.

Schacht: Bezeichnung aus dem Writing. Viele Writer, die U-Bahnen besprühen, praktizieren dies auch in unterirdischen Tunnel-Layups. Dabei übt das Tunnelsystem, oder auch der Schacht, eine besondere Faszination auf die Writer aus. In einigen Städten existieren richtige Labyrinthe mit mehreren Ebenen. In New York leben sogar mehrere tausend Menschen, zumeist Obdachlose in jenem Tunnelsystem, das teilweise aus 10 Ebenen besteht. In Schächten werden auch oft Bilder an die Tunnelwände gemalt.

School: Die verschiedenen Zeitabschnitte in der Geschichte der HipHop-Kultur werden mit dem Begriff School versehen. Im wesentlichen wird zwischen Old School und New School unterschieden. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Epochen und die Diskussion darüber, was denn überhaupt wo einzuordnen sei, ist immer wieder Grund für Kontroversen, besonders in Europa wo die Entwicklung des HipHop vollkommen anders verlief als in den Vereinigten Staaten.

Schreiben: Synonym für Writing.

Schrift: Der Kern des Writings sind Schrift und Buchstaben.

Schriftzüge: Das zentrale Element, die Botschaft beim Writing. Der Writer macht Werbung für seinen Namen, indem er ihn an möglichst vielen Stellen anbringt. Dabei ist natürlich auch die Qualität und der eigene Stil von großer Wichtigkeit. Eine andere Bezeichnung für Schriftzug lautet Style.

Schwester S: (Sabrina Setlur) MC.Aus Rödelheim, Frankfurt (D). Wirkte beim Rödelheim Hartreim Projekt mit und ist 3P Mitglied. Die deutsch-amerikanische Frankfurterin soll angeblich 1993 von ihrem Schulfreund Thomas Hoffman während einer Autofahrt entdeckt worden sein, als sie den Song "Ain't Nuthin' But A G Thang" von Doctor Dre mitrappte. Sie beteiligte sich an einem Stück auf der ersten LP des Rödelheim Hartreim Projektes und ging bald als Sabrina Setlur eigene Wege, wurde aber von RHP produziert. So entstanden ihr Album "Die neue S-Klasse" und einige Singles, welche insgesamt mehr als eine Millionen mal verkauft wurden. Ihr bisher größter Erfolg war der Song "Du liebst mich nicht". Dieser erlangte den ersten Platz der deutschen Single Charts. Sabrina Setlur wurde mit zwei goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

SCM: (Systematic Crime Media) Writercrew aus Heidelberg (D). Wurde 1983 gegründet. Mitglieder: Hero, Kane, Ses, Pore, Temp und Time. Hero, Kane und Omen besprühten 1987 den ersten Zug in Heidelberg. Neben SCM gibt es noch SCM 193, der auch Writer aus anderen Städten angehören. Die Writer von SCM bevorzugen den für Heidelberg typischen an New Yorker Vorbildern orientierten Style.

Scope: MC aus Köln (D). Das ehemalige Mitglied der Rude Poets gehörte einst zum Moderatorenteam der HipHop-Sendung Freestyle auf dem Kölner Musiksender VIVA, welche jedoch abgesetzt und durch Wordcup ersetzt wurde. Außerdem wirkt er bei Gruppen wie STF und bei Projekten von Fast Forward mit.

Scrap-Train: Begriff aus dem Writing (engl.: Schrottzug) Synonym für Trash-Train, also einen bereits aus dem Verkehr genommenen Waggon.

Scratch(en): Begriff aus dem Djing. Technik, bei der eine Schallplatte an einer markanten Stelle mit der Hand hin und her bewegt wird, so daß ein kratzendes Geräusch entsteht. Durch geschickten Einsatz des Cross Faders werden Teile des Geräusches unhörbar gemacht und dem Rhythmus eines anderen Beats angepasst.

Scum: Siehe Chemnoz.

Second (Out)Line: Begriff aus dem Writing. Nachdem der Writer bei seinem Piece die Outlines gezogen hat, wird oft noch eine zweite Outline, die sogenannte Second Outline gezogen. Dadurch wird ein bestimmter Effekt erzielt. Der Schriftzug kann dadurch auch sauberer wirken.

Shek: Oldschool- Writer und Styleleader aus Berlin, der seit Mitte der 80er aktiv ist. Shek ist Mitglied bei SOS und 156. Nachdem Amok mit dem Malen aufgehört hatte, sprühte Shek einige Bilder unter diesem Namen. Shek ist außerdem auch Comiczeichner.

Show: Writer aus Basel (CH). 1989 begann er mit dem Sprühen. Bekannt wurde er durch seine Characters und seine zahlreichen Pieces entlang der Line in Basel, die er zum großen Teil mit Dare zusammen gemacht hat. Gesprüht hat Show in ganz Europa und in New York. Er ist Mitglied der Crews TWS und ABC.

Silberbilder: Begriff aus dem Writing. Siehe Chrombilder.

Silberpfeil: Begriff aus dem Writing. Synonym für Steeltrain.

Silo-Nation: 1993 in Dortmund gegründete Vereinigung von Leuten aus dem HipHop-Umfeld, die sich als ironische Gegenbewegung zu der "anti-Alkohol" Interpretation einiger deutscher Zulu-Mitglieder versteht. Bekannt geworden durch die Dortmunder Gruppe Too Strong.

Simple-Style: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen einfachen, gut lesbaren Style, der besonders typisch für Bomber ist. Siehe auch: Bombings, Chromsilber, Quicks, Throwups.

Signen: Siehe Signing.

Signing: Begriff aus der Musikbranche, der das Unterschreiben eines Plattenvertrages bezeichnet.

Skena: Oldschool-Writer aus Hamburg, der 1984/85 mit dem Sprühen anfing. Unter anderem ist er Mitglied bei TDS (The Def Stars), der auch Can 2 angehört.

Sketch: (engl: Skizze) Begriff aus dem Writing für eine Zeichnung auf dem Papier. Damit können sowohl Skizzen, als auch ausgearbeitete Zeichnungen gemeint sein. Sketche kommen oft in das Blackbook oder das Guestbook der Writer. Ausgearbeitete Zeichnungen werden gelegentlich auch an die zahlreichen Graffiti-Magazine geschickt.

Sketchbook: (engl: Skizzenbuch) Spezielle Bücher oder Hefte der Writer, in denen entweder die eigenen Entwürfe ( Blackbook) oder die der anderen ( Guestbook) enthalten sind.

Skills: (engl.: Geschick, Fertigkeit, Können). Besonders beim MCing häufig benutzte Bezeichnung für die Fertigkeiten der Rapper.

Skinny Cap: Bestimmte Cap-Sorte, die wegen ihres besonders dünnen Sprühstrahls für feinere Arbeiten oder für Outlines genommen wird. Bis in die 90er hinein, wurden die Skinnies von Deodorant-Sprays gestohlen, da sie nicht im Handel erhältlich waren.

Skizze: Siehe Sketch.

SKS: (Stylekeepers) Writercrew aus Berlin (D). Hat sich zu Beginn der 90er gegründet. Mitglieder: u.a. Inka, Rew und Snek, der aus Frankfurt/Main stammt.

Slipmat: Begriff aus dem Djing. Die Slipmat ist eine plattentellergroße Filzmatte, die auf diesen aufgelegt wird, damit die Platten, mit denen der DJ arbeitet (z.B. scratcht) nicht beschädigt werden und besser auf dem Plattenteller gleiten.

Slum: Bezeichnung für ein Ghetto, eine arme, schlechte Wohngegend, in der zumeist ethnische Minderheiten wohnen.

SMC: MC aus Deutschland. Ist seit den späten 80ern aktiv.

Smurf: In Frankreich geprägter Begriff aus dem Breakdance für Floats.

Snare: Die Snare ist der hohe, den Rhythmus bzw. den Takt angebende Schlag eines Beats.

Sneaktip Magazin: Graffiti-Magazin aus Dänemark.

Snek: Writer aus Frankfurt/Main (D). Malt seit den späten 80ern überwiegend auf Zügen. Ist Mitglied in einigen Berliner Crews, wie CMD und SKS.

Softcap: Begriff aus dem Writing. Für eine Sorte von Caps, die wegen eines sehr sanften Sprühstrahles gut für Fadings geeignet sind.

Softie-Style: Bezeichnung für Bubble Style.

SOKO: Durch Polizei und Bundesgrenzschutz gebildete Sonderkommissionen. Die SOKO GIB (Sonderkommission Graffiti In Berlin) ist mit rund dreißig Mitarbeitern die größte Einheit dieser Art in Deutschland. Vorbild ist der Vandal Squad in New York. Die erste SOKO in Deutschland wurde 1986 in München gegründet. Wie oft von betroffenen Writern zu hören ist, sollen die Mitarbeiter der SOKO's gelegentlich am Rande der Legalität agieren. Obwohl durch die SOKO regelmäßig Writer überführt werden konnten, war es mit ihr bislang nicht möglich, das Writing auch nur in irgendeiner Form wirklich einzudämmen. Mittlerweile wurde in vielen deutschen Städten die SOKO wieder aufgelöst, wegen zu geringer Erfolge und den obengenannten Gründen.

Some: Writer Aus Berlin. Begann in den 80ern mit dem Writing. Gründete mit Odem die Writercrew SOS. Er wurde für seinen Wildstyle bekannt und gilt als Styleleader. Some ist auch als DJ aktiv.

Soon E MC: MC Aus Frankreich. Ist seit den späten 80ern aktiv. Konnte sich europaweit etablieren.

SOS: (Spirits of Style) Writercrew; aus Berlin. Wurde 1990/91 von Odem und Some gegründet. Weitere Mitglieder: Amok, Shek, Phos, Bisaz, Poet. Fast alle SOS Mitglieder gehörten damals zu den Style Kings in Berlin. SOS bekam auch internationale Aufmerksamkeit.

Soundtrack: Musikalische Begleitung eines Spielfilms, die oft auch auf extra Tonträgern veröffentlicht wird.

SPAX: MC aus Bad Bentheim (D). Spax gehört heute zur Rap-Elite Deutschlands und ist für seine Fähigkeiten als Freestyler und als überzeugender, die Massen bewegender, MC bei Live-Shows bekannt. Ende der 80er hörte er erstmals HipHop-Musik. Seine erste Gruppe hieß U-Man. Mitte der 90er arbeitete er mit FAB, dann auch einige Zeit mit MC René zusammen. Er tat sich nach unzähligen Auftritten mit DJ Mirko zusammen um, von nun an gemeinsam sowohl live als auch auf Tonträgern, zu rocken. SPAX gastierte unter anderem auf der LP der Hamburger Gruppe Fettes Brot "Außen Top Hits, Innen Geschmack". Seinen Plattenvertrag unterschrieb Spax beim Hamburger Label Motor Music und veröffentlichte dort die Maxis "Bianca Loves Cars And Spax", "Popschutz", "Mit Leib und Seele". Seine LP wurde nahezu vollständig von Markus Klammer von Main Concept aus München produziert.

Speiche/Spaiche/Zpoke: B-Boy aus Deutschland. Der gelernte Schiffbauer rockte in den späten 80ern und frühen 90ern mit den Zulu-Boys. Nach der Wende studierte er in Braunschweig Sport und war Bestandteil des Rap Nation Magazins. Er rief die Gruppe Funky Grossangriff ins Leben und kümmerte sich in Berlin lange Zeit um die Belange des HipHop-Mobils. Neben unzähligen Auftritten in Funk und Fernsehen führte er auch viele Workshops durch.

SPEX Magazin: Deutsches Magazin. Für Pop-Kultur, welches vielen HipHoppern in den frühen 90ern als wichtige Informationsquelle in Sachen Rap-Musik diente.

Spins: Begriff aus dem Breakdance. Die Spins gehören zu den Powermoves. Unter Spins versteht man jegliche Art von Drehungen auf Körperteilen um die Körperlängsachse. Drehungen auf den Knien heißen Kneespins, Drehungen auf dem Rücken nennt man Backspins, Drehungen auf dem Kopf nennt man Headspins. Dreht sich der Tänzer auf den Händen, so spricht man von Handspins oder auch Handglides.

Spider: Begriff aus dem Breakdance. Der Spider ist ein Move, der ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordert. Der Tänzer hat die Knie auf seinen Schultern, direkt an seinen Ohren und muß auf seinen Händen und Füßen das Gleichgewicht halten.

Spraycan Art: Einer der bekanntesten Buchtitel zum Thema Writing. Siehe Graffiti-Bücher.

Spray City: Siehe Graffiti Bücher.

Sprechgesang: Synonym für Rap. Siehe Rap.

Spreepatienten: Loser Zusammenschluß von 32 Berliner MC's.

Spühdose: Als wichtigstes Arbeitsmittel der Writer ist die Sprühdose zu verstehen. Sie ist das Markenzeichen einer ganzen Jugendkultur. Ohne die Entwicklung der Farbsprühdosen hätte sich so etwas wie das Writing kaum in seiner heutigen Form entwickeln können. Mit der Erfindung der Farbsprühdosen ist einfaches und schnelles Arbeiten möglich geworden, sowie einen längere Beständigkeit der Farbe gewährleistet.

Sprühtechniken: Siehe Techniken.

Sprüher: Bezeichnung für einen Graffiti-Writer, jemand der Wände, Verkehrsmittel etc. besprüht, um seinen Namen zu verbreiten.

Sprühergruppe: Siehe Writercrew.

Standardcap: Bezeichnung aus dem Writing für den Sprühaufsatz, der sich beim Kauf auf den Dosen befindet. Da diese einen sehr unsauberen Sprühstrahl produzieren, werden in der Regel andere Caps besorgt. Allerdings lassen sich mit Standardcaps bestimmte Effekte erzeugen. Neuerdings gibt es auch Firmen, die gleich beim Verkauf Skinnycaps mitliefern.

State Of Departmentz: (auch STOD, früher State of Departments) HipHop Crew aus Braunschweig (D). Mitglieder: P. und B. Sauer, DJ Royal T (ehemalige Mitglieder: Julie D, Crash, P.ABU K., MC René). Die Gruppe existiert seit 1989 und zählt zu den festen Größen im deutschen HipHop. Bereits auf dem "Krauts with Attitude"-Sampler waren sie mit einem Stück vertreten. Außerdem beteiligten sie sich an der RapNation- Records-Compilation "That's Real Underground". Weitere Veröffentlichungen, wie die Maxi-Single "Mit der Waffe in der Hand" und die Langspielplatte "Reimexplosion" folgten.

Storm: 1. (Niels Robitzky) B-Boy aus Deutschland. Mitglied des Battle Squads. Storm gehört zu den bedeutendsten B-Boys Europas. 1983 begann er zu Breaken. Gegen 1987 begann er mit B-Boys aus aller Welt in Kontakt zu treten. Aufgrund seiner guten Swipes nannten ihn seine Freunde damals Swipemaster. Er selbst verkürzte den Titel auf Swipe. Den Namen Storm gaben ihm Mr. Wiggles und Kwikstep von der Rocksteady Crew. Durch seine internationalen Kontakte sammelte Storm auch viele Erfahrungen, die ihm beim Tanzen voranbrachten. Englische B-Boys brachten ihm die richtige Headspin-Technik bei und verhalfen ihm dadurch indirekt zu einem Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde als Rekordhalter im Headspinning. Der Vegetarier und erklärtermaßen frei von Drogen lebende B-Boy ist Mitbegründer des Battle Squads und gewann gemeinsam mit seinem Partner Swift, das erste und zweite Battle of the Year. Beide verweigerten in den darauffolgenden Jahren die weitere Teilnahme. Seit 1991 lebt Storm vom Tanzen. Gemeinsam mit Leuten wie Kwikstep gründete er die Agentur Full Circle. Durch eine schwere Verletzung in der Halsgegend im Jahre 1995 mußte er seine Trainingsgewohnheiten damals grundlegend umstellen. Seither praktiziert er auch mehr Locking. Storm arbeitete nicht nur mit dem Battle Squad, sondern auch mit Crews wie der Actuel Force aus Frankreich, den deutschen Flying Steps, Out Of Control aus Dänemark und Ghettoriginal Productions zusammen. Er führt Breakdance-Workshops durch und produziert Musik für Tanzshows. Desweiteren ist von ihm ein Buch über das B-Boying zu erwarten. 2. HipHop-Magazin aus Berlin (D). Schwerpunkt Graffiti. Erschien von 1992 bis 1996.

Straight Letters: Begriff aus dem Writing für einfache, direkte Buchstaben. Oft Simplestyle.

Strassenbombing: Begriff aus dem Writing. Siehe Streetbombing.

Street Maschine: Breaker-Crew aus Manchester (GB).

Strecke: Bezeichnung aus dem Writing. Siehe Line.

Streckenbild: Bezeichnung aus dem Writing. Deutscher Ausdruck für Linepiece.

Streetbombing: Begriff aus dem Writing. Für Graffitis, die an Straßen angebracht werden. Hier kommt es besonders auf Quantität an. Da Streetbombing ziemlich gefährlich ist, kommt es überwiegend in Form von Throw Ups und Tags vor.

Streetdancer: Eine heutzutage kaum noch benutzte Bezeichnung für einen Breakdancer, einen B-Boy, einen Popper oder Freestyle Tänzer.

Streetjam: Aus der Tradition der Blockparties in New York entstandene HipHop-Straßenfeste.

Streetworker: Siehe Jugendarbeit.

Style: 1. Im HipHop ist ein eigener Stil von Bedeutung. In der Regel werden danach die Writer, MC's, Breaker und DJ's beurteilt. Dabei ist nicht nur wichtig, daß der Style gut und innovativ ist, sondern auch, daß er eigen und für den, der ihn präsentiert charakteristisch ist. Beim Writing ist damit die Art, wie man die Buchstaben gestaltet gemeint, beim Rap die Art, wie man mit der Sprache umgeht, beim Breaken der Tanzstil, beim Djing die Art des kreativen Umgangs mit den Platten etc. 2. Begriff aus dem Writing, Synonym der Writer für Schriftzug.

Style And The Family Tunes: Seit Mitte der 90er erscheinendes Berliner A4-Magazin, welches neben Clubmusic, Mode und Fotografie auch gelegentlich über HipHop-Themen berichtet. Der Berliner Writer Dejoe hat maßgebend zur grafischen Profilgebung und Entwicklung des preisgekrönten Magazines beigetragen.

Style-King: Bezeichnug aus dem Writing. Für einen Writer, der durch seinen besonders guten, innovativen und ausgereiften Style eine besondere Stellung in der Szene hat.

Style-Leader: Bezeichnung aus dem Writing. Für einen Writer, der durch seinen Style und seiner Stellung in der Szene großen Einfluß auf die anderen Writer hat. Nach manchem Style-Leader haben sich die Szenen ganzer Städte gerichtet. Ein gutes Beispiel dafür ist Gawky, der in den 80ern den Style in deutschen Städten erheblich beeinflusste.

Style-Skulptur: Bezeichnung aus dem Writing. Einige Writer gehen dazu über, ihre Styles auch gelegentlich als Skulptur anzufertigen. Gewöhnlich geschieht dies mit Holz oder Gips, aber auch mit Beton. Writer wie Daim oder Delta, deren Styles sehr plastisch wirken, wollen so die Buchstaben befreien.

Style Wars: 1. Anfang der 70er, als sich in New York das Writing zu entwickeln begann, gab es einen regelrechten Style-Krieg zwischen den Writern, der allein mit der Sprühdose ausgetragen wurde. Besonders dadurch gab es viele neue Impulse für die weitere Entwicklung des Writing. 2. Graffiti-Film von Henry Chalfant und Tony Silver aus dem Jahre 1982, der viele Kids in Europa dazu bewegte, selbst mit dem Writing zu beginnen.

Stylist: Besonders beim Writing jemand, der sich in erster Linie durch seinen Style ausdrückt. Bei einem Stylisten zählen Name und Quantität erst in zweiter Linie. Für ihn geht es um die Neukonstruktion der Buchstaben als visuelle Ausdrucksform. Zeit und Aufwand sind eher Nebensache, wichtig ist allein das Umsetzen einer Idee und was davon rüberkommt. Viele Stylisten entwickeln sich durch ihre intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Formen, die ein Buchstabe annehmen kann, zu StyleLeadern.

Sublabel: Bezeichnung für eine von großen Plattenfirmen gegründete kleinere Plattenfirma, sozusagen ein Unterlabel. Darauf erscheinen meist alle Künstler eines bestimmten Genres, wie zum Beispiel HipHop. Ein gutes Exempel hierfür ist Big Beat/Atlantic Records.

Subway: U-Bahn in New York. Hier wurde das Writing wie man es heute auf der ganzen Welt kennt geboren. Schon in den 40er Jahren tauchte überall in Amerika und Europa ein gewisser "Killroy" auf, oft mit Sprüchen, wie "Killroy was here". Auch die NewYorker Subway blieb nicht verschont. Somit ist er als eine Art Vorläufer der Writer zu sehen, schließlich schien es auch ihm darum zu gehen, Bekanntheit zu erringen. Der eigentliche Beginn des Subway-Graffiti war das Jahr 1970. Die ersten Panels wurden von Supercool und Stay High gesprüht. Im Laufe der Siebziger entwickelte sich das Writing überwiegend auf der Subway zu dem, was es heute ist. So gut wie jeder Writer aus New York ist an Zügen "groß geworden". Aus diesem Grund reizen heute Züge die Writer in aller Welt besonders, weil das Writing zum großen Teil auf Zügen entstand. Besonders die Subway in New York stellt für europäische Writer immer wieder eine große Herausforderung dar. Durch die starke Verfolgung und das schnelle Reinigen hat sich heute das Writing aber mehr auf Wände verlagert. Je nach Größe und Form gibt es für die verschiedenen Graffitis auf Zügen verschiedene Bezeichnungen, die in den 70ern in New York entstanden. Deren Bedeutungen haben sich aber zum Teil stark gewandelt. Die am häufigsten genutzten sind End-To-End, Married Couple, Panel, Top-To-Bottom, Wholecar, Wholetrain und WindowDown. Zusätzlich wird zwischen Inside und Outside unterschieden.

SubwayArt: Wichtiges Buch über Subway-Writing. Siehe Graffiti Bücher.

Such A Surge: HipHop-Crossover-Band aus Braunschweig (D), die ihre ersten Veröffentlichungen auf dem deutschen HipHop-Label Rap Nation herausbrachten. Ihre Maxi "Gegen den Strom" wurde zu den Bestsellern des Rap-Nation-Repertoirs. Jedoch schlossen Mathias Lanzer, der das Magazin und Label Rap Nation ins Leben rief, und die Band nur einen Vertrag über eine Maxi ab, danach wechselten Such a Surge zu einer großen Plattenfirma. Der Rapper Olli (Crash) war zuvor Mitglied der Gruppe State of Departments. Ihre Musik verbindet Rap und Gitarrenmusik.

Sucker MC: Begriff aus dem MCing. Für einen schlechten Rapper ohne Skills.

Suicide: Begriff aus dem Breakdance für einen Todessprung, gemeint ist ein Sprung aus dem Stand auf den Rücken.

Sumos: Begriff aus dem Breakdance. Die Sumos sind Windmills, bei denen die Arme die Knie umschließen.

Superkool: Writer aus New York (USA). Ging in die Geschichte des Writing ein, als er 1972 als erster ein Panel und später den ersten TopTo-Bottom malte. Er war der erste Writer, der auf die Idee kam, verschiedene Sprühaufsätze (Caps) zu benutzen, um verschiedene Sprühstärken zu erreichen.

Supermans: Begriff aus dem Breakdance. Die Supermans zählen zu den Windmills und werden auf dem Brustkorb des Tänzers ausgeführt. Die Arme werden dabei weit herausgestreckt.

SWAT-Posse: HipHop Posse aus Berlin (D). Die Geschichte der Swat-Posse beginnt am 15. März des Jahres 1991. Damals gab es in Berlin einen unabhängigen, alternativen Radiosender namens Radio 100, dessen Existenz aufgrund von wirtschaftlichen Problemen in jenen Tagen stark bedroht war. Zwar gab es von Seiten der TAZ und Elefantenpress ernsthafte Bemühungen den Sender am Leben zu erhalten, doch erwies sich der französische Rundfunkanbieter NRJ als der Mächtigere. Letztendlich meldete die Geschäftsführung unberechtigterweise Konkurs an und ließ den regulären Sendebetrieb erst durch eine Musikbandschleife und dann gänzlich einstellen. Die UKW-Frequenz 103, 4 MHz wurde trotz des vielseitigen Protests doch an Radio Energy vergeben. Andreas Welskop, André Langenfeld und einige andere versuchten jedoch durch ein Benefiz-Konzert mit diversen HipHop-Acts, wie dem Empire aus West-Berlin und A Real Dope Thing aus dem Ostteil der Stadt, auf der Insel der Jugend, ihren Beitrag zur Rettung des Senders zu leisten. Zwar waren aufgrund der Abschaltung in jener Hinsicht alle Bemühungen vergebens, doch entwickelte sich hieraus eine Sache, die deutschen HipHop um einiges voranbringen sollte. Die an der Veranstaltung Beteiligten engagierten sich auch weiterhin im HipHopBereich. Ein Name mußte her. Andreas Welskop und André Langenfeld entsannen sich des Captain-Sensible- Songs "Wot", hielten dies als Titel für den Anfang für gar nicht schlecht, doch addierte Langenfeld noch ein S, um dem Klanggebilde etwas mehr Härte zu verleihen. S.W.A.T. war geboren. Über das eigene Sprachrohr, die Yo-Show auf DT64 konnte man nun auch Veranstaltungstermine bekanntgeben. Als die Sendung gegen Ende des Jahres 1991 vorläufig vor dem Aus zu stehen schien, überlegten die Anhänger der jungen Gruppe, welche Möglichkeiten von nun an beständen, um HipHop in Deutschland weiter voranzubringen. Da man seit November 1991 sowieso schon für sich selbst einen Newsletter erstellte, entschied man sich dafür, eine Art Fanzine herauszubringen. So begann man im Januar 1992 mit der Erstellung des SWAT-Inzines. Was einst als A5 Faltblatt begann, steigerte sich bis zu seinem Ende zu einem informationsschweren, sechzigseitigen Magazin. Schon mit der zweiten Ausgabe erreichte man mehr als 200 HipHopper in ganz Deutschland. Die Posse fand mehr Anhänger und Unterstützer und wurde fast zum Inbegriff für HipHop-Aktivitäten im Osten Deutschlands. Von nun an fanden auch regelmäßig SWAT-Parties mit Gruppen wie A Real Dope Thing, No Solo, D.A.M.N., State Of Departments und Advanced Chemistry statt. Die Jahreshöhepunkte waren stets die SWAT-Geburtstage auf der Insel der Jugend oder dem Come In im Südosten Berlins. Alles was S.W.A.T. in irgendeiner Form tat, wurde auf Video festgehalten. So entstand eine dreiteilige Videodokumentation. Auch bei der Organisation und Konzeption der drei Streetjams auf dem Berliner Helmholtzplatz war S.W.A.T. eine wichtige Triebkraft. Doch die Mitglieder wurden älter, begannen eigene Wege zu gehen und steckten zunehmend weniger Engagement in die Sache, die sie selbst aufgebaut hatten. Man sah sein Ziel, die Schaffung einer Infrastruktur innerhalb der deutschen HipHop-Bewegung und das Verbinden verschiedener Aktivisten in allen möglichen Orten erfüllt. Zwischenzeitlich mußte die Posse sogar die Insel der Jugend, ihr angestammtes Heim verlassen. Sowohl ein ehemaliges Gebäude der Gesellschaft für Sport und Technik, als auch die Räume des Netzwerks Spielkultur boten S.W.A.T. ein zeitweiliges Asyl. 1996 raffte man noch ein weiteres und vorerst letztes Mal all seine Kräfte für das große Finale im Berliner Come In zusammen. DJ's, Rapper und B-Boys aus aller Welt kamen auf dieser Jam zusammen. Das vorerst von Spaiche geleitete HipHop Mobil, ein von nun an fester Part des Vereins Medienpädagogik e.V. und die Graffiti Connection, eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, die Aufträge an Writer vermitteln soll, sind mehr oder weniger als Ableger von S.W.A.T. zu betrachten. Andreas Welskop engagiert sich seither bei MZEE. André Langenfeld bereichert immer noch die Berliner DJ-Landschaft. Einige andere Mitglieder der Posse sind heute als Rapper und Writer aktiv. Der Berliner MC Gauner, stets fester Bestandteil der Posse, hatte auf dem Sampler Vibrazone mit den SWAT-Rockern sein Plattendebut.

Swift (Breaker): B-Boy aus Deutschland, der früher bei den Devil Rockers und dem Battle Squad mitwirkte und gemeinsam mit Storm die ersten beiden Battles Of The Year gewann.

Swing: Begriff aus dem Writing für den Schwung, den die Buchstaben haben können. Für viele ist es beim Style sehr wichtig, ob sich die Buchstaben bewegen oder lebendig sind.

Swipes: Begriff aus dem Breakdance. Die Swipes gehören zu den Powermoves. Als Swipes bezeichnet man das waagerechte Drehen um die Köperlängsachse während Hände und Füße abwechselnd den Boden berühren.

Swirls: Begriff aus dem Breakdance. Die Swirls sind den Handglides zuzuordnen, doch dreht sich der B-Boy in diesem Falle nicht auf den Händen, sondern auf den Unterarmen.

System: 1. Begriff aus dem Writing für das Personennahverkehrssystem. 2. Begriff aus dem Djing. Kurzform für Abtastsystem beim Schallplattenspieler. DJ's benutzen spezielle Systeme und Abtastnadeln mit einem speziellen Schliff.

T - von Tag bis T-2-B :

T

Tag: (engl.: Namensschild, Nummernschild). Die einfachsten Graffitis, die reinen Unterschriften der Writer werden Tags genannt. Die einzige Aussage der Tags ist: Ich war hier. So werden Tags für die Eingeweihten zu einer neuen Kommunikationsform. Schon immer hinterließen Menschen ihren Namen auf irgendwelchen Wänden, und das schon seit Menschheitsgedenken. Die ersten Tags, die mit dem heutigen Writing zu tun haben, gab es in den Sechzigern in New York. Die Entwicklung zur Sub-Kultur begann erst in den Siebzigern. Zu den ersten Taggern zählen Julio 204, Taki 183 und andere. Spätestens durch den legendären Taki-Artikel in der New York Times wurde aus Graffiti ein Massenphänomen. Tags und die späteren Throw Ups stellen die Urform des Writing dar. New York und andere Städte in den USA waren bald übersät davon, selbst die Nahverkehrsmittel blieben nicht verschont. Nach gar nicht langer Zeit mußten sich die Writer etwas ausdenken, um mit ihren Graffitis noch aufzufallen. So wurden Tags gestylt und größer gemalt. Bald wurden Buchstaben mit Fill Ins entwickelt, die auch immer aufwendiger wurden. Heute werden in aller Welt Tags noch genau wie früher in der ganzen Stadt verbreitet, aber auch als Unterschrift unter Pieces gesetzt. Tags weisen in der Regel einen ausgearbeiteten Style auf, ähnlich wie bei den Pieces. In New York ist es üblich, daß sich ein HipHop-Aktivist einen Tag zulegt.

Tagger: Bezeichnung für Writer oder Gang-Mitglieder, die keine Bilder sprühen, sondern ihren Namen nur in Form von Tags hinterlassen. Die erste Writergeneration, der Taki 183, Julio 204 und andere angehörten sind ebenfalls als reine Tagger zu sehen.

Take: Begriff aus der Musikindustrie, der die einzelnen Aufnahmeversionen beim Aufnehmen eines Songs bezeichnet.

Tape: Allgemeine Bezeichnung für eine Audio-Kassette, ein Demotape, ein Mixtape, also eine von DJ's ineinandergemischte Zusammenstellung verschiedener Songs diverser Interpreten. Häufig verkaufen Rapper und DJ's ihre Tapes nicht nur in einschlägigen Läden, sondern auch auf Jams und Parties. In den USA werden bei solchen Veranstaltungen Tapes auch zu Werbezwecken für anstehende Veröffentlichungen verschenkt. In manchen Fällen wurden Tapes auch schon als Eintrittskarten für Parties benutzt.

Tape Kingz: Mixtape Unternehmen und Plattenlabel aus Brooklyn, New York (USA). Zu den Tape Kingz DJ's gehören unter anderem Funkmaster Flex, DJ Premier ( Gang Starr), Tony Touch (der mit inzwischen fast 60 Mixtapes der wohl aktivste von allen ist), DJ Mister Cee (früher bei der Juice Crew), Evil D (Da Beatminerz), PF Cuttin' ( Blahzay Blahzay)... Das 1992 von lan McNee gegründete Mixtapelabel expandierte nach einer Anzeige im Source Magazine recht schnell und wurde 1994 zu einem Untergrund Plattenlabel, das Singles von Acts wie Paula Perry, Finsta Bundy, Groupe Home und anderen verlegte. Auch in Deutschland sind seit 1997 fast alle, der auf der ganzen Welt begehrten Mixtapes erhältlich.

TCA: (The Chrome Angles) Writercrew aus Paris (F). Mitglieder u.a.: Mode 2 und Bando.

Technik: Bezeichnung für die Methode und Art des Vorgehens bei der Ausführung des MCings, Tanzens, Malens, Djings etc.

Technics SL 1210 MK II: Die Lebende Plattenspielerlegende. Alle professionellen DJ's, die mit Schallplatten arbeiten, benutzen auch diesen Plattenspieler. Die besonderen Merkmale dieses oft kopierten und doch nie erreichten Gerätes sind seine extrem lange Lebensdauer, selbst bei extremsten Belastungen (sogar ein einarmiger Handstand wurde schon auf einem sich drehenden Plattenteller ausgeführt). Die verstellbare Geschwindigkeit und die exakten und konstant präzisen Parameterwerte, machen diesen Plattenspieler für jeden HipHop-DJ unverzichtbar, denn kein anderes auf dem Markt erhältliches Produkt würde Tricks wie Scratching, Backspinning, Beatjiggling oder ähnliches erlauben.

Terrorist: Graffiti-Magazin aus Prag.

T-Flare: Begriff aus dem Breakdance der dasselbe wie einen Flare bezeichnet, wobei die Beine geschlossen bleiben.

"There is no Limit" Magazine: Graffiti-Magazin aus Zürich (CH). Wird in Co-Produktion mit 14-K produziert. Die Texte sind in englischer Sprache verfasst.

Third Rail: (engl.: Dritte Schiene) Synonym für Stromschiene. Die Third Rail ist vor allem auf U-Bahn Gleisen zu finden.

Throw Up: Bezeichnung aus dem Writing. (engl.: to throw up: sich übergeben, etwas hinwerfen). Bezeichnung für spezielle Graffitis, die in nur sehr kurzer Zeit gesprüht werden können. Meist handelt es sich dabei um Outlines ohne Fill ins, die in einem Stück gezogen werden. Typisch für Throw ups ist der Bubble-Style. Throw Ups zählen nach den Tags zu den Ursprüngen des Writing.

Time Warner Records: Bestandteil von Warner Inc.

Toasting: Eine Art Sprechgesang, den die Reagge DJ's aus Jamaica eingeführt haben. Die meisten Toasts sind deshalb auch mit einem hörbaren jamaikanischen Akzent versehen. Selbst von Rappern, die nicht aus der Karibik stammen wird diese Technik gelegentlich verwandt. Dazu kommt noch eine besondere Art, die Worte zu verformen und zu strecken, so daß man sie oft kaum noch erkennen kann.

Tombstones: Begriff aus dem Breakdance, der Tänzer hat die Beine ausgestreckt und verschlossen, die geraden Beine werden nun in einem Winkel von neunzig Grad zum Rumpf positioniert, so daß der Körper einem großen L gleicht.

Too Strong: HipHop-Gruppe aus Dortmund (D). Mitglieder: Der Lange, Doze, Zonic, DJ Brocke. Die Band gehört zu den bedeutendsten Gruppen im deutschen Raum und wurde in erster Linie durch die guten Live-Fähigkeiten bekannt. Einige Mitglieder sind auch als Writer aktiv, was ihnen ein großes Maß an Glaubwürdigkeit und Anerkennungen unter HipHoppern verschafft. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählen die 94er "Innercity Funk" LP, die erste LP "Greatest Hits" und die EP "Rabenschwarze Nacht".

Tools: Siehe DJ-Tools.

Top Rocks: Begriff aus dem Breakdance für Top Rocks, Tanzschritte im Stehen.

Top to Bottom: Oder auch T-To-B ist die Bezeichnung für ein Graffiti auf einem Zug, der die Fläche vom Boden bis zur Dachkante einnimmt, jedoch nicht unbedingt wie ein Wholecar über die ganze Wagenlänge gehen muß. Die ersten Top-To-Bottoms wurden in New York in der ersten Hälfte der 70siebziger Jahre von Supercool gemacht.

Torch: (Frederick Hahn) Writer, MC, B-Boy aus Heidelberg, der seit den 80ern aktiv ist. Er gehört zu den Mitbegründern des 360 Grad Labels und zur Gruppe Advanced Chemistry. Bekannt wurde er hauptsächlich durch sein selbstsicheres, überwältigendes Auftreten bei Live-Shows und sein Talent als Rapper.

Total Chaos: HipHop-Gruppe aus Österreich (A). Mitglieder: Manuva, DBH Nach 8jähriger Zusammenarbeit konnten die beiden eine LP namens "Werwaswannwiewo" auf Move Records veröffentlichen. Zwischenzeitlich gehörte auch Don zur Gruppe Total Chaos. Sie arbeiten gelegentlich auch mit Blumentopf und I.L.L. Will aus Hamburg zusammen.

Toy: (engl.: Spielzeug). Oft abfällige Bezeichnung für Writer, die noch nicht sehr lange dabei sind und deshalb noch wenig Erfahrung haben und nicht besonders gut sind. Meist wird der Begriff auch auf Writer angewandt, die schon länger dabei sind, aber immer noch einen schlechten Style haben, biten oder bestimmte Dinge nicht "kapiert" haben. Bilder dieser Writer werden oft mit "Toy" ausgecrosst.

Toy-Style: Bezeichnung für einen Graffiti-Style der besonders schlecht oder gebited ist.

Train: Begriff aus dem Writing; englisches Wort für Zug, welches auch von deutschen Writern gebraucht wird. Trains spielen im Writing eine zentrale Rolle, schließlich ist hier die Kultur groß geworden. Die ersten Panels auf Zügen wurden 1972 von Supercool, Stay High und Phase2 in New York gemalt, als fahrende Leinwand, die durch die halbe Stadt fährt. So ziemlich jeder New Yorker Writer ist auf Zügen groß geworden. Daher haben Züge weltweit für die Writer Kult-Status. Während ein teil der New Yorker durch das viele Buffen von dem Trainbombing abgekommen ist, genügt es den Europäern die Aktion an und für sich gemacht zu haben, und wenn man Glück hat, noch ein Foto bekommen zu haben. Buffen, um den Witern den Ansporn zu nehmen ist in Europa ein nicht sehr wirkungsvolles Mittel.

Trainbomber: Begriff aus dem Writing. Writer, die sich auf das Besprühen von Zügen spezialisiert haben, werden Trainbomber genannt.

Trainbombing: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für das intensive Sprühen auf Zügen.

Train-King: Begriff aus dem Writing. Jemand der durch seine Graffitis auf Zügen Maßstäbe für andere setzt und dadurch ein hohes Ansehen in der Szene besitzt, wird als Train-King bezeichnet. Diese Maßstäbe können sowohl aufgrund der Quantität, als auch der Qualität gesetzt werden.

Transform: Begriff aus dem DJing, siehe auch: scratch.

Trash-Train: Begriff aus dem Writing, Writer bezeichnen die Züge die ausgesondert werden, um in die Werkstatt zu kommen oder die verschrottet werden als Trash-Trains, da es sich dabei oft tatsächlich nur um Müll handelt. Allgemein bringt das Besprühen von Trash-Trains keine Anerkennung bei den anderen Writern. Obwohl Trash-Trains für die Verschrottung vorgesehehen sind, wird ein Besprühen dieser Trains vom Staat strafrechtlich verfolgt.

Tribe: HipHop-Magazin aus Milan in Italien, dessen Schwerpunkt das Writing bildet.

Tribes Of Da Undaground: Kostenloses Magazin aus Frankfurt am Main im außergewöhnlichen Format. Das gedruckte Heft erscheint bundesweit und beinhaltet Themen aus verschiedenen Bereichen der Club-Music. Zu den Schwerpunkten gehören auch Rap-Musik und Graffiti.

Tribe Vibes: HipHop Radiosendung auf dem österreicher Radiosender Ö3 von und mit Werner Geier vom DJ-Team Demon Flowers, dem ehemaligen DMC Teilnehmer DJ D.S.L. (Stefan Biedermann) und Katharina Weingartner. Die Macher der Sendung, die sich durch die namenhaften Studiogäste hervortat, waren auch Initiatoren des Tribe Vibes & Dope Beats Talentewettbewerbs.

Trip Hop: Musikstil-Richtung, die aus der Verschmelzung von Clubmusik und Hiphop entstanden ist. Wie auch die HipHop-Musik, bewegen sich Trip Hop-Stücke im unteren Beatbereich und werden ebenfalls elektronisch produziert. Zu den wichtigsten Labels aus diesem Bereich zählen Mo' Wax und Ninja Tunes. Als wichtigste Interpreten seien DJ Coldcut, DJ Krush, DJ Vadim und DJ Depth Charge genannt.

True Colorz: Englischsprachiges Graffiti-Magazin aus Rotterdam. True Colorz zählt neben dem Bomber-Magazin zu den wichtigsten Graffiti Magazinen aus den Niederlanden.

True School: Synonym für Old School.

"True To The Game": 1. Begriff aus dem Writing. Bezeichnung dafür, daß jemand real ist und mit dem ganzen Herzen bei einer Sache ist. 2. Graffiti-Magazin aus Berlin, in dem ausschließlich Züge gezeigt werden. Mittlerweile besteht eine enge Zusammenarbeit mit "Steel Is Real" aus Frankfurt am Main.

Tuff Stuff: Graffiti-Magazin aus Aschaffenburg, welches seit 1992 erscheint.

Tuff Times: HipHop-Magazin mit Schwerpunkt Rap und Graffiti aus Lausanne in der Schweiz. Die erste Ausgabe erschien 1989. Das Heft erschien seit 1992 regelmäßig, wobei es anfangs noch ein Schwarz-Weiß-Heft war, daß sich nach und nach zu einem professionellen Magazin entwickelte. Die Texte sind in Französisch geschrieben.

T-To-B: Bezeichnung aus dem Writing, dient als Abkürzung für TopTo-Bottom.

Turf: (engl.: Boden, Rennbahn, Revier). In New York bezeichneten die Gangs das von ihr beanspruchte Gebiet als Turf. Besonders in den 60er und 70er Jahren galt es als Kriegserklärung, wenn jemand aus einer befeindeten Gang das Revier der anderen betrat.

Turntables: Synonym für Plattenspieler, wörtlich übersetzt: Drehtische.

Turtles: Begriff aus dem Breakdance. Turtles gehören zu den Floats. Der Tänzer dreht sich waagerecht über dem Boden. Die Gliedmaßen sind dabei angezogen.

Twists: Begriff aus dem Breakdance. Die Twists gehören zu den Powermoves. Hiermit bezeichnet man alle Drehungen um die Körperlängsachse. (Luftsprünge)

Two-Car: Bezeichnung für ein Graffiti auf einem Zug, das sich über zwei Waggons erstreckt. Wenn es sich dabei um einen Doppel-Wholecar handelt spricht man auch von einem Married Couple.

T-2-B: Begriff aus dem Writing. Abkürzung für Top-To-Bottom.

U - von UA bis Urbanixx

UA: Siehe United Artist.

U-Bahn-Graffiti: Da die ersten Züge, auf denen die New Yorker Writer gemalt haben Subways sind, haben U-Bahnen für Writer in aller Welt einen besonderen Status. Besonders die Atmospäre in den Schächten wird von den den Writern geliebt. Gefährlich sind die Stromschienen oder Third Rails, da diese meist unisoliert sind.

U-Bahn-Bilder Und Verrückte Beine: Ursprünglicher Titel des Deutschen Verleihs für den Film Wildstyle, der in Deutschland das erste Mal 1984 im Fernsehen lief.

Ufo: Begriff aus dem Breakdance der eine Drehbewegung, also einen Spin, bezeichnet, bei dem die Arme gestreckt und die Kniegelenke außerhalb der Arme sind, hierbei haben die Füße keinerlei Bodenkontakt.

UGA: Siehe United Graffiti Artists.

Underground Productions: auch UP. Name eines Graffiti-Magazins.

United Artists: Writercrew aus New York(USA). Mitglieder u.a.: Seen, Zoom (bereits verstorben), P Jay, Sin, Non, Jay, Mad, Dust, Gor, Loomit.

United Graffiti Artists: (UGA) Graffiti-Organisation, die 1972 in New York gegründet wurde und die sich 1975 wieder auflöste. Neben der Öffentlichkeits-Arbeit schuf die UGA den Writern die Möglichkeit, legal zu sprühen, an Workshops teilzunehmen und Aufträge zu erhalten. Mitglieder waren zum Beispiel Flint 707 der als erster Designs sprühte, Lee, Phase 2 und Snake 1.

Universal Zulu Nation: Siehe Zulu Nation, Africa Bambaataa.

Untergrund Könige: Gemeinsames Projekt diverser deutscher HipHop Acts. Zu den Untergrund Königen gehören Main Concept, Fast Forward, Echo Vee, Too Strong, Spax und DJ Mirko Maschine.

Uprocks: Begriff aus dem Breakdance. Uprocks bezeichnen eine bestimmte Form von Tanzschritten und eine Unterkategorie der Top Rocks.

Urbanixx: ist der Name einer auf HipHop spezialisierten Radiosendung auf Ruhrwelle Bochum.

V - von Vandal - Ex bis Vorstreichfarbe :

Vandal-Ex: Anti-Graffiti-Reinigungsmittel.

Vandal Squad: 1975 wurde in New York eine Polizeieinheit gegründet, deren Ziel es war, die Writerszene zu zerschlagen. Wesentliche Erfolge konnten jedoch nicht verbucht werden.

VIM: (Vandals In Motion) Trainbomber-Gruppe aus Stockholm, die 1988 von Akay und News gegründet wurde. VIM zählt zu den bedeutendsten Writercrews in Europa. Mitglieder sind Aman, Ceios, Dudge, Due, Dwane, Kuba, Pike und Terror. Einige der Mitglieder sind schon seit den 80er Jahren aktiv. VIM waren die ersten, die in Stockhholm einen Wholecar gemacht haben. Die Anzahl der von VIM besprühten Züge geht mittlerweile weit in die Tausender.

Vinyl: Bezeichnung für die eigentlich aus Polyvinylchlorid hergstellten Schallplatten. Vinyl ist für die Arbeit eines HipHop-DJ's geradezu essentiell, da man trotz aufwendiger technischer Entwicklungen eine CD nie derartig gut genug handhaben können wird, um damit vergleichbare Effekte (zum Beispiel Scratching, Transforming etc.) wie mit der mechanisch, überaus gut manipulierbaren Schallplatte erzielen zu können. Anfang der 90er Jahre haben die großen Plattenkonzerne (Majorlabels wie Sony, Time Warner, BMG etc.) versucht, das in der Herstellung wesentlich teurere Vinyl gänzlich vom Markt zu verdrängen. Doch dank des erfolgreichen Engagements der Radio- und Club DJ's, sowie der Independent-Labels werden seit Mitte der 90er Jahre wieder mehr Schallplatten gepresst.

Visit Venus: Elektro-Gruppe aus Hamburg (D). Mitglieder Mario Hacht, Mario Kuhlmann. Die auf YO-Mama erschienen Musiker sind bereits in diverse andere HipHop-Projekte, wie Fettes Brot und Fünf Sterne Deluxe involviert. So erschien zum Beispiel die LP The Endless Bummet, die 12" "The Big Tilt" und das Remix-Album "And We Danced And We Danced And We Danced And Then We Sat On The Toilet".

Vorsprühen: siehe First Lines.

Vorstreichfarbe: Siehe Grundierung.

W - von Wak bis Worm :

Wak: (von "out of whack") Bezeichnung für etwas, was besonders schlecht ist.

Wanted: Graffiti-Magazin aus Spanien, welches sich überwiegend dem Trainbombing widmet.

Wax: Synonym für Vinyl.

Weep Not Child: HipHop Gruppe aus Deutschland. Mitglieder: Duke T, Fonk Free, DJ André. Ihre erste Veröffentlichung aus dem Jahre 1993 "From Rostock To Hoyerswerda" war eine direkte Anspielung auf die rechtsextreme Gewalt in Deutschland, speziell in den fünf neuen Bundesländern. 1994 folgte eine 12" mit dem Titel "Je Ka Bere" und ein Jahr darauf die LP "Liberation Thru Music & Lyrics".

Welskop, Andreas: Gründer der Swat-Posse. Der ehemalige Manager von Gruppen wie Campanella und Macher von Cannibal Cartel arbeitete bis Anfang der 90er in diversen Jugendeinrichtungen und Medienbereichen. Im März 1991 rief er mit André Langenfeld S.W.A.T. ins Leben und wurde tragender Bestandteil. In unstoppbarem Arbeitseifer organisierte er uneigennützig HipHop Veranstaltungen und die Produktion von Videodokumentationen, des Vibrazone Samplers und des S.W.A.T. Inzines. Er war eine der treibenden Kräfte im Aufbau einer Art Infrastruktur der HipHop Szene in Deutschland. Mitte der 90er zog es ihn nach Köln. Dort kümmert er sich nun um die Belange von MZEE und managed MC Rene.

West Coast: Bezeichnung für die Westküste der Vereinigten Staaten. Hier entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Szene mit eigenen stilistischen Merkmalen. Hier entstanden Popping und Locking. Ein typisches Merkmal für an der Westküste angesiedelte HipHop Musiker ist die Vorliebe für Funk. Die West Coast ist nicht nur Ursprungsort des Gangsta Rap. Von dort stammen nicht nur NWA und Snoop Doggy Dog, sondern auch Gruppen wie Digital Underground und The Pharcyde. Besonders deutlich ist die Polarisierung zwischen Bay Area und LA.

Wheels Of Steel: Synonym für Turntables.

Wholecar: Bezeichnung aus dem Writing. Ein Zugwaggon, der über die gesamte Fläche, also von unten nach oben und von einem Ende zum anderen besprüht ist, wird als Wholecar bezeichnet. Für einen Wholecar erhält ein Writer mehr Respekt, als zum Beispiel für ein Panel, da Wholecars wesentlich mehr Zeit und Aufwand erfordern und so ein größeres Risiko für den Writer darstellen. Wholecars werden besonders schnell aus dem Verkehr gezogen, da die Scheiben zugesprüht sind und Wholecars die im Verkehr sind, besonders animierend auf andere Writer wirken. Der erste Wholecar wurde in der ersten Hälfte der Siebziger von Honda in NewYork gemacht. Die Idee war aber schon seit dem ersten Top To Bottom von Supercool vorhanden.

Whole Train: Ein Zug, der über die ganze Länge besprüht ist, wird Wholetrain genannt. In der Regel besteht ein Wholetrain aus einzelnen Wholecars. Wenn bei einem Zug alle Waggons mit Panels besprüht sind, spricht man von einem Window-Down-Wholetrain. Der erste Wholetrain wurde von Japan 1 in New York gesprüht. 1976 wurde der Freedom-Train gemacht, der in die Geschichte einging. Wholetrains werden nur sehr selten gemacht, da diese viel Zeit und Material erfordern.

Wildstyle: 1. Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen besonders aufwendigen und für Außenstehende schwer zu entziffernden WritingStyle, der durch seine komplizierten und verschlungenden Buchstaben auffällt. Einen guten Wildstyle zu sprühen, schaffen nur wenige Writer. Die ersten Wildstyles entstanden in NewYork in den 70er Jahren. Als einer der Urväter muß Phase 2 genannt werden. 2. Titel eines HipHop-Filmes aus dem Jahre 1982, der in Europa als ein "Geburtshelfer" der HipHop-Bewegung gilt. Er stellt die erste authentische Dokumentation von HipHop im Spielfilmformat dar. Nahezu alle Mitwirkenden standen auch in engem Bezug zu HipHop. Der Soundtrack des Filmes wird noch immer regelmäßig auf HipHop-Jams von DJ's aufgelegt und erlangte schnell Kultstatus.

Willie: 1. Bezeichnung für eine Person mit viel Geld und einem hohen Status in der Neighbourhood. Gern wird ein (Big-) Willie-Style besonders von den eher auf Vermögen orientierten Rappern aufgesetzt. 2. Synonym für das männliche Geschlechtsorgan.

Window Down: Bezeichnung aus dem Writing. Synoym für Panel. Ein End-To-End, der aus Panels besteht, wird oft auch Window-Down-Wholecar genannt.

Window-Down-Wholetrain: Bezeichnung aus dem Writing für einen Zug, der über die gesamte Länge unterhalb der Fenster besprüht ist.

Won: Writer aus München (D). Aktiv seit 1984. 1988 gründete er zusammen mit Cowboy 69 die Gruppe ABC (Art Bombing Clan), der auch Show und Dare angehören. Er ist genau wie Cowboy besonders für seine aufwendigen Masterpices und Characters bekannt. 1996 wurde er wegen seiner Züge zu einer Bewährungsstrafe von 6 Monaten verurteilt.

Wordcup: HipHop-Sendung auf dem Musiksender VIVA, die von Tyron Rickets, Mitglied der Gruppe Mellow Bag, moderiert wird. Die Sendung legt großen Wert auf Interviews mit HipHop-Aktivisten und Musikvideos.

"Word Is Bond": Diese Redewendung drückt die absolute Korrektheit eines zuvor geäußerten Statements aus und stammt ursprünglich aus der Sprache der Börsenmakler, wo es etwa die Bedeutung hatte von, "Mein Wort ist gut genug".

Word Up: heißt soviel wie "Genau, Richtig" (ähnlich wie "true that").

Worm: 1.Synonym für Two-Car 2. Begriff aus dem Breakdance, hierbei liegt der Bauch des Tänzers auf dem Boden, gleich einem Wurm beginnt der Tänzer Wellen durch seinen Körper laufen zu lassen, die am Kopfende anfangen und bis zu den Füßen gehen.

Writing: (engl.:"Schreiben") Eine Teilkultur des HipHop, die sich zunächst unabhängig von den übrigen entwickelte. Der Unterschied zu den anderen Teilkulturen des HipHop liegt vor allem im überwiegend illegalen Charakter des Writings. Dadurch kann des Writing beispielsweise nicht so wie das MCing kommerziell werden, wodurch es sich seit den 80ern weitaus weniger verändert hat. Allerdings hat sich durch die Entwicklung der Sprühtechniken in den 70ern die Aerosol Art als ein Ableger herausgebildet. Zusätzlich ist die Writing-Szene im Allgemeinen viel verschlossener und die Akteure bleiben im Wesentlichen anonym. Die Idee, die dem Writing zugrunde liegt, ist Werbung für den eigenen Namen zu machen. Dabei wird jener überwiegend in der Öffentlichkeit mit Stift oder Sprühdose verbreitet. Derartiges kam zu allen Zeiten vor, doch daraus entwickelte sich in den späten 60ern in den USA eine ganze Jugendkultur, die Begriffen wie Schrift, Kommunikation, Gestaltung oder auch Eigentum eine volkommen andere Bedeutung verlieh. Über die Anfänge zu berichten, ist nicht ganz einfach, da diese kaum dokumentiert sind. Blackbooks und die Angewohnheit, die eigenen Sachen zu fotografieren (bevor sie wieder entfernt werden), kamen erst wesentlich später auf. Als Geburtsort des Writings gilt New York, obwohl zeitgleich auch in anderen Städten wie Philadelphia Ähnliches geschah. Schon sehr früh wurde von den Medien die Bezeichnung Graffiti eingeführt, die von der Allgemeinheit auch so übernommen wurde. Diese ist jedoch recht unpräzise, da Graffiti für Wandmalereien im Allgemeinen steht, während es beim Writing ganz speziell um den Namen und dessen Verbreitung geht. Um das Jahr 1968 begannen immer mehr jugendliche in New York ihren Titel mit Markern zu hinterlassen. Wie ein Lauffeuer breitete sich jene Manier aus. Immer mehr jugendliche waren fasziniert davon und schlossen sich an. Die ersten wichtigen Namen zu dieser Zeit waren unter anderen Coco 144, Julio 204, Stay High 149, Taki 183. Besonders zu dieser Zeit war es typisch hinter den Namen noch eine Nummer zu setzen, die einen Hinweis auf die Herkunft gab. So konnte diese Zahl für eine Straßen- oder Hausnummer stehen. Bis heute ist dies durchaus noch normal. Für die Gangs, für die es typisch war, ihr Revier mit ihrem Namen abzugrenzen, war es beeindruckend und nahezu unverständlich, daß es auf einmal einige Teenager wagten, ihren Namen in der gesamten Stadt zu verbreiten. Zum Teil bekamen sie dafür von den Gangs großen Respekt ausgesprochen. Als im Sommer 1971 in der New York Times das legendäre Taki 183-Interview erschien, war dies nicht nur das erste Mal, daß dieses Thema in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt wurde, sondern es war vor allem eine Animation für viele andere jugendliche, dies nachzuahmen. Die meisten Writer der ersten Generation kamen aus Manhattan, der Bronx und Brooklyn. Writercrews gab es zu dieser Zeit noch nicht. Nach wenigen Jahren war die New Yorker Innenstadt mit Tags bedeckt und das Writing breitete sich durch Sprüher wie Phase 2 und Lee 163d! auch in anderen Bezirken New Yorks aus. Schon bald genügte es nicht mehr seinen Namen möglichst oft zu verbreiten, um in der Masse noch aufzufallen. Man mußte sich etwas Neues einfallen lassen. Writer wie Barbara 62, Fuzz, Hulk, Joe 136, Joe 182, Kool Herc, Phase2, Stay High, Tree 127 und andere, die in den frühen 70ern bestimmend waren, kamen nach der "Entdeckung" der Sprühdose schnell auf die Idee, die Buchstaben größer zu machen, auszufüllen, mit Designs zu versehen, DreiD-Effekte und Schatten an die Buchstaben anzubringen oder einen Background zu malen, durch den die Buchstaben besser zur Geltung kommen sollten. Die ersten "richtigen" Bombings und Pieces entstanden in der ersten Hälfte der 70er. Damals entwickelte sich das Writing zu dem, was es heute ist. Sehr früh begannen die Writer die größte Aufmerksamkeit dem öffentlichen Nahverkehrssystern zu schenken und die dort eingesetzten Züge als Leinwand zu benutzen. Praktisch jeder Writer, der zu den ersten Generationen in New York zählt, ist auf Zügen "groß geworden". Um 1972 wurden die ersten Panels gemalt, nachdem in den Jahren zuvor überwiegend Outside und Insidetags gemacht wurden. Wenig später gehörten Panels, Top-To-Bottoms oder Wholecars in das Stadtbild. 1974 begann das New Yorker Transportunternehmen, der MTA damit, die Züge systematisch zu buffen, womit ihnen bis in die 80er Jahre nur wenig Erfolg beschieden war. Zu dieser Zeit erschienen bereits die ersten Bücher zum Thema Writing, die sich aber überwiegend mit den Tags beschäftigten und von Außenstehenden geschrieben waren, die sich kaum mit der Problematik auskannten und über die Motivation zum Writing in den meisten Fällen nur spekulieren konnten. Wichtige Graffiti-Vereinigungen, wie NOGA oder die United Graffiti Artists entstanden. Bis zum Ende der 70er Jahre blieb das Writing auf New York und einige andere Großstädte der USA beschränkt. In den 80ern wurde es von der New Yorker Kunstszene entdeckt und fand so den Weg in die Galerien, wo sich ein Teil davon zur Aerosol Art entwickelte. Zu dieser Zeit befand sich das Writing in New York auf seinem Höhepunkt. Filme wie Style Wars und Wild Style wurden gedreht, die ersten Graffiti-Magazine erschienen. Als Ergebnis dieser Entwicklung breitete sich das Writing an der Westküste der USA und vor allem in Europa und Australien aus. Bereits Ende der 70er Jahre gab es die ersten Writer in Europa, doch erst in den 80er Jahren entwickelte sich auch hier eine echte Jugendkultur daraus. Die ersten wichtigen Zentren des Writings in Europa waren die Niederlande, Paris, London, Kopenhagen und Stockholm. In Deutschland waren es vor allem München und das Rhein/Ruhrgebiet. Writer wie Mode 2, Bando, Gor, Gawki, Loomit trugen zur internationalen Verknüpfung der Szene bei. Als gegen Ende der 80er Jahre die Writer der Metropole New York immer stärker unter der Strafverfolgung zu leiden hatten und viele Writer der ersten Generation in die Galerien gingen, wurde NewYork langsam wieder etwas "sauberer". Nach und nach wandelte sich das Writing wieder mehr zu einer kleineren Untergrund-Szene. Jetzt übernahm die Szene in Europa die Führung, viele der wichtigsten neuen Entwicklungen geschahen seitdem hier. In den 90er Jahren, nach der Öffnung des Ostblocks, breitete sich das Writing auch dort aus. New York wird seither immer mehr von "Writing-Touristen" aus Europa besucht. Weltweit gab es einen Boom an Graffiti-Magazinen und Büchern.

Writer: Bezeichnung aus dem Writing. So nennen sich die "Graffiti Sprüher" selbst.

Writercorner: Bezeichnung aus dem Writing. Die Writer nennen ihre Treffpunkte Writercorner. Sie befinden sich meist an öffentlichen Orten, wie zum Beispiel auf Bahnhöfen. Durch die Kriminalisierung der Szene werden diese Treffpunkte meist von Sicherheitsdiensten polizeilich überwacht, um die Writer so leichter strafverfolgen zu können. Dadurch wechseln die Orte der "Corners" recht häufig.

Writercrew: In der Regel schließen sich die Writer zu Gruppen zusammen. Die ersten Writercrews bildeten sich zu Beginn der 70er Jahre in New York. Eine Crew verschafft den Writern nicht nur mehr Sicherheit beim Malen, sondern auch eine eigene Identität.

Writergruppe: Bezeichnung aus dem Writing für eine Writercrew.

Wulf: Begriff aus dem Breakdance. Der Wulf gehört zu den Floats. Der Tänzer schwebt mit seinem Körper waagerecht über dem Boden, wobei nur die Hände Bodenkontakt haben.

Worm: 1.Synonym für Two-Car 2. Begriff aus dem Breakdance, hierbei liegt der Bauch des Tänzers auf dem Boden, gleich einem Wurm beginnt der Tänzer Wellen durch seinen Körper laufen zu lassen, die am Kopfende anfangen und bis zu den Füßen gehen.

X - von X bis XYZ :

XYZ: Writer-Crew aus Düsseldorf

Y - von Yard bis Yo ! MTV :

Yard: (engl.: Hof) Bezeichnung aus dem Writing für ein Zugdepot.

Yo: Ausruf, kommt von You.

Yo-Mama Records: Hamburger Label, welches von André Luth ins Leben gerufen wurde und in erster Linie HipHop Acts aus Deutschland unter Vertrag hat.

Yo!MTV Rap's: Wöchentliche HipHop-Sendung auf MTV, die bislang im ersten Teil der Sendung von Ed Lover und Doctor Dre, im zweiten Part von Fab Five Freddy moderiert wurde. Im Jahre 1997 kam es jedoch zu einer Umgestaltung des Sendekonzeptes. Yo! MTV Rap's war für eine Vielzahl von HipHoppern in ganz Europa die einzige Möglichkeit, Informationen über HipHop zu erhalten und Musikvideos dieses Genres zu sehen.

Z - von Zeb Roc Sky bis Zyon :

Zeb Roc Ski: B-Boy aus Deutschland. Seit den 80ern aktiv. Ist Mitglied der Supreme Force. Seine Tätigkeitsgebiete sind vielfältig. Seit vielen Jahren schon ist er Mitorganisator des Battle Of The Year. Auch erarbeitete er mit den Heidelberger Stieber-Twins das Stück "B-Boys Revenge", welches 1998, ganze fünf Jahre nach der Aufnahme des Songs und zwei Jahre nach der Produktion des Videos, auf Musikfernsehsendern wie MTV und VIVA 2 ausgestrahlt wurde.


 

Zentrifugal: HipHop-Crew aus Bremen (D). Mitglieder: Bastian B, und Loris Negro. Abgesehen von einigen Songs auf diversen Samplern brachten die Bremer die LP "Poesiealbum" auf Operation 23 heraus. Darüberhinaus touren sie mit DAS EFX durch deutschlands Städte.


 

Zinker: Writer aus dem Rhein/ Main-Gebiet (D). Malt überwiegend auf Züge. Neben seinen B-Boy-Characters ist sein gut ausgearbeiteter Style typisch. Er ist Mitglied in TRD (The Real Deal) und GBF (Gummibärchenfront).


 

Zugbomben: Begriff aus dern Writing. Siehe Trainbomben.


 

Zulu Boys: Breakergruppe aus Wolgast. Siehe Spaiche.


 

Zyon: Siehe Da Germ.

# - von l`s and 2`s bis 2001er :

l's and 2's: Begriff aus dem DJing. Für die zwei Plattenspieler des DJ's. Siehe auch Turntables.

3-D-Letterstyle: Begriff aus dern Writing. Häufiger Style beim Writing, bei dem die Buchstaben eine räumliche Erscheinung erhalten. Seitdem die Sprühtechniken immer besser geworden sind und viele Writer damit anfingen, fotorealistisch zu malen, gelang es ihnen, die Buchstaben immer plastischer wirken zu lassen. Bei Writern wie Delta, Chemnoz, Daim und Loomit, die als Meister dieser Art des Graffiti gelten, haben die Dreidimensionalen Buchstaben verschiedene Fluchtpunkte.

3-D's: Begriff aus dem Writing. Spezieller Effekt, um die Buchstaben räumlich wirken zu lassen. Der erste Writer, der 3-D's benutzte war Pistol I aus New York. Die 3-D's wurden später von anderen weiterentwickelt, so sprühte Phase 2 die ersten 3-D's mit Designs. Bis heute wurde dieser 3-D-Letterstyle besonders von Europäischen Writern bis zur Perfektion weiterentwickelt.

7" oder 7inch: Bezeichnung aus der Musikbranche für eine Schallplatte im typischen 17,78 cm, also 7" Singleformat entspricht. Diese Form findet im HipHop jedoch kaum noch Verwendung. Schon aus technischen Gründen befinden sich auf einer 7" nur wenige Stücke. Im Reggae, Dancehall und Rocksteady-Bereich ist dieses Format jedoch vorherrschend.

12" oder 12 inch: Bezeichnung aus der Musikbranche für eine Schallplatte in der 12 inch entsprechenden 30,48 cm Standardgröße von Langspielplatten und Maxis. Bei Clubmusik im Allgemeinen wird die 12" aufgrund ihrer guten Handhabbarkeit für DJ's von diesen bevorzugt verwendet.

14K Magazine: HipHop Magazin. Aus Zürich (CH). Schwerpunkt: Writing. liegt beim . Die erste Ausgabe erschien 1993. Nach einer einjährigen Pause erschien 14K dann ab 1995 regelmässig.

24 K: HipHop-Crew aus Eindhoven (NL). Mitglieder: E.N.B., ZAR ONE, ARC-S, Wan-2, C.N.C. Die Gruppe gehört zu den Meilensteinen in der Entwicklung des HipHop in den Niederlanden. Sie hatten ihre Hochzeit in den ausgehenden 80er und frühen 90er Jahren. Sie waren die ersten niederländischen HipHopper, die einen Plattenvertrag abschließen konnten. Dies geschah 1989 auf Saskia Slegers DJAX-Records. Ihr erstes Album hieß "No Enemies" und erhielt aufgrund seiner politischen Aussagekraft und der eindringlichen musikalischen Umsetzung vielen positiven Zuspruch aus den Reihen der Musik und Tagespresse. Auf ihrer 1990 erschienen Maxi "Twentyfour Ways" wirkte der amerikanische Rapper Shakespeare mit. 1992 verließ Zar One die Gruppe. Die im selben Jahr erschienene, zweite LP "Words Yet Unspoken", wurde mit dem neuen Bandmitglied C.N.C., einem Rapper und Produzenten, aufgenommen. Diese Veröffentlichung war zwar nicht mehr so hart wie die erste 24K-LP, doch verlor sie nicht an politischen Inhalten und Aussagekraft. Seither ist es recht ruhig um die Band geworden.

33-C-Fresh: Graffiti-Magazin aus der Nähe von Bordeaux (F).

36er: Writer-Crew aus Berlin.

40below: HipHop-Magazin aus Halle (D) im A5-Format. Die Mitglieder stammten zum Teil aus dem Umfeld des MKZWO-Magazines (z.B. André Langenfeld, Adrian Nabi und Stefan Groschupf ). Nach einer Null-Nummer und vier regulären Heften mußte das Magazin eingestellt werden.

50 (five-0): An der Westküste der USA gängige Bezeichnung für einen Polizisten. Die Bezeichnung kam durch die Fernsehsserie Hawaii Five-0 auf.

99ers: Begriff aus dem Breakdance. Die 99ers (sprich: Ninety-Niners) gehören zu den Powermoves und bezeichnen Drehungen im Handstand.

152er: Writer-Crew aus Düsseldorf, entstand aus der ESZ-Crew.

156-Crew: Writercrew, die in den 80ern in New York gegründet wurde und heute International ist. Frühe Mitglieder waren Jon, Rac und Kyle denen später weitere folgten. 156, eine zu dieser Zeit sehr aktive Gruppe, schaffte es überall in der Stadt präsent zu sein. Später wurde auch viel in Europa gemacht, wo auch weiter Writer in die Gruppe aufgenommen wurden. In Berlin wurden unter anderen Amok und Shek in 156 aufgenommen.

186: (one-eight-six) ist eine Codebezeichnung der Amerikanischen Polizei zur Kommunikation über Funk und bedeutet Mord. Die Bezeichnung floß in die normale englische Umgangssprache ein und wird auch im Sinne von auf der Hut vor jemanden sein, der einen töten will verwandt.

187: (one-eight-seven) ist ein gängiger Code der Amerikanischen Polizei für Mord, der bei der Kommunikation über Funk benutzt wird. Siehe auch 186.

360 Grad: Von den Mitgliedern von Advanced Chemistry und deren Umfeld ins Leben gerufenes und geführtes Heidelberger Label. Hier erschien auch der Sampler "Deutschland ein Wintermärchen", auf dem eine Vielzahl deutscher HipHopper vertreten waren.

808: Bezeichnung aus dem DJing und Produzieren für die kräftige Bassdrum der Roland-Drummaschine.

911: Einheitlicher, amerikanischer Notruf für Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen.

1990er: Begriff aus dem Breakdance, wobei sich der Breaker in den Handstand begibt und dann beginnt sich um die eigene Achse zu drehen und dabei von einer Hand auf die andere wechselt.

2000er: Begriff aus dem Breakdance, hierbei begibt sich der Breaker in den Handstand, beginnt sich um die eigene Achse zu drehen und stößt schließlich sein gesamtes Körpergewicht vom Boden weg, um dann wieder auf seinen Füßen zu landen.

2001er: Begriff aus dem Breakdance. Hierunter versteht man das Drehen auf dem Handrücken während eines Handstandes.



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